Band 
Erster Theil.
Seite
65
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BergamaSco.

Gottheiten u. s. f. mit einer lebhaften Färbung ange-bracht. — Hieronymus , sein dritter Sohn, maltein Miniatur und folgte des Vaters Manier in Ge-schichten und Bildnisse», kam ihm auch in der feinenAusarbeitung ziemlich nahe, starb aber vor ihm.

d>'o.

* Berga masco (Wilhelm), Baumeister, ar-beitete zu Venedig , wo er eine sehr schöne abgeson-derte Kapelle be» der St. Michaelskirche baute.

ü'a«§om'«<i p. r/5. a.

* Bergamo ( ), Geschichtsmaler, von

welchem man verschiedene mittelmäßige Tafeln in denKirchen zu Lilie in Flandern sieht. -ie Dn-

Bergamengan (Ciaco). Unter diesem go-thischen Namen versteht Lomazzo Jacob vanBreuck, des Johann da Bologna Lehrmeister.

Bergamo (Dartholome da), einer der erstenvenetianischen Maler, wird von vasari in der Le-bensbeschreibung des Johann BeUino angeführt.— (fosmus da Bergamo, Baumeister zu Rom um 1660. zierte die Kirchen St- Maria in Via lataund St. Laurentius in Lucina mit seiner Arbeit, inwelcher man vielen Fleiß und eben so viel Genie be-merkt. Er erhielt wegen seiner Geschicklichkeit dieEhre, in den Rittcrstaud erhoben werden. Ditr. —Damian oder Dominicus da Bergamo , Domi-nicanerordens ; ei» vortreflicher Künstler in eingeleg-ter Arbeit von Holz, arbeitete in dem Chor und derSacristey der Kirche seines Ordens zu Bologna »achden Zeichnungen des Vignola. Sein Ruhm breitetesich durch ganz Italien auS, so daß er in viele an-dere Sradte zu dergleichen Arbeit berufen wurde.Er blühete um i 55 o.

* Berge (Peter van den), holländischerSchmarzkunststecher und Kupferetzer, lebte um dasEnde des XVIl. Jahrhunderts zu Amsterdam . Erverfertigte einen Theil von den Blattern die Lairesse'sWerk ausmachen, und den Schauplatz von Spa-nien in 27. Blattern. Farmr.

* Bergen oder van den Bergh (Nie,

laus van den), geb.zu Antwerpen 1722, lernte beyBalthasar Besehe». Von ihm ist die Kopie einesGemäldes von David Leniers, welches das Rath-ka»s zu Antwerpen mit den umliegenden Häusernund die Mitglieder der Brüderschaft von dem altenBunde der Bogenschützen, wie sie auf die Wachtziehen, vorstellt. Es war das beßte Bild diesesMeisters, welches er in seiner Vaterstadt hinterließ,und ward von obbemcldtcr Brüderschaft an den Land-grafen von Hcssencassel verkauft Auch etzte «r einigeBildnisse nach Rubens rc p. 7b.

— — (Theodor van), Maler von Harlem ,lernte bey Adrian van der Delde. Er malte Ochsen,Kühe, Schaafc, kleine Figuren und Landschaftenmit glühendcrm und hellen» Colorit als sei» Lehr-meister; aber seine Bilder sind nicht so wohl ausge-arbeitet, und die Baume nicht so gut l» handelt alsjenes. Tbeodor arbeitete einige Zeit in England,kam aber bald wieder in sein Vaterland zurück, woer wegen schlecht geführter Wirthschaft nach seinemAbsterben auf Unkosten seiner Saufbruder begrabenwurde. Er blühete um 1H80. //ouürabe» III. gj.—Ein anderer van Bergen, von Breda gebürtig,malte Geschichten, in welchen er des RembrandSManier sehr wohl nachzuahmen wußte. Er starbaber frühzeitig. /^rxer»»a«» 111. 228.

Berger (Bernhard), Neffe und Schüler desF. A. Schega, war um 1770. Medailleur des Königsbeyder Eicilien.

* — — (Daniel), Kupferstecher zu Berlin um17HH. Er arbeitete nach den königl. Gemälden zuSanssoucy. S. den Art. I. T- Lrüncois. Be-schreibung von Berlin S. 58 «.

— (Geörg), fürstlich-Bischöflicher osna-brük« und verdischer Hofmaler, lebte vermuthlichum ibiu. Man zeigt von diesem Künstler auf dem

BergmülleL. 6z

Rathhause zu Osnabrück einen kleinen Folicbaud,worin die Bildnisse der dasigen Bischöfe und einigeihrer Thaten mit Feder und Tusche meisterhaftgezeichnet sind. Nachrichten von Künstlern11 . Z2- — * Ein mittelmäßiger Bildhauer diesesNamens arbeitete zu Brüssel .

* Bergh ein (NiclauM, Sohn Peter Llaasevon Harlem , eines mittelmäßigen Malers von leb-losen Gegenständen. Der Sohn lernte bey Johannvan Goyen, Niclaus Moyaert, Piter Grebbcr,Johann Willis und I. Baptist Wcninx. Als er inseiner Jugend einst in großer Gefahr war, riefenseine Freunde einander i» holländischer Sprache z»:Berghem! d. j. rette ihn, welcher Bcyname ihmhernach blieb. In Thieren, Landschaften und Fi-guren ward er der vortrcflichste und glücklichste Ma-ler seiner Zeit. Er wohnte meistens auf dem Lande indem Schlosse Beiitheim, damit er den Anlaß hätte,schSne Aussichten, seltene Gegenden und allerleyThiere »ach der Natur zu zeichnen. Berghem ver-fertigte eine große Menge Bilder, die er mit großerFertigkeit ausarbeitete, und die schon bey seinen Leb-zeiten bezahlt wurden, nachher aber aufeine» so hohenPreis gestiegen sind, daß ein anderthalb FußhohesStück von seiner Arbeit zu London um 200. PfundSterling verkauft worden. Er starb zu Hartem - 58 Z.5g I. alt. Seine Manier ist vortreflich, seineAuswahl in der Zusammensetzung glücklich und un-endlich verschieden: Man kann es im Colorit, inFührung des Pinsels und in Austheilung Schaltensund Lichts nicht höber bringen als er. Allenthalbensieht man große Partheyen, wo die Harmonie durchEinzelnes nicht unterbrochen wird, ob er gleich diegeringste Kleinigkeit fleißig ausarbeitete; er wußteauch durch den Gegenschein im Wasser, oder an an-dern glänzenden Körpern die stärkste» Schatten zumildern. Seine Figuren und Thiere sind richtig ge-zeichnet, mit großer Feinheit gefärbt und ausgear-beitet. Man findet nichts Mittelmäßiges von ihm,und seine Gemälde können in den kostbarsten Samm-lungen zu den schönsten gezählt werden. Einige vonseinen Werke» hat er selbst mit einer leichten abetmeisterha'ten Hand geetzt, und werden daher vonden Kunstverständigen hoch gehalten, obgleich dievon andern nach ihm gestochene» Blätter besser alsseine eigenen sind. Diese werben über äoo. Stückegeschätzt, und Heinrich deMiurerhat 1767 einenCatalog davon zu Amsterdam aus Lichtgestellt. d'Ar-gensville sagt, viele Schriftsteller geben Berghemirrig den Taufnailicn Cornelius, und glauben, esgebe nur einen Maler dieses Keschlcchtsnaniens;hingegen behauptckGersainr in seinem Verzeichnissevon Fonsperrius Eabinet S. css» : Er selbst habeGemälde von einem zweyte» Berghem gehabt, dieaber weit unter des vJiclaus Arbeit gewcjen seyen;dieser möchte wohl der streitige Cornelius seyn.Guariemi ist auch einer von denen, welche zweyverschiedene Maler dieses Namens anführen.

I I. Z.h».

Bergmann (Heinrich). S. Berckman.

— — (Johann) von Olpe , Formschneiver,verfertigte 118 Holzschnitte zu hrnltlterz navi5 ecc./ÄM/on 1. i/,o.

* Bergmüller (Joh. Geörg) , geb. zuDirkheim in Bayern 1688, lernte anfUnkosten seinesLandcsherrn bey Andreas Wolf zu München , nudstudirte »ach Carl Maratki. Er ward ein starker Ge-schichtömaler in Oel und Fresco, wovon in vielenKirchen - und Privatgebäudcn zu Augspurg und inbenachbarten Städten, sowohl an Alrarblattern alsan Frescogemälden rühmliche Zeugnisse seiner Ge-schicklichkeit zu sehen sind. Er radirke mit einer geist-reichen Manier einige geistliche und weltlich« Ge-schichten von seiner eigenen Erfindung. Man hatauch von ihm zwey Schriften: r) GeometrischerMaaßstab der Eaulenordnung. 2) Antropoinelria,d.j. Statur des Menschen nach verschiedenen Altern.Seine geistlichen Erfindungen sind sehr andächtigund sittsam, und seine Färbung ist lieblich. Berg-müller war Director der Academie und bischöflich«»

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