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Theater für das Stück. Ich hatte das Mißvergnü-gen, nicht nur meine Erwartung betrogen zu sehen,sondern, was noch empfindlicher ist, auch das Achsel-zucken meiner Freunde über meinen Geschmack zu ah-nen, die mir zu gefallen hingegangen waren, und nundie Zeit bereuten, so sie darüber verloren. Daran istaber Racine nicht Schuld, sein Stück ist witzig ge-nug, sondern ich, der ich etwas lobte, bevor ich es ge-sehen, und die Zeit, welche dem treffenden Spotte sei-nen Stachel genommen, und die Schauspieler, welchenicht mehr recht in den Geist des Stückes eintretenwollten oder konnten. Es wurde in der Aufführungzum groben Possenspiele, wobey alle Ironie sich zweck-los verlor, weil die Gebräuche des Gerichtöhauses nichtmehr die nähmlichen, und die närrischen Personen, dieder Dichter meinte, und sein Publicum kannte, längstvergessen sind. Der Auftritt, wo die beyden Bedien-ten vor dem kindischen Herrn über den Hund plädiren,und der Intim« mit läppischer Wichtigkeit die Ma,liieren der bekanntesten damahligen Advokaten nachäfft,verlor in dem überladenen Spiele alle Bedeutung undAnmuth. Da auch von den Zuschauern nur wenigemit der Geschichte, und den nöthigen Prämissen die-ses Lustspiels bekannt zu sey» schienen, so kann mandenken, wie gering die allgemeine Lust war. Auch mirverging die Freude um so mehr, da ich niemand ummich herum recht vergnügt sah, und mich nicht rechtüber etwas freuen kann, wobey ich andere gleichgültig