ohne Zuckung und Angst, endet er würdig und wahrsein tapferes Leben.
Ich kann nichts als die lautere Empfindung an,geben, welche das Anschauen dieser Bilder jedes Mahlin mir erregt; beschreiben will und vermag ich nicht,weder jetzt noch dann, wenn ich diese Werke mit mehrRuhe werde betrachten können, weil ich mir keinengelehrten Anstrich geben darf, der mir nicht natürlichist. Ueber die historische Bedeutung und das Alterder merkwürdigsten Statuen haben schon gelehrte Mei-ster abgesprochen, was könnt' ich Schüler sagen? Undvon der Beschaffenheit des Marmors und seiner Be-Handlung verstehe ich nichts, in Büchern aber nachzu-schlagen und mit veränderten Worten das Gelesenewieder von mir zu geben, dazu hätte ich hier nichtZeit, wenn mir diese neue Manier auch weniger ver-haßt wäre. Styl, Zeichnung, Verhältniß der Theile,und andre Erfordernisse der Kunst, wäre ich wohl selbstzu beurtheilen im Stande, aber mir ist, diese Schön-heiten müssen jedem ohne meine Anweisung in die Au-gen fallen; kleine Zweifel aber dagegen aufzustellenund die paucas maculas zu nennen, die mich beleidigthaben, das sey fern von mir! Bin ich gleich nicht ge-kommen, um bloß anzubcthen, so will ich doch in derkurzen Zeit meines Hierseyns mich lieber meiner neuenFreunde freue», als sie anatomiren. Der größten Be-hutsamkeit bedarf es indessen für mich und jeden Neu-ling, daß die Aeußerung der Empfindung nicht dekla-