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imponirt durch ihren Verstand, und weiß Theilnahmedurch ihre Kränklichkeit zu erwecken. Dann aber istauch noch eine muntere junge Schweizerin hier, bey-nahe das Gegentheil von jener, stets freudig, gefälligund offen, voll von Gesundheit und Leben; reich, wel,chcs in der Schweiz so viel als Adel gilt, jedoch ohnealle Anmaßung; und was das vorzüglichste ist, undihr besonders das neidlose Herz deiner Tochter zugc,wandt hat, sie ist eine Dichterin. Diese drey sind nununzertrennlich; Clotilde und die Schweizerin machenVerse, und die Chanoincssc prüft sie. Sie üben sichaber, wie gesagt, meistens an Gedichten in der Volks-sprache nach Art der Allemannischcn. Und ob ichschon predige, daß das ein falscher Geschmack sey, daßes als ein Versuch zum Scherz etwa einem Dichterhingehen möge, insofern er ncmlich die Naivetät desVolkes in dessen Sprache zu legen wisse, so lassen siees doch nicht, und lachen mich nur aus, und habenauch recht, denn ich sollte nicht predigen; wann hat jedie Mode Vorstellungen vom Alter angenommen? —Eine bloße Mode ist es aber, die besonders hier zuLande im Gange ist, seit Hebel in seine berühmtenGedichte nicht nur die Sprache, sondern auch die länd-liche Natur und den Geist des bessern Theils seinesVolkes gebannt, und alles Kleine mit so vieler Liebezu idealisircn gewußt hat. Du erinnerst dich noch,wie wir schon zu Hause daran uns mühten, aber nierecht zum Verstehen gelangen konnten; nun verstehe