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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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fache auch die Wirkung gehoben wäre, aber ich fürchte,diese schulgcrechte Folgerung werde sich auch hier nichtbewähren!

Bringe ich nur das Kind wieder ledig nnd ge-sund nach Hause, so mag ihr dann die Mutter odersie selbst für einen Mann sorgen: ich lege meine Mäd-chcnobhulh auf den Altar des bcfreycndcn Zeus, undwerde mich sobald mit keiner mehr befassen.

Meine Zurückkunft wird nicht mehr lange anste«hen, alle Umstände treiben und ^drängen mich dazu;wiewohl ich das schöne Land ungern verlasse, wo ichdie Behaglichkeit des Daseyns wieder empfinde, undmir im Herbst der Jahre noch einen kurzen Frühlingdes Lebens zu schaffen die Kraft fühle, wenn gleichtäglich meine Pläne zu der neuen Lebensweise, wieich sie wünsche, scheitern, und das Schicksal, so wiemein Freund der Professor, ihrer zu spotten scheint.Er spottet ihrer, indem er mir aus hundert christlichennnd heidnischen Sprüchen, und noch besser aus dersclbstcigncn Erfahrung beweisen will, daß kein Heil insolchen Anschlägen liege, kein Erspricßcn in der Will-kühr; daß wir Geschöpfe eines Tages seyen, und wei-ser Genuß der Gegenwart allein unser Glück, so wieunsre einzige oder höchste Pflicht ausmache. Einrich-tungen für die Zukunft, meint er gleichwohl, dürfenwir darum treffen, weil in ihrem Schaffen wenigstenseine Freude der Gegenwart liege; aber wenn keinedieser Einrichtungen gerathe, müssen wir es dem