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ich sie vollkommen und mit großer Lust, besonderswenn sie die Schweizerin in ihrer eignen Mundart,mit der ich durch Umgang näher bekannt bin, vorliest;denn es gibt in der Schweiz der Dialekte mancherley,so daß sie oft einander selbst nicht verstehen. Manhätte denken sollen, nach Hebel wären alle diese idioti-schen Dichter verstummt, aber da stand im Gegentheilein Heer von Unbesonnenen auf und hinkte ihm nach;und nun ertönen aus allen Ecken des Landes Liederin der Volkssprache, ein unverständliches Gcquacke,Volkston aber nicht Volkswitz; sie sprechen freylich inIdiotismen, aber scherzen wie unmündige Kinder, odermoralisircn wie Schulmeister. Originalität und Mcirstcrhaftigkcil haben ein Vorrecht zu allem, und damithat Hebel auch alles gut gemacht; sein Bändchen liestsich mit Wohlgefallen; aber wenn auch Er dnrch denverdienten Beyfall sich zu mchrcrn Bänden verleitenließe, so würde er selbst erfahren, daß die Manier er-müdet, um so viel mehr, wenn sie noch durch Nach-äffung verpfuscht und alltäglich geworden ist.
Das sage ich den Kindern oft, sie haben aber ihreKöpfchen oder ihre weiblichen Vcrnnnflgründc, woge-gen nicht aufzukommen ist. Die Schweizerin ant,wertet: Sie sagen ja selbst, lieber Oheim, (so nenntsie mich) jene Gedichte gefallen Ihnen, also findenSie sie schön; was soll man aber nachahmen, wenndas Sckönc nicht? — Meinetwegen! so mag die EineVerse machen wie die Schweizcrbaucrn, und die Andre