Faringto n.
der 5 noo. Menschen in der Kirche St. Georgius zuVerona , wird sehr hochgeschätzt; in der That einsehr schönes Bild, obgleich sein Colorit etwas schwerund schwärzlicht ist. Sonst fand man seine Zeich-nung mehrentheils unrichtig. Dann hat er aucheinige schöne Blatter, wie; B- den Durchgang imrothen Meer, und die Krenzerfindnng, nach seinerErfindung geetzt. Villamena, I. Valegio, Ph.Thomaffin u a. haben »ach ihm gearbeitet, und seinWerk wird auf 71. Blatter geschätzt. Christ führtS. 335 . sein Zeichen an. — Llära und Horaz ,seine Kinder, üblen gleiche Kunst. l^. ög.
und 60.
* Fari'ngton (Joseph), ein guter englischerLandschaftsmaler, war 177». Mitglied der königl.Academie zn London . sJ Biblioch. schön. Wissen-schaften XIV. 6i.
Farrajuolo. S. Ferasuolo.
Fasans (Thomas), Maler zu Neapel , lerntebey Lucas Giordano . Er arbeitete viel in Wasser-farben , und gewöhnte sich so stark an diese Manier,daß auch seine Gemälde in Ocl von erstgenannterArbeit zu seyn scheinen. Man sieht sein Meister-stück in der Kirche St. Maria delle Grazie . Ertrat in den geistlichen Stand, erlangte eine Abtey,und st. 1726. /)vM»cr III. ^-j6.
Fasolaro (Augustin), Bildhauer zu Padua ,blühete um 175« Er verfertigte die Basreliefs indem Ehore der dastgen Kirche St. Antomus, nachZeichnungen von Johann Gloria. In dem edelnHause Treust zeigt man von ihm eine Pyramide voncarrarischem Marmor, woran der Sturz Lucifers inesc». Figuren abgebildet ist. Kokett,'.
* Fasolo (Anton), Maler von Vicenza , ar-
beitete zu Verona . Er ahmte die Manier seines Lehr-meisters I. B. Zelot,', vornehmlich aber den PaulCaliari nach; man sieht auch wirklich die von ihmin der Kirche St. Rocco gemalte Geschichte des Kran-ken zu Bethesda für Deronese's Arbeit an. Fasolomalte auch zuweilen allerhand allegorische und hierorglyphische Stücke aus eigener Erfindung. Da seineArbeit in Kirchen und Pallastcn eisrig gesucht wurde,richteten ihm, wie man vermuthet, neidische Künst-ler ein Unglück zu: Denn als er in dem Verhvrsaaledes Podesta zu Verona arbeitete, siel das Gerüst un-ter ihm ein, und an diesem Falle starb er ^ I. altgegen das Ende des XVI. Jahrh. II. 2Z4-
Fassiira (Don Jgnatius), Priester des Ora-torii St. Philippi Neri, malte Allarblätter für dieKirchen seinesOrdens zu Carmagnola und Mondoviin Piemont, und starb um 1767. Kar-to/,' 1 l.
Fati'gar, (Andreas), Maler von Chiari, inder Herrschaft Drescia, verfertigte das große Altar-blatt der Nonneukirche St. Hieronymus zu Breöcia.
^vero/äo 9. 266.
Faror (Wilhelm), berühmter Geschichtsmalerund lateinischer Dichter von Valenzia, trat in denOrden St. Maria de Jesu. Er malte an die Mauerseines Klosters den Erzengel Michael Man siehtauch von ihm eine Geißelung Christi in dem KlosterChelva des Königreichs Valenzia. Faror st. , 585 .b,. I. alt. /"V/a§cc> X". 20.
* Faroure (P.), französischer Kupferstecher,arbeitete nach Toutsaint du Breuil , M. A. Merigiu. s. f. mit Gabriel le Jeunc unter der RegierungHeinrich IV. 6 amchllr'm'.
Farrore; Beyname von I. Franz pennt.
Faktor, (Liborius ). S. den Act. I. B- Brughi.
Farroruso (Joseph). S- Favoruso.
* Fava (Peter Herkules Graf von), geb zuBologna 1669. Da dieses Herrn Pallast mit zier-lichen Frescogemäldenausgeziert war, und er lieben-dem eine mir Malcrcyen und Zeichnungen wohl ver-sehene Galerie besaß, >0 ist sich nicht zu verwundern,daß er dem Genie seiner Voreltern folgte, welchejederzeit dieser Künste Gönner waren. Er besuchtedie Schule des Loren; Pasinelii, ahmte die Manier
Fayen. 229
des Paul Caliari nach, und brachte solche in großenTafeln, die er zu seiner Ergötzung malte, glücklichin Uebung. Er war ein Mitglied der Academia Cle-menkiua, und st. 17,ss L 7 e»,. II. 192.
Favanne oder Favennes (Heinrich de),von französischen Eltern zu London geb. ,668 kamfrühzeitig in seine Vaterstadt Paris zurück, und lerntebey Nenard Houasse. Er arbeitete in England undin Spanien ; in diesem letzter» Königreiche hielt ersich zehn Jahre auf, und hatte da Gelegenheit, diebesten Gemälde des königl. Klosters EScurial zucoplren, und dadurch sein Colorit zu verbessern.Seine vornehmste und größte Arbeit findet man indem Schlosse Chankeloup, unweit Ambosse. Ermalte daselbst an der Decke des großen Saals die Ge-schichte Phaetons; in der Galerie die GeschichtePhilipp V. Königs in Spanien , und in der Kapellediejenige der H. Maria. Er ward Rector der königl.Academie zu Paris , und starb daselbst ,7^2. — SeinSohn * Jacob lernte das Kupferstechen bey H. S.Thomaffin, und arbeitete nach A. Wateau rc. Erverließ aber diese Kunst, und begab sich auf das Ma-len von Seestücken, weswegen er sich zu Rochefortniederließ. sse KH.
* Faucc, (Carl), florcntinischer Kupferstecher,lernte bey Carl Gregori. Er blühete um 17H0 undarbeitete zu London nach G. Reni, C. Maratti, P.Beretino, C- Dolce, Rubens u. s w. Auch vorherhatte er einen Theil von den Gemälden der GalerieGerini zu Florenz in Kupfer gebracht. — *RemondFaucci, sein Neffe und Schüler, unternahm um1770. die berühmten Gemälde derDiblioth.k bey derCathedralkirche zu Siena , die V. Pinturichio nachRaphaels Cartons gemalt hatte, in Kupfer zu brin-gen. 6ansse//,'irr.
* Fauchier (Loren;), Maler von Aix in Pro-vence , lernte bey Peter Mignard. Er ward in Bild-nissen sehr berühmt, arbeitete in seiner Geburtsftadt,und starb daselbst 1672. Monm'L x. 6i.
Faucus. S. Focus.
Favenrinus; Deyname von M<rrc Mär-chen,.
Favoru so (Joseph), Maler zu Neapel , lerntebey Andreas Vaccaro und Joh. Baptist Bcinaschi.Er setzte aus dieser beyden eine eigene Manier zusam-men, und verfertigte viele Gemälde in Oel, vor-nehmlich aber in Fresco, welche man in verschiede-nen Kirchen zu Neapel findet. Dieser Künstler lebteuln ,700. /)o»Eicr III. , 56 . u. 28a.
Favray ( ),fran;ösifcherMaler, lernte beyI. Franz de Troy. Er gieng als königl. Pensionairnach Rom, ward in de» Malteser-Ritterorden auf-genommen , und hielt sich auch einige Zeit zu Con-stantinopel auf. In des Grafen von Caylus Ke-rne,'/ ck^ntt'am'te'L VI. ,59. wird erFaurer genannt.ch^r§e» 5 v,'/,e.
* Favre ( ), erster Baumeister der chur -
brandcnburgischen Lande, baute um 1737. die H.Dreyfaltigkeitskirche zu Berlin . Dann auch einigePrivathäuser in der Friedrichsstadt. Beschreibungvon Berlin u. s. f. S. 6u6.
* Faxe (Niclaus de la), guter Zeichner undvortreflicher Sticker, von Arles in der Provence ge-bürtig , arbeitete zu Rom , und etzte sechs Blätternach seiner eigenen Zeichnung. Er nennt sich aufdem Titelblatt der Vermählungs-Feycrlichkeiten derPrinzessin Louise Marie von Gonzaga: XicolausI'a^ius sou PIctor ro^l«. Johann l'Enfant, Hie-ronymus David u. a. haben auch nach ihm in Kupfergestochen. Man zeigt in dem Schatze der Karkheu-serkirche zu Neapel eine Altar-bekleidung von seinerArbeit, worin mehr als hundert Figuren zu sehensind, von welchen jede mit hundert Thalern bezahltworden, /e Oo»rte III. ö«,8.
Fayen ( ), Baumeister von Lüttich , setzte
,762 den Bau des Klosters Orval, welchen Wezangefangen hatte, fort, änderte aber den allzu ängst-lich nach dem antiken Geschmacke eingerichteten Plan.A. ^»tossre.