39° Geschichte
welche ihrer Triumphe, oder ihrer Anfälle, weitmehr machte. Es verstrichen beynahe drey Jahre,in welchen Herr panchaud bey dem Hrn. Marquisö’ Arczens ohngesahr wie ein Hausthier war, und,um diesem Ausdrucke allen schimpflichen Sinn zubenehmen, wie man sich den la Fontaine bey derMadame öe la Sabliere vorstellen kann; gleich-wohl mit dem Unterschiede, daß dieses seine F-belnbesser waren, als die eromi des andern. Es würdenur von ihm abgehangen haben, die beste Zeit sei-nes Lebens in einer so angenehmen Freystadc zuzu-bringen. Doch die Liebe zur Freyheit, und ohneZweifel die Lust, der Metaphysik nach seinem Ge-fallen nachzuhängen, und sich zuweilen mit denen,welche sich dieser Wissenschaft ergeben, zu unter-hallen, machten, daß er zu seinem vorigen Zustandezurückzukehren wünschte. Er verließ also Pocsdam,und fleng seine alte Lebensart wieder an, gab soviel Stunden, als er zu seinem Unterhalte nöthighatte, und theilte seine übrige Zeit als ein wahrerPhilosoph ein. Es ist mir vorgekommen (fährtHerr Formey fort; und wir werden ihn nun biszum Schluß in seiner eignen Person reden lassen),als ob er dle letzte Zeit seines Lebens vornehmlichdem Griechischen gewidmet gehabt. Er kam bey-nahe alle Monathe zu mir, brachte mir ein Griechi-sches Buch wieder, und liehe ein anderes. Diekönigliche Bibliothek liehe ihm auch welche. Ichsahe ihn allemal gerne; die Gleichheit seines Ge-müths, und seine verständige Aufführung haktenmir eine wahre Achtung für ihn eingeflößt. In
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