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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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dm noch der Ruf des Beyfalls umtönt, einer so un,befangenen Stellung fähig gewesen.

Auch bey der Gruppe, die man A m o r und Psychenennt, kann ich nie vorbey gehen, ohne einen Blickder Bewunderung auf den schön gewandten Leib derPsyche, und ihre, ganz in dem Gegenstand ihrer LiebeVerlorne, weltvergessende, schmelzende Umarmung zuwerfen; welch eine Innigkeit des Kusses!') — Andem Amor ist zu viel neues, besonders verstellt ihndie ergänzte Nase; ein Unglück, das man, wie ichjetzt sehe, bey den meisten Antiken bescufzen muß.

In der sogenannten Cleopatra sehe ich einewohlgebildete schlafende Weibsperson, von Majestät«,schem Körperbau, mit einem sehr künstlich gearbeite,ken, faltenreichen Gewände, das aber, >vie alle Ge-ivändcr in Marmor, besonders von dieser Größe, im-mer schiverer zu «verden scheint, je leichter und beweg,licher die Glieder der anhaltenden Betrachtung vor,kommen. Auch dünkt mich, (vielleicht ist die mir nochungewohnte Größe der Figur daran Schuld), deinKünstler habe ein etwas gemeines Ideal vorgeschwebt,das er mit mehr prackifchem Verstände als Empfin-dung behandelte; die Gestalt scheint mir «veder altnoch jung, und der Gliederbau für iveibliche Anmuthzu stark zu seyn.

') Einige nennen diese Gruvve auch §aunu§ und BubliS, denmurhlich weil sie glauben, so könne nur eine Dyblls küssen.

— — Quac cum $it junctissima, juiictior cjsoExpetit et viuclo fratri propiore ligari.