Band 
Erster Theil.
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128
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128 CailUti.

* Canuti (Dominicus Maria), Maler vonBologna, lernte bey Guido Reni , der seine fruchtbarrenIdeen und seine» reifen Verstand in malerischenEntwürfen, bey welchen er zierliche Verkürzungenanbrachte, bewunderte Er arbeitete viel zu Rom undzu Bologna , und st. 1684. 64. I. alt. Man hat vonihm verschiedene radirte Blatter, wie z. B> einen St.Rochus von seinerErfindung, und einen betenden St.Franzisc nach G Reni. I C. Venenti, I. Boni,I. Roll, D Bonavere u. s. f. haben nach ihmgesto-chen. Seine Schwester Julia malte Figuren. Siewar Mutter von den Gebrüdern ZZonavere.r/ua xitt-'ice lll. 110.

* Cany (Joh. Baptist), Geschichts-und Bild-nißmaler zu Paris , verfertigte 1672. eine Mayta-fei für die Cathedralkirche dieser Stadt, welche dieBekehrung des Arcopagiten Dionysius vorstellt.G-S B»Zin hat nach ihm gestochen. /.c Oomtel. 240.

* Can; iani ( Johann Baptist), Maler zu Ve-rona , lernte bey Andreas Voltolino Er that sich inwohlgleichenden Bildnissen hervor, verließ aber we-gen eines verübten Todtschlages seine Geburts-stadt. Alsdann durchreiste er ganz Italien , undließ sich zu Bologna nieder, wo er seine Kunst mit vie-lem Ruhme trieb. Er lebte um 1712. H. Frezza,H. Roßi u. s. w. haben nach ihm gestochen. IwLLe,

hlo. 110.

* Capanna (Joh. Baptistdcl Tozzogenannt)

Maler von Siena , arbeitete mit Dominicus pe-cori, malte aber auch für sich selbst das Auswendigeverschiedener Pallästf und Ppioathauser grau ingrau. Man halt ihn für einen Schülcrdes Baltha-sar Peruzzi, weil er vielen Umgang mit ihm gehabt.Er lebte um i53c>. 1 l. rjbs.

* — — (Puccio), war zu seiner Zeit ein ziem-lich guter Maler aus des Giotto Schule, und folgteseiner Manier. Er arbeitete zu Florenz , Pistoja,Bologna u s. f. und lebte um iZch. Man findet ineinem seiner Gemälde das ganze Deingerüst einesMenschen; eine Figur, welche keiner seiner Vorgän-ger gemalt hat, und beweiset, daß er die Regeln derZcichenkunst nach der Anatomie studirt habe. Lai-chrmccr 8ec. 2. p. ,j 5 .

Caparra, Beyname von zJielaus Gross».

Capece (Hicronymus), neapolitanischer Edel-mann, Maler und Bildhauer, lernte bey Joh. Phi-lipp Criscuolo. Er malte auf das Altarblatt seinerFamilie in der Kirche St Domenico maggiore einenChristus am Kreuze; man siehet auch in gleicherKirche ein aus Holz geschnitztes Crucifix von seinerArbeit. Capece starb um ilssn. DoE»rci II. 146.

CapeNa (Franz), Maler zu Venedig , wirdvon d'Argeusville unter des I. Baptist PiazettaSchüler gezählt. Er verfertigte ein Gemäld für dieEpitalkirche della Pieta, und war ein Mitgliedder 1766. erneuerten Künstlcracademie zu Venedig .

— — (Scipio), Maler zu Neapel , lernte beyseinem Vetter Dominicus Viola und bey Franz So-limcna. Er kopirte dieses letzter» Gemälde sehr ge-nau, und viele derselben wurden für Originale ver-kauft. CapeUa malle auch mit einer schönen Ma-nier in Miniatur. Er lebte um 1740III. 882.

* Capellan (Anton), venetianischer Kupfer-stecher, arbeitete nach D. Majotto, Michelangelo ,Dominichino, P Battoni, D. Corvi u. f. f. Ergab auch die meisten Bildnisse zu der neuen Ausgabedes Vasall, weiche der Abt Johann Borrari 1760.zu Rom besorgte. Das Bildnis des M. A. Bonasroti, welches in weit größerm Format gestochen ist,als die andern, ist ein schönes Blatt. S. AngelusCanipanella. 6a»,.ieK»r.

Capellettr (Felix), Maler zu Verona , lerntebey Santo Prunati. Er malte für die Kirchen St.Anastasia, St. Maria antica. St. Apollonia u.s. f.Dieser Künstler lebce um 1716. /'o.r-Lo iöo.

Capolongo.

* Cape lli (Franz), Maler von Modena , lernte

in der Schule des Anton Allegri, und kam darinso weit, daß er mit Ruhm für öffentliche Gebäudearbeiten konnte. Zwey von seinen Gemälden wurdenwürdig geschätzt, Kaiser Rudolf II. zum Geschenkübcrsandt zu werden, Capelli lebte um i 53 o. undstarb in blühenden Jahren, p. 82.

* — — (Joh. Anton), geb. zu Drescia 1664.lernte bey Pompejus Ghiti, Loren; Pasinelli undJoh. Baptist Gauli, bey welchem er sich in der Ma-lerei) auf frischen Mörtel sehr geschickt machte, undin seinem Vaterland schöne Werke verfertigte.

* — — (Joseph), Maler von Rom , arbei-tete zu Neapel , wo er perspektivische Gemälde fürdie Schaubühnen verfertigte; er ließ sich auch alsIngenieur gebrauchen. — Sein Sohn, perer,malte mit großer Fertigkeit Architekturen und Per-spektive. Die Bilder dieses Künstlers werden von denKunstverständigen wegen der prächtigen Architektursehr bewundert. Erst. 1734. HoEmci III. 565 .

* — — (Pancratius), Kupferstecher. Manhat von ihm eine büßende Maria Magdalena , ver-schiedene Theses u. s. w.

* Capellino (Joh. Dominicus), Maler vonGenua , lernte bey Joh. Baptist Paggi, dem erwegen seines schönen Angesichts und goldgelben Haa-ren öfterä in Vorstellung der Engel zum Modelle die-nen mußte. Er übertraf alle seine M'tschüler in derZusammensetzung , in seltsamen Erfindungen in derPer'pectiv und dem Colorit. Seine Werke sind vol-ler Ausdrücke, und scheinen zuweilen seinen Lehr-meister selbst zu übertreffe». Er st. i 65 i. 71. I. alt.Ko/n'am p. i 85 .

Capello (Felix). S. Castello.

— — S. Capella und Capelli.

* Eapirarir (Remigius), französischer Kup-ferstecher , gab i6si die Bildnisse der Königinnenund Dauphins von Frankreich .

Capitani (Hieronymus und Julius'', Malervon Lodi, lernten bey Bernhardin Campi, wurdenin ihrer Kunst sehr geschickt, und blühcten um 1280.DomaLLo p. III.

* Capirelli (Bernhardin ), Maler und Kup-feretzer von Siena , lernte bey Alexander Casvlano,und nach dessen Tode bey Rulilius Manerti. Er ar-beitete viel nach den Werken seiner Lehrmeister undandern Künstlern seines Vaterlandes. Der Abt vonMarolles besaß 112. Blätter von seiner und seinerKopisten Arbeit. Er lebte um 1626. Bettci-e nr är/Ä tru a I. i j g.

*CapIunghe( ), Bildhauer, arbeiteteinkönigl Diensten zu Potsdam , und starb dort 1772.

Capo; Beyname von Dominicus di PierreCafaggi.

Capocaccia (Marius) von Ancona verfer-tigte sehr feine Bildnisse in gefärbtem Gyps, welchesehr gelobt wurden, III. 8g2.

Capo di Bue (Joh. Baptist) von Modena ,vereinigte mit einer edeln Geburt die Maler- Bild-hauer- und Baukunst, welche ihn zu Parma undin seinem Vaterland«: beliebt machten. Man siehtvonihm ein Gemäld in dem Chor der Carmclirerkirche zuModena , welches die Verkündigung vorstellt, undi 5 gg. dahin gebracht wurde. Er verfertigte auchwohlgebildete Stacüen kür verschiedene Kirchen sei-nes Vaterlandes, p 107.

Capolongo (Anton), Maler zu Neapel , lerntebey I. Bernhard Lama. Er malte mit dessen Dcyshilf die Empfängniß Maria für einen Altar der Kir-che St. Diego /genannt Olpedalettv. Capolongomalre aus eigener Erfindung für die Kirche St. Ca-tharina alle Cinne den Heiland am Kreuz, aus