Band 
Erster Theil.
Seite
56
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Hans Been ist vielleicht I. Sebald Böhm selbstoder einer seiner Bruder.

Leer (Arnold van), ward zu seiner Zeit für«inen Maler gehalten; besonders that er sich in derZeichnung hervor. Er wohnte zu Antwerpen , woer ihLg.in die Malergesellschaft aufgenommen wurde.OeLcaw/rr I. 3/.

-- (Joseph van), Maler von Utrecht , lerntebey Franz Floris und arbeitete in dem BsschthumeTournay Nach einiger Zeit kam er in sein Vaterlandzurück, und starb daselbst. Er blühete um das Endedes XVI. Jahrhunderts. Dorrerm/ir l. 2iZ.

Beere srraeren (I.), niederländischer See-maler » von welchem man in der churfürstl. Galeriezu Dresden ein Bild antrift. Er wird auch in Be-schreibung des NXnklerlschenCabinetsS.ioH ange-führt Man findet Zeichnungen von seiner Hand, wel-che die StadlFranecker v. innen vorstellen. Er st. 1687.

Beerings (Gregorius), geb. zu Mecheln umihoo. In seiner Jugend gieng er nach Rom , sich inder Malerey zu starken, und kam daselbst in gutenRuf. Man findet keine andere als Wasserfarbenge-mälde von seiner Arbeit, in denen man aber diegroßeSchule, in welcher er seine erste Manier verbesserthatte, deutlich wahrnimmt; indessen verhinderte einlüderliches und sorgloses Leben ihn an seinem Glücke.Er. st. um 1670. Vrlandi nennt ihn Beerings inde Schaer, welches vielleicht ein Beyname seynsoll. lIrLraM/n I. 92.

Beesr (Sybrand van), Maler in Haag, denvan Gool II. 5 io. als einen von den drey Vorste-hern der Malergesellschaft in den Jahren 1661. und1662. anführt. Es ist zu vermuthen, er sey der jün-gere wybcand van Geest .

* Bega (Cornelius), eines Bildhauers Sohnvon Harlem , lernte bey Adrian van Ostade Ob-wohl er seinem Lehrmeister nicht beykam, war er dochwenigstens sein beßter Schüler. Seine Arbeit bestandin Bauerngesellschafken, Conversarionsstückc» undandern dergleichen Vorstellungen. Seine Ausarbei-tung ist markigt und ohne Trockenheit. Wegen seinerschlechten Aufführung jagte ihn sein Vater aus demHause, bey welchem Anlaß er seinen Namen ausBegyn in Bega veränderte. Er starb zu Harlem ander Pest ilM. Seine Gemälde behalten ihren Preisneben den Werken der größten Meister. Ein kleinesStück von seiner Hand, welches vormals das be-rühmte Eabinet des H. van der Voort zierte, wardhernach um 5i2. holländische Gulden verkauft. Begaetzte beynahe in des Ostade Geschmack, aber mitmehr Dreistigkeit. Die Blatter nach ihm, welche«ine Sammlung von Zs. Tabaksgesellschaften aus-machen, sind sehr gesucht. Chenu, W Äaiüant,Keyl, Pelletier, J.Gole, Basan und andere habennach ihm gearbeitet. II. 28Z.

Begarel 1 1 (Anton), ein berühmter Bildhauerin Marmor und gebrannter Erde, von Modena ge-bürtig. Die Geburt Christi , die Abnehmung vomKreuz und die Grablegung samt ander» heiligen Bil-dern, die er in gebackner Erde gearbeitet, zeigenim Ausdrucke der Leidenschaften und natürlichenStellungen einen so hohen Verstand, daß man siemit Erstaunen ansieht. Bey der Abnehmung Christivom Kreuz, welche in der Barfüßcrkirche St. Mar-garetha gezeigt wird, soll Anton Allegri die dreyMarienbilder formirt haben. Von diesem sagte Mi-chel Angelo: »Wehe den antiken Sraküen zu Rom ,wenn diese Erde in Marmor verwandelt würde."Gedachter Allegri bediente sich auch des Begarelli Modellen in den Gemälden an dem Gewölbe derDomkirche zu Parma . Dieser Bildhauer arbeitetezu Pavia , Parma und Reggio . Er starb in seinerGeburtsstadt i 555 . und ward in der St. Peterskirchebey seinen Voreltern begraben. Ludwig Bega-relli, sein Neffe und Schüler, glich ihm an Ge-schicklichkeit io wohl, daß man ihre Arbeit nicht un-terscheiden kann. Man kann sich keinen bessern Begriffvon dem hohen Werthe ihrer Arbeit machen, als daß

Beinaschi.

diejenigen Stücke, welche sich in Handen von Privat.Personen befinden, als Fidcicommisse betrachtet undsie nicht verkauft werden dürfen. Ludwig starb vorseinem Oheim, ^rckinur p. /ch. u. 53 .

Begyn (Abraham), Landschaftsmaler, geb.in Haag um 1600, arbeitete in Niclaus BerghemsGeschmacke, und hatte auch die Architectur undPerspectiv wohl studirt. Um 1690. ward er nach Ber­ lin berufen, wo er alle churfürstlichen Schlösser,Lusthäuser und schöne Gegenden abzeichnete; nachdiesen Zeichnungen zierte er die Galerien und Säleder churfürstlichen Palläste mit großen Gemälden.Er wird unter die Künstler gezählt, die der Königvon Preußen bey Errichtung der Maleracademie miteiner Pension von 6vo. Rthlr. zum Professor er-nannte. Seine Figuren und Thiere sind richtig ge-zeichnet, und sein Colorit ist überall gut- Er hatweniger Stafeleygemälde als große Bilder verfer-tigt. OcLcamxL 111. 291.

Beham oder Behm. S. Böhm

Beheim (Martin). S. den Art. Joft Har-rich, seines Schülers.

Behem (Bernhard), Münzmeister zu Halle imTyrol, prägte unter Erzherzog Sigmund die erstenThaler mit dem Bildnisse dieses Fürsten , welche nachdem Maaße der damaligen Zeiten für sehr schön zuhalten sind. Er st. 1007. 71. I. alt. Sein SohnBernhard ward ibii. von Kaiser Maximilian I. zum obersten Münzmeister in Oesterreich und Tyrolan seines Vaters Stelle ernannt. Lochner giebtV. i 5 ä. einen Abriß von einem Thaler von 1026.worauf das Brustbild des unglücklichen Königs Lud­ wig von Ungarn zu sehen und solches für dieses Künst-lers Arbeit gehalten wird, und V 1 . -97. einen Medail-lon auf eben diesen Fürsten I. von Sperges S. 92.

* Lehr (Joh. Heinrich von Schlei ; imVoigt-land gebürtig, ward Oberingenieur und Hofdau-meister Friedrich I. Königs in Preußen, welcher ihmein Quartier in der Stadt Berlin , genannt die Fried-richsstadt, zu bauen anvertraute; in derselben führtnoch die Gasse, wo er gewohnt, von ihm den Na-men. Er halte eine große Kenntniß von der prak-tischen Geometrie und Chronologie, und war aucheines der ersten Mitglieder bey Errichtung der Aka-demie der Wissenschaften. Er st. 1717. 70. I. alt.LJachrichren von Künstlern I. 8. Man findetauch einen Baumeister dieses Geschlechts in dem Arr.Klengel. Dieser ist außer Zweifel Joh. AdamLehr, Obcrbaumeister zu Gera , wo er vielfältigeProben seiner Geschicklichkeic abgelegt, dabey auchden Ruhm eines gelehrten Mannes erlangte. Mar-perger. * Joh. Philipp Behr ein Maler,nach welchem I I. Hayd ein Bildniß in Schwarz-kunst gearbeitet hat.

* Beich (Joachim Franz), geb. zu Ravenspurg1665, lernte bey seinem Vater die Anfange der Zei-chenkunsi. Er begab sich an den churbayerschen Hofnach München und malte die Feldschlachten, denender Churfürst Maximilian Emanuel in Ungarn bey-gewohnt hatte, samt den dazu gehörigen Prospektenaufsehr große Tafeln. Während dem spanischen Suc-ceffionekrieg und in Abwesenheit des Churfürstengieng er in Italien , und hielt sich eine Zeitlang zuLivorno und zu Neapel auf, wo seine Arbeit so hochgeschätzt wurde, daß Solimena eines seiner Ge«mälde kopirke Die Lagen seiner Landschaften sindimmer malerisch und reizend, auch mit großer Drei-stigkc.t und meisterhafter Führung des Pinsels be-handelt. In seinen Zusammensetzungen bemerkt mandie Manieren des Caspar Dugbet und des Salvator Rosa . Er hat auch in dieser Meister Geschmack einigevon seinen Erfindungen in Kupfer geetzt, und folgtezuweilen hierin des Albert Meyrings Manier. Erstarb zu München 17^8. //nFräo,-» p. LZi.

^ Bei nascht (Giovaniells di); Deyname vonJohann della Torre.

* (Joh BaptP), Maler von Turin ,lernte bey Spirjto und Peter del Po. Er zeichnete zu