42 Balechou.
Erwirb für den von Houbrakettlll. 10Ü. angeführtlen B Baillen gehalten. D'Kuae//i»i.
* Balechou, (Joh. Jacob) einer der geschick-testen französischen Kupferstecher, geb. zu Arles um1716., lernte bey Bernhard l'Epiciö. Man zahltunter seine Meisterstücke einige Seesiücke nach Versnct; die H. Genevieve »ach Carl Vanloo, das Bildsniß des Königs vo» Polen nach H. Rigaud u. s. f.Er starb zu Avignon 1764. Die Blatter dieses Künst-lers werden stark gesucht, weil man in denselben allemögliche Kunst und Verstand mit der Reinlichkeitdes Grabstichels und dem Malerischen der Nadir-nadel vereinigt findet. Basan beschreibt seine beßten-Arbeiten.
* Baien, (Heinrich van) Maler zu Antwer-
pen , lernte bey Adam von Dort. Er behaupteteeinen Platz unter den vornehmsten niederländischenKünstlern. Seine Gemälde sind in ziemlicher Menge;er zeichnete und malte das Nackte sehr wohl, seineZusammensetzungen sind reich, den Figuren giebt ereine gute Wendung. Man findet in seiner ZeichnungFeinheit und Zierlichkeit; sein Colorit wirb von dengrößten Malern gelobt. In seinen Gründen be-diente er sich des Johann Dreughels Arbeit. Einesseiner schönste» Bilder ist St. Johann der Täufer inder Wüste, in der Frauenkirche zu Antwerpen , woes den Altar in der Tischlerkapelle ziert. Man siehtauch von ihm sieben Gemälde in der Salvatorkireyezu Gent. Heinrich st. 16Z2. 72. Jahre alt zu Ant-werpen , wo man in der St. Jacobskirche sein undseiner Ehefrau Grabmal findet. C- du Paas, L.Vorstermann u. s. f. haben nach ihm in Kupfer ge-stochen. DeLca,»^5 I. 2Z7. — * Sein Sohn Jo-hann, geb. ihr 1. studiere einige Zeit in Italien . Ermalte einige große, weit mehr aber kleine Geschick-ten, in welchen er seines Vaters Manier nachahmte.Eine angenehme Behandlung des Pinsels, ein leb-haftes und glänzendes Colorit, machen die Verdiensteseiner Arbeiten aus. In den Gcsichkszügcn folgte erdes Franz Albani Manier; aber seine Zeichnung istnicht richtig. 1l. 19Z.
* — — (Matthias van) geb. zu Dortrecht168g, lernte bey Arnold Houbraken . Er malte Ge.schichte und Landschaften, /ümr (-ou/11. oü.
Baleoni. S. Bagliorn.
* Balestra, (Anton) Maler von Verona ,lernte bey Johann Zeffis, und besuchte zu Venedig die Schule des Anton Bellucci, Zu Rom genoß erdie Unterweisung Carls Maratti, und erhielt iw>/,.den ersten Preis in der Academie St. Lucas. Ermalte zu Venedig in der Kirche St. Pancrarius, inden Schulen del Carmine und della Carita ; zu Ve-rona bey den Carmcliccr Barfüßern, in der KircheSt. Nicolaus u. s. f. Seine Gemälde sind wegeneiner gewissen Mischung der Manieren Raphaels,H. Carraccio und A. Allcgri merkwürdig und be-rühmt. Als etwas Seltenes merket man von ihman, daß er in seinem Alter besser als in der Jugendgemalt habe. Dieser Künstler st. 177,0. 74. I. alt.Frey, Monaco , Orsolino, Rotari u. s. f. habennach seinen Werken in Kupfer gearbeitet Er selbsthat drey bis vier Blätter radirt. /ch-nro Xch.
* — — (Peter) Bildhauer von Siena , ver-fertigte zu Rom Copien nach den antiken StatuenMeleagers, und Venus und Cupido, welche in derchurfürstlichen Galerie zu Dresden gesehen werden.Man sieht auch von seiner Arbeit in der Hauptkirchezu Siena die Stalüe Pabst Pius III. Se B/at.
Baliuw ( ) von Antwerpen , malte schöne
wohlcolorirte Töpfe und Vasen für die Blumenmaler,in welchen er Marmor, Stein, Erzr u. s. f vorlrefslich nachzuahmen wußte, auch an denselben kleineGenien und andere wohlgezeichneke Figuren an-brachte. Er lebte UM 1710. Achr/ri-MKmr 111. 2Z0.
Balke, (Loren; August) führte den Bau deskönigl. Schlosses zu Berlin , vornehmlich unter derAufsicht des Freyherr» Eosander . Beschreibungvon Berlin u. s. f. 670.
Ballitt.
Balkenend e (Niclaus). S. den Art. PaulPorter, seines Tochtcrmanns.
Ballador, (Joh.Georg) ein geschickter Edel-steinschneider von Nürnberg , lernte bey Dorsch. Erarbeitete zu Amsterdam , wo er 1787. in der Blütheseiner Jahre starb. Man sieht von diesem Künstlereinen schönen Kopf des berühmten Cardinals Que-rini. Murrs Denkmal auf Uloz S. 16.
Ballarini, (Joh. Baptist) Baumeister zu Bv«logna, wo die Kirchen St. Benedictus und Sk. Trisnitatis nach seinen Zeichnungen aufgeführt wurden.Diese letztere wird für sehr schön gehalten, obgleichsie seit der Zeit durch Zierathen von neuerm Ge-schmacke verderbt ist. ^scoro.
— — (Paul) geb. zu Bologna 1712, lerntebey Franz Monti, Stephan Orlandi und FerdinandGalli-Bibiena . Er malte Zierathen für die Schau-bühne und einige Landschaften, und arbeitete zuVenedig, Wien und Petersburg . Er lebte noch inseinem Vaterlande 1769. fchküm xrttnce 111. 199.
Balli (David). S. Bailly.
— — (Simon) Maler zu Florenz , lernte beyAurelius Lomi. Er gieng mit ihm nach Genua ,wo er durch die Bekanntschaft mit I. BaptistPaggisein Colorit verbesserte. Bailli malte mit großemFleiß Heiligenbilder auf Kupferbleche. Man findetauch Altarblatter von seiner Hand in der Carmeliter-kirche, in dem Oratorio St. Bartholomaus u. s. f.Er dlühete zu Anfang des XVll. Jahrhunderts.ä'o/n'Km ii2. et 029.
* Ballin, (Claudius) Goldschmied zu Paris ,brachte seine Kunst auf einen sehr hohen Grad derVollkommenheit. Er war ein geschickter Zeichner,und ahmte das Schönste aus dem Alterthum nach,welchem er aus eigener Erfindung das Zierliche undAnständige beyfügte. Ballin arbeitete für den König,den Cardinal von Richelieu , den großen Colbert n. s. f.verschiedene Werke von ganz besonderer Schönheit,welche ein großes Genie und einen auserlesenen Ge-schmack verrathen. Man sieht in vcrschiedenenKirchenzu Paris , zu Sr.Denis, zu Ponloisc u. s. f. silberneGcfasse von unvergleichlicher Schönheit und Zärtlich-keit von der Hand dieses Künstlers. Er st. 1678.63,1. alt Einige von seinen Nachkommen wurdenauch in dieser Kunst berühmt. S. den Art kJiclausde Launap. /Vr-s-rm/t 1. 98. — Von diesem Ge-schlechte war auch ein Geschichtsmaler, welcher1676. eine Maytafel für die Cathcdralkirche dieserStadt verfertigte. Te Lomte I. i/,i. — Ein Bild-hauer dieses Namens arbeitete um 1740. in eben die-ser Stadt.
Ballinert. S. Bellinerr.
Ballini, (Camillus) malte an der Decke derSala del Scrutinio in dem St. Marcnspallaste zuVenedig den Sieg, welci>en die Vencrmner 126b.wider die Genueser in dem Seehafen zu Lrapanoin Gicksten erfochten Man sieht auch von seinenBildern in der Kirchc St. Sylvester und in der Ka-pelle St- Nicolaus des bemeldtcn St. MarcnSpal-lastes. Seine Manier ist angenehm, aber etwasschwach. Er lebte zu Anfang des XVII. Jahrhun-derts. Ballini wird in einem von dem berühmienLudwig Dolce an feinen Vater geschriebenen Briefa!s ein junger Mensch von großer Hoffnung ange-führt. Dettrr-e 5?« /a /'rttnrm. V. nP. /ia5§aZ7ier.
Ballin», -'Julius) Kupferstecher und Kunst-händler zu Venedig > gab 1269. die Abrisse der vor-nehmsten Städte der Weit auf 71. Blättern.
* Bal'iu , l Pctervan) ein sehr geschickter nie-derländischer Kupferstecher, studine zu Rom , wo ervon Sandrart nebst verschiedenen andern Kupferste-chern gebraucht wurde, die 6-ckIerüi jusci»>3nri inKupfer zu bringen. Dann arbeitete er um >65o.nach den Werken von Rubens , Vandyk n- f- w. DerAbc von Marollcs befaß von seiner Arbeit 22 Blat-ter. Basan beschreibt die vornehmste» Stücke da-von in seinem Dictionaire.