Band 
Erster Theil.
Seite
43
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Ballon.

Ballon; Bentname vonpeeer verbruggen.

* Balten oder Balkon, (Peter) ein guter

Landschaftenmaler zu Antwerpen , ahmte des PeterDreughelö Manier nach, und tokkirtc seine kleinenFiguren mit vielem Geschmacke. Seine Jahrmärkteund Kirchweihen sind deswegen sehr gesucht. Bal-ten malte für den Kaiser die Predigt St. Johanndes Täufers mit vielen Figuren; seither ist, stattdie-ses Predigers, ein — Elephant hineingemalk wor-den, so daß es nun scheint, als ob alles umstehendeVolk dieses Thier bewundere. Er kam 1079. in dieMalergesellschaft seiner Geburtsstadt, und starb da-selbst. I. 168.

Balren, (Dominicus) genannt Lustoe, Pe-ters Sohn. S. den Art. D- Euftos.

Balthasar. S. Permoser.

Balrhazar, (Franz) Maler zu Paris , lerntebey Johann Resiout. Er verfertigte das Gemälddes Hauptaltars in der Spitalkirche, Petites Mai-sons genannt, welches die Auferstehung Christi vor-stellt. Dieser Künstler blühtte um die Mitte desXVIII. Jahrhunderts. ^Imsnscü üe keaux Arts.

Balu ( ) Formschneider. C. den Art. Pe-

ter Brea.

* Balzanr, (Joh. Hieronymus) malte in derKirche St. Luca sul Monte zu Bologna den für dieSeelen im Fegfeuer bittenden H. Gregorius. DieArbeit ist sehr gefällig Er verfertigte noch vieleandere Gemälde für die dafigen Kü chen, in welchenman auch eine ziemliche Anzahl Statuen und Bas-reliefs von ihm sieht. Balzanr st. r/ZH. 77. I. alt.Fe/L«»a /üttr.ce III. ic,6.

Bambaja; Deyname von Augustin Busto.

* Bamberrni, (Anton Dominicus) Malerzu Florenz , lernte bey Simon Piguoni. Er studirteeinige Zeit zu Rom und malte nach seiner Zurück-kunst sehr viele öffentliche Werke in Del und auffrischen Mörtel für Kirchen, Kloster und Pallasteder Stadt und des Herzogthums Florenz . Dannkennt man von ihm auch Bildnisse, Blumen, Früchte,Thiere u. s. f. Er starb zu Gramugnana in demKirchsprengel Samminiato 17)1. 76. I. alt, undward in der dasigen Pfarrkirche begraben. /'anLrI. 22g.

Bambrn, (Baptist) Bartholome und Corne-lius Bon, Bartholome pinckius, Lucas Lasset,Christoph Ambsrger, Cornelius VNarsis; allesFormschneidcr, werden angeführt von /Ä/Mon1. i55.

*Bainbinl, (Jacob) Malerin Ferrara ,lernte bey Dominicus Mona, und st. 162(1.6«a,

* — — (Niclaus) Maler zu Venedig , lerntein seiner Jugend die lateinische Sprache, die seinenGeist nährte, und studirte nach den allen Meisterndie Malercy. Sein Lehrmeister war Sebastian Mapzoni, der ihn mit vielem Fleiß unterrichtete, so daßin kurzer Zeit seine Werke, die voll seltener dichteri-schen Erfindungen und von lieblicher Färbung sind,von vielen Edeln gesucht wurden. Er verfertigteauch sehr viele Kirchengemalde, unter welche mandie Geburt dcr H. Jungfrau Maria in der Augusti -nerkirche St. Slephanus, und in der Kirche St.Eusiachius die H. Jungfrau mir den H. H. Fran-ciscus, Antonius und Laurentius Giustiniani zahlt.Man sieht auch in der Galerie Avogadri zu Brescia von seiner'Hand einen Sabinerraub von leichter Ma-nier, worin aber viele Figuren von Peter Beretiniangebracht sind. Bamdini arbeitete öfters in Ge-sellschaft mit vZlrlaus Lassana, und verfertigte dieZeichnungen ihrer gemeinschaftlichen Gemälde, dieLassana mit einem saftigen und zarten Colorit aus-arbeitete. Bambini ward in den Ritterstand erho-ben; er starb 1706. 74. I. alt, und ward in derKirche St- Simeon begraben. Louila, Zucchi u. s. f.haben nach ihm in Kupfer gearbeitet. — SeineSöhne Stephan und Johann folgten seiner

Banco. 4 z

Maiiicr- Der erste malte mit andern Künstlern dasLeben des H. Theodoruö in der Schule dieses Na-mens ; Johann für die Kapelle St.Romnaldus derKirche St. Michael de Murano vier Gemälde, wel-che das Leben St Nomualds vorstellen. i.

Bambocciare, (Michel Angclus delle)Beyname von Zs. Lerquozzl.

* Bainboccio, (Anton) des Dominicus,eines Bildhauers Sohn vou Piperno, lernte auchbey Masuccio und Andreas Ciccionc die Bau- undBildhauerkünste, bey Nic. Ant. del Fiore aber dieMalerey, von welcher etwas von seiner Hand in dcrbischöflichen Kapelle zu Neapel zu sehen. An glei-chem Orte sind die Staksten Josua und Michel samtdem Grabmale des Cardinals Franz Carbone vonseiner Bildhaucrarbeit. Zur Belohnung seiner Ge-schicklichkeit bekam er eine einträgliche Abte». Erst. i 4 o 5 . 67. I. alt. Domem'ci l. 142.

Bamboccio; Beyname des perer van Laar.

Bamesbier, (Johann) ein Deutscher, lerntebey Lambert Lombard - Er war Anfangs ein guterMaler, der schone Arbeit verfertigte, ward aberdurch sein unordentliches Leben ganz mittelmäßig inder Kunst. Er starb fast hundertjährig um 1600./leLMMpL I. gr.

* Bamfylde, (C. W. ) ein reicher englischerEdelmann, übte die Malerey zu seinem Zeitvertried.Man zeigte bey der Gemäldeaussetzung der Aka-demie zu London 1771. von ihm eine schöne Land-schaft nach den Gegenden von Devonshire. tsseueLlbl. sch. Wissenschaften XIV. 69.

* Banck, (Johann van der) that sich um i/Zo.in England im Bildnißmalen hervor. Es sind verschie-dene davon durch Faber, White u. s. f in Schwarz-kunst gearbeitet, bekannt. G-van der Gucht, B. Ba-ron, G. Vertue rc. haben nach seinen Zeichnungendie Geschichte des Don Quichotte in 68. Blätternin 4- gestochen. — Ein anderer Johann vaa derBanck, Bilduißmaler zu London , lebte um 1664. —* perervanderBanck, ein niederländischer Kup-ferstecher, lernte zu Paris bey Franz Poilly. Erarbeitete auch, wie die Vorhergemeidte», zu Lon-don um 1690. nach G.Knellcr, Lely, Gascard u. s. w.

Banco, (Abraham) Kupferstecher, gabi6Zg.eine Sammlung von Leichengeprängen nach Zeich-nungen von Franz Pcrncci.

— (Nanni d'Antonio di) geb. zu Siena1Z74. lernte bey Oonatcllo. Er arbeitete ziemlichgut in Stalüen und Basreliefs, starb aber 47. I.alt l ',21. Unter seinen Werken findet man in demOratorio Drsanmichelc zu Florenz die Staküe des

H. Philippus , welche dieSchustcrgesellschaft dahinstellen ließ. Sie verlangten anfänglich diese Arbeitvon Donakello selbst; da er aber, ihrer Meynungnach, allzuviel loderte, wandten sie sich an seinenSchüler, in Hoffnung , dieser würde sich billicherfinde» lassen. Vlaniu versprach ihnen auch, denPreis nach der Billichkeit einzurichten, foderte aber»ach vollendeter Arbeit mehr als sein Lehrmeister,weswegen sie einig wurden, den Donatello zumSchiedrichtcr ihrer Zwistigkeit anzunehmen, derdann zu ihrem Erstaunen seines Schülers Forderungbilligte, indem er sagte: Die Arbeit habe den tssannrmehrere Mühe gekostet, als wenn er selbst, als einerfahrener Meister, sie verfertigt hätte. Indessenwird doch diese Statue wegen ihrer Annehmlichkeit,der Lebhaftigkeit des Kopses und dcs gutcn Ge-schmackes in den Gewändern, von vasari gerühmt.Es würde auch dieser Künstler ohne Zweifel nochgrößer» Ruhm erlangt haben, wenn er nicht so früh-zeitig gestorben wäre Vianni besaß auch wahrschein-lich Talente in der Baukunst; denn man findet, daßdie Aufseher über den Bau der berühmten Kirche St.Maria del Fiore eine gewisse Summe für die Modelledcr dasigen Kuppel an Philipp Brunelcfchi, Dona«tcllo und diesen Nannt bezahlt haben. Lottml

I. 196.

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