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[Band 4.]
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478 Geschichte

den Geburtstag des KönigeS mit einer öffentlichenRede begehe, sondern auch bey allen Feyerlichkeikenund Gelegenheiten, welche dergleichen erfordern,wenn ihm solches von andern nicht abgenommenwird, dazu bereit sey; so denkt man leicht, daßunser Herr Professor eine nicht geringe Anzahl der-selben, sowohl an dem gewöhnlichen Tage, alsbey vielen theils ftölichen, theils traurigen Vor-fällen am Hofe und bey der Akadenn'e, gehaltenhabe. Die Natur hat ihm zwar eine gewisse äußer-liche Stärke und Annehmlichkeit der Leibesberedt-samkcit, welche Männer seiner Profession sehr er-heben kann, versaget. Eine Leibesgestalt, welchezwar anständig, ober auch von allem Reize ent-fernet ist, etwas triefende Augen, eine leise Stimme,und wenig oder gar keine Gcbährden, sollte manmeynen, müßten jedem Redner seine Zuhörer ent-ziehen. Und gleichwohl werden Liebhaber .einerschönen lateinischen Schreibart, und darum vorge-tragener wohl bedachter und ausgeführter Sachengar gerne gestehen, daß ihnen bey den Reden desHerrn tVestermann, welche sie von ihm gehört,die Zeit nicht lang geworden. Mir ist es insbe-sondre dabey vorgekommen, als ob ich bey seinerAussprache, so wenig stentorksch sie war, einensolchen angenehmen Fall der Worte, oder numerumoracorium wahrgenommen, dergleichen ich noch niewieder gehöret habe. Freunde, und auch einermeiner großen Gönner, welcher gewiß, wie seineSchriften zeugen, ein großer Kenner der ächtenLatinilät war, bezeugten mir, da ich solches äußerte,

eben