356 Geschichte.
ter, und seine Herren Specialcollegen wissen hie-von am besten zu zeugen. Er war ein achter Prie-ster der Gerechtigkeit: sie ist es, die niemals mis-handelt, und niemals verkaufet worden ist. Vorihm mußte sich Gewalt und Unrecht fürchten; dieWahrheit und Unschuld aber konnte sich seiner er-freue», und die Bekränzten, die Wittwen und Watesen hakten eine sichere Zuflucht bey ihm.
Er vergaß den dem großen Dienste, den er derWelt und den Menschen leistete, die Pflühtennicht, die er seinem Gott und Heilande schuldig war.Ernst und Andacht belebte ihn, wenn er entweder inden öffentlichen Versammlungen erschien, oder wenner nach dem unveränderlichen Gesetze, daß er sichmachte, den Tag des Herrn mit Lesen und Betenund mit Forschen der heiligen Schrift hinbrachte.Seine gelehrte Kännmiß kam ihm gar wohl zu stat-ten, um die besten und geistreichsten Theologen zu-wählen, die er nach der Bibel lesen wollte; so wieauch hinwieder die Saltzungen und Rechte Gottesden Grundsatz aller seiner Rechtsgelehrsamkeit aus-machten. Er wandelte auf dem seligen Woge derHeilsordnunq. Er erschien vor dem allwissendenAuge Gottes sowohl als der christlichen Kirche alsein armer und öffentlicher Sünder mit der Erkännt»niß und Bckänntniß seiner Schwachheiten. Ersuckke Trost: brünstig im Geiste eilte er öfters zuder Gnadentalel Jesu Christi hin, und er machtesich mit dem Tode in seinem Leben bekannt, der ihndemnach niemals würde unbereiket gefunden undniemals übereilet haben, wenn er auch unvcrmu-
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