Band 
Erster Theil.
Seite
258
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2Z8 Freyberger.

*Freyberger (Johann), Maler von Aug-spurg, von dessen Arbeil an dem Darfüßerthurmeund auf dem obern Pfiätz des Rathhauses einige,meistens unkenntliche Ueberreste zu sehen sind. SeinPinsel war ziemlich hart. Er lebte um den Anfangdes XVII. Jahrhunderts, von Sterten Br. VII.

Frezza (Horaz), Maler zu Neapel , lernte beyJoh. Baptist Beinaschi . Er setzte alle seine Mit-schüler durch seine Geschicklichkeit im Zeichnen insroßte Erstaunen. Frezza zeichnete alle Werke desanfranco und Dominichino sehr meisterhaft nach,entwarfauch seine historischen Erfindungen mitgrosrfer Fertigkeit. Seine Gemälde wurden von dengrößien Künstlern bewundert; aber durch das ihmzugelegte Lob ward er so stolz, daß er sich einfallenließ, durch eine ganz neue Manier seinen Gemäldeneine mehr als gewöhnliche Kraft in Schatten undLicht zu geben, mit welcher er aber in eine harteund rohe Manier verfiel, so daß man genöthigtwurde, einige von seinen Werken auszulöschen. Al-lein Frezza vermochte nimmermehr, seine vorigebelobte Manier zu erreichen; daher er in großesElend gerieth, und in solchem sein Leben , nicht über3 ». I. alt, endigte. Er blühete um 1680. Dome-»ici lil. 281.

— (Joh. Hieronymus), von Canemordeunweit Tivoli gebürtig, lernte zu Rom bey Arnoldwan Westerhout. Er war im Kupferstechen mit demGrabstichel und derRadirnaoel sehr geschickt. Frezzagab eine Menge schöner Blätter, in welchen man eineangenehme Manier wahrnimmt. Man zahlt unterseine beßten Werk« die von Franz Albani gemalteGalerie Verospi, die er 1704. nach Peters de PietriZeichnung in 17. Bl. gab. Die beßten sind vor-nehmlich nach N. Berretoni, B. Lamberti, F Tre-visani, C. Maratti, D. Zampieri, D. Muratoriu. s. w. Er lebte noch 1728. — Isidor

Frezza, Kupferstecher, war vermuthlich sein Sohn.S- den Art. Joseph Allosa.

* Friani (Jacob), Frescomaler zu Bologna ,lernte bey Matthäus Borboni. Man findet vonseiner Arbeit in den Kirchen St. Cario und Spiritosanto in seiner Gebnrtsstadk. ^rcoro.

Friario (MasodaSan); Beyname von Tho-nes Mazzoli.

Friarr. S. Freart.

Frias (Anton de). S. F. de Aranda.

" F r i edel (Johann), königl. Baumeister, hatviele Häuser zu Berlin , zum Theil nach seinen eig-nen Zeichnungen erbaut. Er lebte in dieser Stadtum 1768. Beschreibung von Berlin S 383 .

* Friederich (Jacob Andreas) von Nürn-berg, ein Schüler von Christoph Weigel , war einerder sehr guten und fleißigsien Kupferstecher seinerZeit. Besonders hatte derselbe eine große Stärke inder Nadel, eine leichte und geschwinde Manier, undwar dabey ein guter Zeichner. Er verfertigte theilsim Verlage, theils für Buchhändler, eine MengeBlätter, wovon die meisten seiner Kunst Ehre ma-chen. Er st. 1751. 68. I. alt. — Sein Sohn * Ja-cob Andreas arbeitete als Hofkupferstecher zuStuttgart , von Gterren Br. IX. u. X- — EinFrauenzimmer dieses Namens war um 1770. zuDresden im Blumenmalen berühmt. Sie hatte auchzween Brüder, Maler.

Fries. S. den Art. I. H. Tischbein, seinesSchülers.

* Frieß (Joh. Conrad), geschickter Maler inZürch, lernte bey Samuel Hoffmann , den er inBildnissen sehr wohl nachahmte. Er ward in denGroßen und hernach in den Kleinen Rath gezogen,in welchen er verschiedene wichtige Aemter verwal-tete , die ihn an fernerer Uebung seiner Kunst hin-derten. Er st. 1698. 76. I. alt. Füßli IV. 219.

Frießlaender (der edle); Beyname vonN)>'brand van Geest .

* Frig (Ludwig), Formschneider von Zürch inder Schweiz . Man hat von ihm den Plan dieser

Fritsch.

Stadt, nud eine Landkarte von derselben Gebiete;beyde sind nach C. Maurers Zeichnung in Holz ge-schnitten ; jede dieser Arbeiten besteht aus 6. Stä-ken in Folio. Man findet auch einen Plan von dermeldter Stadt, welchen Frug für S- MunstersErdbeschreibung verfertigt. Er lebte um 1570.Ebrist führt sein Monogramm S. 286. an. Ka-xi/lo» I. 258 .

Frigimelica (Hieronymus Graf), ein Pa-duaner und berühmter Bauverständiger, gab 1718.das Modest zu der dasigen Kirche Torresino, diegänzlich in Palladio's Geschmacke erbaut ist. Kor-retti.

Frigiotki (Philipp), Maler zu Rom um 1700.von welchem man in den Kirchen St- Joscphus undSt. Sebastian historische Bilder sehen kann. 7 )ti.

Friminer. S. Frömmer.

* Friquer de vauroze ( ),Geschichts-maier zu Paris, lernte bei) Sebastian Bourdon ,dem er nebst andern seiner Mitschüler in dem Hotelde Bretonvilliers einige Arbeit verfertigen half, wel-che Friquer nachher auf r-j. Blätter nebst einigenLandschaften nach gleichem Meister in Kupfer etzte.Er kam in die königl. Academie 167«. und ward2702. Professor-Adjunctus. 6»err» p. 179.

Frisch (C. F>), radirte und illuminirte eineSammlung von deutschen und einigen fremden Vö-geln, wozu sein Vater I.Leonhard Frisch, Rcc-tor des deutschen Collegiums zu Berlin denTextver-fertigte. Dieses Werk erschien in zween Theilen inFolio mit 241. Kupfertafeln. E. F. etzte auch vieleBlätter zu A. Halters Lnumerstlo Htirpium blel-veticsrum, zu Göttingen 1742. gedruckt 6 a»-M/i»/.

* — (Ferdinand Helfreich), deutscherMa-ler, lernte bey G. R. Donner. Er arbeitete umi7bc>. zu Berlin und wurde für einen guten Künstlergehalten Der Marguis d'Argens ließ ihn zweyBilder von Corregio copiren, die ehemals in derGalerie des Palais Royal in Paris zu sehen waren,nun aber dem König in Preußen zugehören. Frischstarb UM 1760. ci' e »r L-rame« rriti^ne p. 27.

* — — (Joh. Christoph), geb. zu Berlin 1789.lernte bey Bernhard Rode . Er vervollkommneteseine Kunst auf den Reisen, die er in Italien undFrankreich machte. Frisch malte 1768. drey Deckenund einige andere Bilder für das neue Schloß zuPotsdam . Beschreib, von Potsdam S. 383 .

Frisia da Gramingie (Johann di), einName, den Lomazzo dem I. Schwarz von Groe-ningen giebt.

Frisio (Adrian). S. vries.

* Frisius (Simon), holländischer Kupferste-cher, blühete um den Anfang des XVII. Jahrhun-derts. Er ist einer von den Künstlern, deren Rasdirnadel der Reinlichkeit und Schärfe des Grab-stichels beynahe gleichkömmt. Sein Werk bestehtin Bildnissen nach H. Hondius u. s. f. und in histo-rischen Blättern nach A. Bloemaert, Elzheimer,A. Tempesta, M. Gerard u. s. f. Sara».

Friso (Alvise dal); Beyname von LudwigBeufarro.

* Frisoni ( ), italienischer Baumeister in

Diensten der Herzoge von Würtemberg, ließ um1780. die fürstl. Residenz Ludwigsburg nach seinerZeichnung in 26. Platten durch I. A. Corviuns ste-chen. Reyßler.

Frirs (Peter), genannt welgemoer, Malervon Delft . Er zeigte in der Zusammensetzung seinerhistorischen Bilder gewöhnlich etwas Ausschweifen-des, und stellte vielmal in denselben seltsame Dingevor, welche aber nicht gefällig waren; daher er dieMaierey aufgab und einen Kunsthandel mit Gemäl-den und Kupferstichen trieb. Er lebte um 1670-De-ca-«j 05 III. 28.

* Fritsch (Christian) , Kupferstecher zu Ham-burg um »780. verfertigte einige Bildnisse nach Den-