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ihrer Seelchcn bemächtiget hat, das ist die Pflanzen»künde; und sogar Versteinerungen, deren es hierinder Nähe viele gibt, haben den Weg in ihre weichenHerzen gefunden, denn die Mädchen treiben Alles mitdem Herzen. Das ist ein Eifer und ein Studium,du glaubst es nicht!
Zur ErgolHchkcit lesen und verfertigen sie dannAllcmannische Gedichte, worein sie eben so vergafftsind, wie in die Naturgeschichte. Du siehst, Schwe-ster, was ein vielumfassendcr Kopf vermag, und wassich alles in deiner Tochter entwickelt; nicht umsonsthatte sie so ein Verlangen mitzureisen; es war Ah-nung! Vernimm, wie das alles zugeht:
Mit dem schönen Wetter hat sich eine große An-zahl Kurgäste eingcfundcn, gebildete Leute aus dembenachbarten Schwaben, auch wohl weiter her, undviele Schweizer . Unter jenen ist eine Chanoincsse ausM*, die an den Nerven leidet, und deshalb eine Reisenach Italien machen mußte, woher sie jetzt eben zu,rückgekommcn, um ihre Heilung hier zu vollenden.Diese ist sehr instruirt, redet von der Kunst, und sollgroße Kenntnisse in der Naturgeschichte, hauptsächlichin der Botanik, haben, wenigstens hat sie der Clotildeeine überschwengliche Neigung dafür beygebracht; siespricht viel und sehr gut, führt einen großen Bricfwcch,sei, lacht wenig und entscheidet viel. Auch gibt siesich theoretisch mit der Lolkscrzichung ab, woran aberdeine Tochter bisher noch keinen Geschmack fand. Sie