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macht. Die alte klassische Welt kennt er durch unddurch; und lebt in ihren Sprüchen; er liest ihre Ge-schichte, und ist nicht unbekannt mit ihren Staatsvcr-fassungcn. Die moderne Politik hingegen ist ihm, sowie den meisten seiner Landsleutc, sobald sie über denNothbedarf des Vaterlandes hinaus geht, fremde. Wassoll ich, sagt er, meine Zeit mit dem Studium neuerVerfassungen verlieren, die man doch nur dannzumahlrichtig beurtheilen kann, wenn man unter ihnen lebt,und das, was sie versprechen, mit der Erfahrung ver-gleichen kann oder muß? Die bloße Theorie derselbengibt uns nur eine idcalische Ansicht, die selten mit derWirklichkeit übereinstimmt. So wie ein Mensch imPorträt immer ein Sonntagsgcsicht macht, und nurerst dann wahr erscheint, wenn wir ihn in der Beweg-lichkeit des Lebens sehen, so ist es auch mit der Formder Staatsvcrbcsscrungcn; der Geist ist es, der sie be-leben muß, und dieß belebende Prinzip bleibt doch der,dem die Gewalt gegeben ist. Darum ist die Monar-chie immer eine einfache Regierung, sie mag noch soviel künstliche Modificationcn haben, weil der Fürst ihrGeist ist, und mit Kraft und Klugheit aus ihr macht,was er will; da ist also ohnehin nicht viel zu studircn.— So redet er, so denken die meisten; wissen abergar wohl, wenn sie es schon nicht gestehen dürfen, daßauch bey ihren Gemcinstaatcn sammt und sonders diewirkliche Gewalt in den Händen von Wenigen liegt,die für das liebe Vaterland sorgen, wie sie es gut sin-