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1 (1828) Auch ich war in Paris / Ulrich Hegner
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de» Anblick schrecklich, wie groß muß erst der Hungerseyn, der sich zum Essen entschließen kann! Diese Frauist immer die erste der Morgen« auf ihrem Platze,dann kommen arme Leute, ehe da« Getümmel angehtund sie gesehen werden-

Um diesen Anblick noch recht beklagenswerth zumache», so sitzt i» einem ähnlichen Stalle eine ähn-liche Alte mit einem ähnlichen Krame gerade dieservorüber, und thut ihr noch in dem armseligen GewerbeAbbruch. Statt sich in Einen gesellschaftlichen Ver-trag zu vereinigen, oder „wenn sie dazu in sich selbstda« Mittel nicht finden können" sich wie andre kleineZndependenzen wenigsten« föderalisiren zu lassen,schaue» sie sich den ganzen Tag über, wie Rom undCarthago — mit Blicken de« Neide« an, und verbit-tern sich noch ihr traurige« Leben. Wenn sich ein Mahlbey der einen ein Käufer zeigt, und sie sich diese« küm-merlichen Troste« ihrer Armuth freut, wa« muß nichtdie andere empfinden, daß er nicht zu ihr gekommen ist!

Wohl sagt man mit Recht, daß in Pari« da«Größte und da« Kleinste, da« Höchste und da« Nie-drigste zu finden sey. Welch ein Unterschied zwischendiesen letzten Zufluchtsorte» de« Hunger«, und dengroßen Eßwaarenlagern am Eingänge des nicht« al«Glück und Freude verkündende» Palais Royal , wosogar die Schuhputzer eigne Zimmer mit großen Spie-geln hallen, und dem, der sich putzen läßt, unterwei-len einen Armstuhl hinstellen, und eine Zeitung zu le-