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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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Hierseyn«. — Für wen mag aber ein langer Aufent-halt besonder« anzüglich und vortheilhast seyn? Fürden, denke ich, der viel Zerstreuung zu seinem Glückebedarf, oder für den Reichen, der sein Geld auf diebeste oder schlechteste Weise anwenden will, für dendreisten Charlatan, oder für den großen Künstler, wo«fern er schon einen berühmten Nahmen hat, denn sicherst einen Nahmen zu machen, wird er hier tausendHindernisse finden; vorzüglich muß wegen der allaner,kannten Humanität der hiesigen Gelehrten da« Lebenin Pari« dem behagen, der zu seinem Studium vielSubsidien und wissenschaftlichen Umgang nöthig hat.Auch wer In der Kenntniß der großen Welt, und inder feinen Lebensart, fein Glück zu finden glaubt, wird,wa« ihm die eleganten Zeitschriften seine« Vaterlan-des noch zu wünsche» übrig lassen, hier nicht umsonstsuchen, und sich bald bis zur zartesten Selbstgefällig-keit ausbilden können. Für die übrigen ehrlichen Leuteaber mag Paris doch zuletzt so langweilig werden, al«irgend ein Provinzialstädtchen; vielleicht noch langwei-liger, weil man hier gar nicht« von ländlicher Natursieht, — so wenig, daß ein Landemann von mir umder Zdeenverbindung willen sich sogar des Knhstallesim Jardin des Plantes mit allen Sinnen freute — wo-gegen man des betäubenden Gepränge und täuschendenScheine doch endlich überdrüssig wird, und sich dannauf einzelne Bekanntschaften beschränkt, worin, wenndie erste Zurückhaltung verschwunden ist, da« Unkraut