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[Band 4.]
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35© Geschichte

seine Verdienste um hiesige hohe Schule. SeineSchüler, seine vortreffliche Schriften und noch einmehrers zeuget hicvon, dessen wir eben gedenkenwollen. Er führte zweymal das Rectorat bey derAkadenu'e, einmal von 1741 bis 1742, und das an-dere mal von 1749 bis 1750. Wenn es der Gnadeund Weisheit Gottes gefallen hatte, fein Leben zuverlängern, so würde man ihn im nächsten Monatezum dritten male im Purpur erblicket haben. Dielöbliche und berühmte Altdorfische Iuristenfacultät,bey der er eben zum sechsten male DecanuS war,hatte an dem seligen Herrn Doctor eine wichtigeStütze. So wenig als er unter der öfters großenLast der Accenarbeiten ermüdete: so fertig, ge-schwind und. heilsam waren seine Consilia. Mankannte seine vortreffliche Feder wohl in ganzDeutschland, wenigstens an den größten Höfen undbey den ansehnlichsten Ständen des Reichs. DieConsilia > die er nomine Facultatis ausgestellet,sind vielfältig, und die Privatbedenken, die höchste,hohe und niedrige Personen von ihm erhalten, un-zählig. Er kriegte auch eben deswegen wiederhol-ten Ruf ju auswärtigen akademischen sowohl alsStaatsdiensten. Nicht nur nach Helmstädt, Gies-sen und Erlangen wurde er verlangt: sondern auchvor ohngefähr acht Jahren ist ein gewisser ansehn-licher Rath eines großen Reichsfürsten an ihn ge-schickt worden, um ihn zu bewegen, daß er un-ter gar beträchtlichen Vortheilen die Stelle einesGeheimenraths annehmen möchte.