Band 
Erster Theil.
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264
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264 Galbuti.

nedictiner-Nonnenkloster Lantafio zu Mailand , insieben Abtheilungen, die Bildnisse Kaiser Carl V.und sechs seiner vornehmsten Generalen, in mehrals lebensgroßen Figuren gemalt. T'o»-»'« p. 5 g.

Galburi od. Gabuzzi (korenz), Kupfer-stecher, von welchem man die Predigt Pauli aufdem Arevpago zu Athen , nach einer Zeichnung vonI. B. Lenardi findet.

Galcio (Silvius). S. veUerrano.

^ Gake (Andreas), Formschneider, dessen Werketu Rom bey Stephanonius gedruckt sind. Er ar-beitete nach den Zeichnungen des Ludwig Carrache./Ä/Mmr I. 226.

Gaieas (Peter Franz), Maler von Sevilla ,lernte bey Ludwig Vargas. Er begab sich in denKarthäuserorden, und arbeitete für niemand als fürseine Freunde. Galeas st. 1614. 5 s. I. alt. FranzPacheco rühmt ihn ungemein in seiner Malcrge-schichte S. 116. 53 .

Galeazzi od. Galiazzi(Augustin),maltein dem Kloster St. Petrus Olivetus zu Brescia mitHüter Zeichnung, auch einem zarten und wohlausrgearbeiteten Colorit. — Von seinem Sohne, Joh.Baptist, zeigt man in der Augustiner -NonnenkircheSt. Paulus ein.Gemald, welches den gekreuzigtenHeiland mit der H. Maria und St. Augustinus ab-bildet.

Galeazzi (Dominicus), Maler zu Bologna ,lernte bey Carl Cignani. Er verfertigte eine Altar-tafel mit vielen Figuren für die Kirche St. Omobono und einen betenden St. Franciscus. Dieser Malerst. 1721. 8s. I. alt l^/xma III. 19Z. —

Ein Galeazzi, Maler zu Rom , arbeitete in derKirche St. Martine de Monti 7 »ti.

Galeazzo (Hieronymus ), baute den Haupt-altar der Benedictincr-Nonnenkirche St. BenedettoVecchio zu Padua . Koxxetti.

Galeorri (Peter Paul), Goldschmied undMedailleur von Rom, arbeitete um i 55 o. zu Florenz ,wo er unter andern zwölf Schaumünzen mit ihrenReversen und den Bildnissen des Großherzog Cos-inus I. in Stahl schnitt, welche vasari IN. 842.umständlich beschreibt. Er war auch in eingelegterHolzarbeit berühmt; in dieser ahmte er den M. Sal-vestro, einen vortrcflichen Künstler zu Rom , nach./vrxm'i III. 292.

" — — (Sebastian), geb. zu Florenz 1676.lernte bey Alexander Gherardini und zu Bologna beyI Joseph dal Sole. Er malte mit einer fertigen,leichten und geistreichen Manier, und guter Anle-gung der Farben , sowohl in Fresco als in Oel , wiemau solches in verschiedenen Kirchen zu Parma undanderswo sehen kann. Galeorri hielt sich lange Zeitin der Lombardie auf. Er starb in dem genuesischenGebiete in einem Alter von mehr als 70. Jahren/Ä-Lrst II. l?. I. p. 3 . — Sein Sohn, * JosephGaleorri, malte das Deckenstück alle Scuole piezu Genua . Man sieht auch von ihm ein Gemald inder Kirche St. Dominicus zu Turin .

Galefini (Franz). S. den Art. A. Alignini.

* Galiani (Berardo), neapolitanischer Mar-chese und vorkreflicher Bauverständiger, gab 1758.eine italienische Uebersetzung von des VirruviusBaukunst mit sehr schätzbaren Anmerkungen in einemgroßen Foliobaade. F. la Marra hat nach seinerZeichnung ein schönes Titelkupfer dazu geetzt. /^>-r/aFe Bancorx e» /ta/r'e VI. 370.

Ealiari, Gebrüder, lebten um 1763. zu Mai-land . Sie malten daselbst artige Verzierungen fürdie Schaubühne. Von ihnen findet man in der VillaArconati Deckenstücke von einer lebhaften und viel-leicht gar ausschweifenden Erfindung, indem die andem Gewölk angebrachten Säulen so weil hcrunter-reichen, daß, wenn sie sich in der That hier befän-de» , sie zu nichts dienen würden. 4 /xc.

Galieno; Beyname, den Vasari , in der Le-bensbeschreibung von Raphael del Garbo, demPaul da Verona giebt.

Gallegos.

* Galilei (Alexander), Baumeister von Flo-renz, arbeitete zu Rom , wo er auf pabstl. Befehldie prächtige Vorderseite der Kirche St. Johann vonLateran aufführte, wozu 1733 der Grundstein gelegtwurde. Die schöne Kapelle Corstni in eben dieserKirche, und die Vorderseite der Kirche St. Gio-vanni deFiorentini sind auch von des Galilei Erfin«düng. Er führte den Titel als Baumeister des Groß-herzogs von Toscana, und starb zu Rom ^727./,6. I. alt. Jos Vasi hat nach seinen Zeichnungengestochen. S. den Art. Caspar Vanvirelli. Mo-«a/cimi p. 41 3 .

* Galimard (Claudius), französischer Ku-pferstecher, arbeitete um 1750. zu Rom nach I. F.deTroy, Subleyras , M. A-Slodtz, C.N.Cochinu. s. f. Er war Mitglied der Academie der arka-dischen Schäfer. Nach seiner Zurückkunft nachParis ward er Zeichenmeister der königlich-militäri-schen Schule. Laxam.

* Galtst (I.), Bildnißmaler von Perrone,ahmte seinen Lehrmeister Frere Luc Recollet nach.Er arbeitete um 1700. zu Paris . Picart, Edelink,Trouvain u.s.f. haben nach ihm gestochen. ie LoMteIII. 167.

Galizzi. S. Gallizzi.

Gallanr ( ), königl. Baumeister, war um

1760. Aufseher des Schlosses zu Versailles . L«vi-» o,rx rie /Ä-ix.

Galle (Ambrosius) und Wilhelm Sclavon,Bildhauer zu Antwerpen um 1750. Sie verfertigteneinige Zierathen in der Kapelle des H. Sacramentsder Kirche U. L. F Drxcrhot/o» ciex /^ürt«r ex etc.kie ci^«ve>'x.

— — (Hieronymus ). S. Ampringec.

— (Philipp), berühmter Kupferstechervon Harlem, arbeitete zu Antwerpen , wo er einegroße Menge Bildnisse und Geschichten gab, welcheSrveerrius (der nebst andern Gelehrten vielen Um-gang mit ihm hatte) umständlich beschreibt. Phi-lipp st. 1612. 70. I. alt, und ward in der Haupt-kirche zu Antwerpen begraben. — Er hinterließ zweySöhne, * Theodor und Cornelius. Der erste thateine Reise nach Rom , wo er die Bildnisse gelehrterund berühmter Männer, die Fulvius Urfinus gesam-melt hatte, nachzeichnete, und nach seiner Heimkunftin ihr. Kupferstichen 4^. 1698. und nochmals 1606.mit einer Vermehrung von 17. Bildnissen gab. Manhat auch von ihm eine Sammlung von niederlandi-Malerbildnissen. — * Cornelius Galle, der äl-tere, Philipps zweyter Lohn, arbeitete lange Zeitzu Rom , und übertraf alle seine Geschlechtsver-wandten in der Zierlichkeit seines Grabstichels undIn der Richtigkeit seiner Zeichnung. Von ihm kenntman (1623.) das Leichenbegängniß des ErzherzogAlberts nach Jacob Franckarts Zeichnung. Eben sohat er die Bildnisse der Stifter der Mönchsorden,welche in dem Chor der Abteykirche St. Lambertvon Liesse in Hennegau gemalt sind, abgezeichnetund in Kupfer gebracht. Der P. Binet, ein Je-suit, ist der Verfasser dieses Buchs, welches 1634.zu Antwerpen gedruckt worden. Cornelius arbei-tete auch nach Rubens und wird für einen Schülervon P.Soutinann gehalten. — * Sein Sohn, Cor-nelius, der jüngere, suchte den Vater nach Mög-lichkeit nachzuahmen; aber er blieb hinter ihm zu-rücke; gleichwohl hat man von ihm einige Blätter,die ihren Werth haben. Die Arbeit dieser vier Künst-ler wird von dem Abt vonMarolles aufbiß Stückegeschätzt, und in Basans Dictionaire findet man einVerzeichniß ihrer beßten Anbeiten — Marolles ge-denkt auch in seinem Verzeichniß von 1666. S. 64.einer Künstlerin, die er Johanna Galle nennt.

Gallegos (Ferdinand), Maler von Sala-manca, wird für AlbrechtDürers Schüler gehalten.Gewiß ist es, daß er Vieles nach diesem Meistersehr genau copirr hat. In der alten Kirche zu Sa-lamanca siehet man das Bild der tz. Maria mit demChristkindlein und denen H. H. Andreas und Christo-phorus von der Hand dieses Künstlers- Er starb umi5öo. /^e/axco dl°. 8.