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Hätten mich nicht die gähnenden Aufseher eines an,dern belehrt, niemahls würde ich geglaubt haben, daß'man auch hier von der langen Weile ergriffen werdenkönnte.
So faß ich lange; vor mir über lag der sterbendeFechter. Ob gleich mein Blick noch neugierig herum,schweifte, so zog ihn doch die Nähe und Wahrheit die,ses edel» Kunstwerks immer wieder an. Es ist zwarkeine von den erhabenen Formen der Götter» undHcldenzeit, deren so manche dieß Eiysium bewohnenund beleben, aber ee ist das treue Bild der letztenStunde eines edeln Kriegers, der ruhig, obgleich imblutigen Tode, seine männliche Seele aushaucht. Zudieser Hinsicht halte ich es doch für eines der erstenStücke dieser Sammlung. Seine Gestalt ist schönund die Stellung hätte nicht wahrer und schicklichergewählt werden können. Zu Boden gesunken und vomBlutverluste entkräftet, stützt er sich noch mit dem rech-ten Arme, aber so schwach, daß man jeden Augenblickglaubt, ihn zusammenfallen zu sehen; und eben die-ser Moment ist es, der dem Bilde am meisten Zn-teresse gibt; denn schon hängt er mit dem Kopfe vor-wärts und eine allgemeine Erschlaffung dehnt sich durchseine Glieder aus; Schatten des Todes scheinen vorseiner Stirne zu schwimmen, und die Träume desLebens sich ihm wie ferne Töne zu verlieren. Nurnoch im dumpfen Gefühle seines Daseyn« ohne Merk-mahle des Schmerzes^ der Schmerz ist schon vorbey,