2zo Fayt.
Faßt (Johann). S. Fpt.
Fayrhorne. S. Faichorne.
Febre oder Febure. S. Feure.
Febure oder !e Feure (D. le), Maler zuParis/ lernte bey Joseph Maria Vien . Er zeichneteeinige Blätter zu des I. I. Rousseau neuer Heloise /die von säubert gestochen sind. Dieser Künstler starbsehr jung 1769.
— — (Franz le), Goldschmied zu Paris ,etzte i 635 . einige Blatter mit Blumen. zJ. Bidl.schön, w-ssensch. XVIll. 3/, 5 .
— (Philipp le), französischer Büdniß-maler und Kupferetzer, lebte um 1660. Er arbei-tete nach eigenen Gemälden, dann nach Ph. deChampagne u. s. w- I- Boulanger u a. haben nachihm gestochen. — Ein anderer Philipp le Febure,Kupferstecher von Abbeville , lernte bey I. Philipple Bas, und arbeitete um 1770. zu Paris .
* Fechelin (Carl Friedrich), geb. zu Dresden 1725. lernte bey A F. Oeser, Müllern von Prag und Joseph Galli-Bibiena , unter welchem er langeZeit arbeitete. Um 1766. änderte er seine Maniergänzlich, studirte lediglich nach Bellavita die Per-spectiv und legte sich aufs Frescomalcn, worin erVieles in Berlin und in Rheinsberg arbeitete. SeineVerzierungen für die Schaubühne übertreffen Alleswas man in dieser Art sehen kann, und schien er zudergleichen Arbeit geboren zu seyn. Er etzte aucheinige Aussichten von Berlin . Nachrichten vonLunftlern 1 . 119 n. II. 8/,.
Feddes (Peter), Maler von Haerlingen, vonwelchem man nicht weiß, ob er in Oel oder aufGlas gemalt habe. Er blühete um 1620. und etzteeinige Blätter, auf welchen er sich p. Harlingensisnannte. I. 3 /Z.
Fede (Fabritiu's Santa), Maler zu Neapel ,lernte bey seinem Vater Franz, und bey Franz Cu-ria. Er zeigte viele Proben seiner Geschickiichkeit inverschiedenen Kirchen zu Neapel , und st 16ZP70. 1 . alt. — Sein Vater lernte bey Andreas da Sa-lerno. Er malte zwey Stücke au der Decke derKirche St. Maria Nunziata, und in der Kapelleder Fürsten von Somma die Abnehinmig Christi von.Kreuze. OoEnwi II.-1^7. u. 22s.
Fedele (Thomas), genannt del porsido,Bildhauer zu Rom , verfertigte nach einem Modelledes Franz Quesnoy mit einer zarten und wohlaus-gcarbeiteten Manier ein Basrelief von Porphyr, wel-ches ein Kinderspiel vorstellt. Dieses vortreflicheStück schenkte der Cardinal Franz Barbcrini anKönig Philipp IV. in Spanien . Lel/orr p. 161.
Fedeli (Franz de Christoph), Baumeister vonComo , zeichnete und legte die Fundamente der Kir-che Madonna de Fontegiusia zu Siena , die 1482.vollendet wurde. /Herr.
* Federigbi (Anton) um is8i. Dcrhardindi pierro GaUo um i) 3 o. Joh. Ant. Marinellium i) 3 n. Johann di M Srefano um 1.^82. Ju-lian di Biagio um i/z82. Vitus di Marco um ist82.Neroccio di Barrolo di Benederro um Ca-spar d'Agostino um i/, 5 o. Corfo diM- Sebastia-ns, Maler von Florenz um i/f 5 o, Bernhardin diJacomo um i 5 ch. Pellegrin und Urban di Pierre,um rbgO. Alles Bild- und Steinhauer zu Siena ,verfertigten von 1I72. bis 1)46, Umrisse undScbrassirungen der historischen Figuren, welche denberühmten marmorne» Fußboden der Domkirche zie-ren , nach den Cartons von Urban de Cortona, Mat-thäus und Benvenuto di Giovanni , Guidoccio diM. Giovanni Cozzarelli, Sebastian di Francesco,und vornehmlich des Dominicus Beccafumi . DieCartons dieses letzter» werden noch heut zu Tagebey einem Kunstliebhaber dieser Stadt sorgfältig auf-bewahrt. /ä'vtt.
Fedini (Johann), Maler, arbeitete um 1 56 ).in dem herzogl. Pallaste zu Florenz , /.eitere rn
1. i,H.
F e l b e r.
Fedrichetti ( ), Maler von Verona , ver-
fertigte um 1720. ein Bild für die Kirche St- Ma-ria de i Servi zu Mailand , welches die Entzückungder H. Juliana vorstellt, /mtrmäa.
Fedro (Maestro), Baumeister von Bergamo ,verfertigte die Zeichnung zu der dasigcn prächtigenKirche St. Maria maggiore , die 1 i 3 F erbaut wurde.Kerie V. 171.
Fegarelli (Joseph Maria), Maler von Bo-logna , lernte bey Cesar Gennari, verfertigte vieleGemälde für die Kirchen zu Bologna , zu Cento undin den dasigen Gegenden. Er wußte die mit derFeder gezeichneten und getuschtenHandrissc desGuer-cino so richtig nachzuahmen, daß es ein sehr schar-fes Aug erfordert, die Copien vor den Originalenzu unterscheiden. /e.Äna züttrice III. 177.
* FehI, ng (Heinrich Christoph), geb. zu San-
gcrshausen in Thüringen E 3 . oder i 65 j. lerntebey seinem Vetter Samuel Bottschild, mit welchemer eine Reise in Italien that, und sich einige Jahrezu Rom aufhielt. Nach seiirer Zurücklauft ward erHofmaler bey Churfürst Joh . Georg I V. nnd Direc-ivr der Academie zu Dresden . Nach dem Absterbenseines Lehrmeisters erhielt er die Stelle eines erstenHofmalers und Oberanfsehers derKunstgalerie. Ermalte einige Plafonds in dem Pallaste des großenGartens, im Zwinger und im Pallaste des Fürsten Lubomirsky. Fehling st. 172). Ill.Zri^
F eh r e. S- den Art. Blengei.
* Fei (Alexander), genannt de! Barbiere,geb. zu Florenz i) 38 . lernte bey Rudolph Gbirlan-bajo, Peter Francia und Thomas da St. Friano.Er war ein geschickter Maler im Großen und Kleinen,in Oel und Fresco, auch Grau in Grau, in Figu-ren und Perspectivcn. Fei arbeitete in den StadienFlorenz, Pistoja, Messina und in Frankreich , undmalte mit einem sehr guten Colorit, Erfahrenheitund reicher Erfindung, in öffentlichen Gebäuden.Dieser Künstler gieng g6. I. alt in Deutschland .LorZsrüu p. 6Z2.
* F e ich r in eir (Michel) und seine zwey Söhnewaren geschickte S tuccoarbeiter von Augspurg. Manfindet in ihren Werken, womit Kirchen und Privat-hauser geziert sind, eine gute Zeichnung und einenfeinen Geschmack in Blumen, Laubwerk, Verzierun-gen u. s. f. Der jüngere Sohn, Franz Lavier,arbeitete um 1760. in Diensten des Churfürsten vonBayern , von Sterren Br. X.
Feistenberger (Andreas), geschickter Bild-hauer, von Küzbuhel in Tyrol gebürtig, arbeiteteum 1700. an dem churfürstl. Hofe zu München .
* — — (Anton), Maler von Jnspruck, lerntebey Bonritfch. Derselbe studirte nach den Land-schaften von Caspar Dughet und Johann Glauber .Seine Bilder sind mit den schönsten Gebäuden nachrömischem Geschmacke, zuweilen auch mit Wasser-fallen und Wildnissen geziert. Hans Graf undAlexander van Bredael haben sie gewöhnlich mitFiguren staffirt. Er st. 1722. zu Wien I- alt.
/Imti p. 97. - - Joseph Feistenberger,sein Bruder und Schüler, malte 1708. eine großeLandschaft für die herzogl. Galerie zu Weimar , wel-che F. W. Lamm mit Thieren staffirte. //«Feäor-rp. igb.
Felarr (Theodor Jacobs;). S. den Art. Ar-nold Horr.
Felder (Joh.). S. den Art. David Heschler.
* — — (Joh. Carl), Maler von Berlin , wareiner der beßten Schüler von Niclaus Blasius leSueur. Er studirte zu Dresden , wo er nicht langenach der daselbst erneuerten Maleracademie zum Un-terlehrer ernannt wurde. Felder etzte nach getusch-ten und mit Röthel gezeichneten Handrissen; in die-sen Arten arbeitete er nach Grebber, le Sueur u. s. w.Er st. 1768. 2). I. alt. lJ. Biblisch, schön. Mis-se,lsch. VII. 167.