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Erster Theil.
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44
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44 Bandiera.

Bandiera, (Benedict) Maler zu Perugia ,arbeitete in Oci undFresco nach Friedrich Barozio'sManier. Man haltet ihn für einen Abkömmling desRitters Franz Vanni. St. 77. Jahre alt.Brsco/i p. ib2.

* Bandinelli , (Baccio) Maler und Bild--Hauer von Florenz , zeigte von seiner Jugend an einesolche Lust und Gefchicklichkeit zu der Zeichenkmist,daß er damals schon alles, was ihm in der Naturund an Kunstwerken merkwürdig vorkam, mit uner-müdetem Fleiße nachzeichnete, und einmal zu Win-terszeit die Statue des Marphorius in der Propor-tion von acht Fußen aus Schnee nachformte, wor-auf sein Vater, Michel Angelus di Viviano vonGajuolc gebürtig, ein berühmter Goldschmied, ihnzu I. Franz Rusticchio in die Lehre that. Anfangslegte er sich allein auf die Malerei); aber ob er gleichein großer Zeichner war, wurden doch seine Gemäldewegen des schlechten Colorits gering geachtet, wo-gegen es ihm desto besser mit dem Bildhauen gelang.Diese Kunst, welche er zu Rom und zu Florenz mei-stens an riesenförmigen Bildern übte, wurde wegenihrer Kunst und der richtigen Zcfchnung sehr hochgeschätzt. Nur zu Florenz wurden feine Werke, ausHaß gegen ihn, als einen neidischen und hochmüthi-gen Mann, mit allerhand Schmähschriften ange-griffen; man muß aber gestehen, daß es seinen Bil-dern meistens wirklich an Zierlichkeit fehlt. SeineZeichnungen sind in dem Geschmacke des M. A. Buo-narvkl'; man findet aber in denselben weniger Herz-haftigkcit und leichte Züge als in jenen. KaiserCarl V. machte diesen Künstler zum Ritter. Ban-dinelli starb zu Florenz i 55 g. 72. I alt. N. dellaCafa, N. Beatricetto, A. Vkneziano, E Vicus,Marc Antonio, S- de Ravenna und andere unbe-kannte Kupferstecher haben nach ihm gearbeitet. —* Clemens, sein natürlicher Sohn, ward von ihmin der Bildhauerkunst unterrichtet; da er aber dieFrüchte seiner Arbeit genießen sollte, starb er in derBluche seiner Jahre, und bey des Vaters Lebzeitenzu Rom . 111 . 42Z.

— — (Franz). S. den Art. Loren; Gan-dolfd.

— — (Marc) genannt Marchino di Guido?>eni, den er 3 o. Jahre lang als Modell, Auf-wärter, Koch und Haushofmeister bediente. Ermalte etwas Weniges aus eigener Erfindung, wel-ches unter Audcrm in derWaysenkirche St.Jacobusund in der Kirche St. Gabriel zu sehen ist. DieserMaler lebte um ib-ju. Ma/Em 11. 58 .

Band ini, (Johann) genannt diBenedetto,da Castello, oder dell Opera, ein Bildhauer zuFlorenz, lernte bey Baccio Bandinelli . Von seinerHand ist die vortrefliche Statue der Baukunst andem Grabmale des berühmten Michel Angelo . Fer-ner sieht man i» den Kirchen und auf den Straßenzu Florenz Bilder von seiner Arbeit; besonders warer in Brustbildern nach dem Leben sehr geschickt.Bandini arbeitete auch mit verschiedenen Künstlernnach den Zeichnungen seines Lehrmeisters an denBasreliefs in dem Chöre der Domkirchc zu Florenz ,welche einige Propheten vorstellen, und selbst vondenen, welche sonst nichts von dieser Kunst verste-hen, mit Erstaunen betrachtet werden.

Bandin0; Beyname von zJello diDino.

Banst, (Hieronymus ) malte in der Kirche St.St. Bernhardins und BlasinS zu Mailand , hinterdem großen Altare, des Lazarus Auferweckung. Erlebte um 1720. S. den Art. I. A. Piaca, Lntrmsta.

* Bang, (Hieronymus) Kupferstecher und viel-leicht Goldschmied zu Nürnberg , verfertigte einigeBlätter mit dem Spitzhammer, und wird für denErfinder dieser Gattung Kupferstiche gehalten, dienachher von Johann Lulma und andern nachgeahmtwurde. Christ S. 266. führt sein Zeichen an.

4 r//mr.

* Banner mann, (Alexander) ein englischerKupferstecher des XV 111 . Jahrhunderts, gab

Baratts.

viele Blätter; neben Andern dcn Tod des H. Jo-sephs und Andres nach D. Velasco. I. Ribera,>e Nain u. s. w. Er arbeitete in des John BoydelsSammlung. /laLM 8uppl.

Banritsch. S. Bonrtrsch.

Bansts (Joh. Baptist). S. den Art. B- deParma.

Baptist, (Johann Caspars) Geschichte-undBildnißemaler von Antwerpen , lernte bey ThomasWillebort. Er gieng während des bürgerlichen.Kriegsnach England über, und trat in des General Lam-berts Dienste. Nach Widerherstellung der Ruhegebrauchte ihn Peter Lely , die Stellung und Gewän-der seiner Bildnisse zu malen; daher bekam er denBeyname Lelps Baptist. Kneller und Riley be-schäftigten ihn mit gleicher Arbeit. Baptist machteauch Patronen zu Tapezereyen, die man sehrschätzte;und überhaupt tvac seineZeichnungrichtig. In demSaale des Bartholomäns-tzospithals steht man vondiesem Meister das Bildniß König Carl 11 . Erst. idgr.

Baptisre; cinMaler, welchen depiles unterder Carracci Schülern anführt. — * Ein Bild-hauer dieses Namens arbeitete um 1680. zu Paris . —Es ist auch der Bcyname des I. Bapt. Monoyer.

Baptisris (Anton de). S. Barristi.

* Baquoi, i Moritz) ein französischer Kupfer-stecher, arbeitete um den Anfang des X VIll.Jahr-hunderts zu Paris , und ahmte in den Landschaftender Perellen Manier nach. Man hat von ihm vieleStücke; unter andern ein Seetrcffen nach Martin;dieses ist eine von dcn vier Schlachten, die für denCzaar Peter den Große» gemacht worden: Jnglei-chen eine Sammlung von Vignetten für des P. Da-niels Geschichte von Frankreich nach des F.BoucherZeichnungen. — Sein Sohn * Johann hat eineMenge artiger Vignetten für verschiedene Bücher;unter andern für Dvids VecMandlungen gestochen.— * Carl Laqusy arbeitete in gleicher Kunst »achI. de Seve, Beauvais u. s w. um 2770. Lau«,,.

* Bar, (Niclaus de) Maler aus Lothringen ,ward zu Rom für einen der größten Meister in Ma-rienbildern gehalten. Man zeiget neben andern öffent-lichen Gemälden, die er in dieser Stadt verfertigte,ein vortreflichcs Altarblatt, die H. Cakharina miteinigen andern Heiligen und kleinen Genien in demKirchlein St. Nicolv de Lorenesi, unweit der Kirche

- St Maria dell' Änima. (H/än-iÄe 111 . r 5 j.

— — (Philipp de). S. Bahren.

Barabin0, (Simon) Maler von Polceverain dem genuesischen Gebiete, lernte bey BernhardCastelli, erweckte aber wegen feiner ausnehmendenGeschicklichkcit die Eifersucht dieses Meisters, wel-ches ihn bewog, sich von ihm zu entfernen und baldhernach nach Mailand zu gehen, wo er bald häufigeArbeit fand, unter welchen diejenige, welche er indem Kloster Bocchetto al Corducc und in der KircheSt. Hieronymus verfertigt, für feine vornehmstegehalten werden. Er verließ aus Gewinnsucht seineArbeit und legte sich auf den Kuusthandel, wodurcher aber bald »eh in Schulden vertiefte, und deswe-gen ins Gefängniß kam, welches ihm so sehr zusetzte,daß er darüber erkrankte und in der Blüthe seinerJahre zu Anfang des XVII. Jahrhunderts starb.

XojvEi/ p. 8ki.

* Barare ( ) ein Pariser, erfand um 1760.

die Kunst, Architektur im Geschmacke getuschterHandrisse in Kupfer zu bringen.

* Bararerio, (Niclaus) Baumeister aus der

Lombardie, arbeitete zu Venedig , wo er die zwohohen Säulen von Granit auf dem St. Marcusplatzeaufrichtete. p. 218. a

Baraera, (Alexander) Kupferstecher, arbei-tete um i 65 o. zu Rom Von ihm kennt man nebenAndern, die Stadt Neapel , die antiken Gebäudeder Stadt Rom u. s. w- Lümc/Mur.