Band 
Erster Theil.
Seite
273
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Gentilö.

G e n g a.

» 458 . 7 ,o I. alt erfolgten Tode sehe bedauert. —Don Anton Genga baute nach des HievonymusZeichnungen die Kirche St. Piero in Mondavio vol-lends aus, welche, obwohl sie klein ist, für unge-mein sehen gehalten wird. III. 5o3.

Genga ( ), mittelmäßiger Maler, ist als

des Anton Pellegrini Lehrmeister bekannt

* Gennarr (Benedict), Maler von Bologna ,

lernte bey seinem Vater Hercules und bey I. FranzBarbieri, seinem Oheim Er gelangte durch seineTalente zu einem solchen Ruhm, daß er unter derRegierung Carl II. in England berufen, und vonJacob II. znm ersten Maler ernannt wurde Bene-d-cr verfertigte auch Gemälde für verschiedene ita-lienische Fürsten , die seines Ruhms würdig sind.Er st. t/i 4 . 82. I. alt zu Bologna , und ward inder Kirche St. Nicolo degli Alberti begraben. Dre-vet hat das Bildniß des üerzogs von Berwyk nachihm gestochen. 1. »66.

* — — (Cesar), des obigen Bruder und Mit-schüler, lernte bey seinem Oheim eine so edle undstarke Manier, daß seine Arbeit in Kirchen und Pal«kästen seiner Geburtsstadt für des Guercino angese-hen wird. Er malte auch Landschaften mit einer mei-sterhaften Manier. Cesar starb zu Bologna ,688.jf. I alt Die Leichenrede, die I. Anton Vitto-rio ihm hielt, ist gedruckt und seinem Bruder zuge-eignet. — Sein Sohnssohn * Carl studirte zwardie Rechte, zeigte aber zugleich viele Neigung für dieZeichenkunst, und ropirte viele Gemälde und Zeich-nungen des Guercino , die er eigenthümlich besaß.Auch arbeitete er mit dem Grabstichel. Ma/Eiuli.p. 078.

— — (Hercules^, Maler von bento, lerntebey seinem Vater, Benedicr dem älrern, und bey

I. Franz Barbieri, seinem Schwager, und copirtedes letzter» Werke sehr wohl, malte aber auch auseigner Erfindung. Man sieht von ihm in einer Ka-pelle der Kirche St. Maria dell Apollinare zu Rom eine schöne Altartafel, welche den Apostel Petrusvorstellt, wie er den gedachten St. Apollinaris zumPriester weihet. Er st. , 648 . 6». I. alt.

II. 077.

— — (Joh. BenedictMaler von Rimino,arbeitete zu Eento mit I. Franz Barbieri. Manhalt das Altarblatt der Kapelle Claudia!, in der Kir-che St. Blasius zu Bologna , für seine Arbeit Etwird von Aseoso, wiewohl fälschlich, *Ioh. Bap-tist genannt — SeinSohn *Barcholo>iie Schü-ler des Guercino, verfertigte viele Altarblatter u. a.zu Eento. Diese Maler blüheten um , 65 o. — Mar-chesell, gedenkt eines * Loren? Gennari, dem eraber alle das zuschreibt, was von beyden obigen ge-sagt wird. Man findet sie auch in dem Artikel Be-diel da Limino angeführt. äla/vana II. 56 g.und 477.

Gennaro (Maestro). S. Cola.

— — (Maria Antonl, Stahlschneider zu Nea-pel , verfertigte ,702. einen schönen Medaillon aufdie Anwesenheit König Philipp V. in dieser Haupt-stadt. S. Lochner 1l. 2,7. Man kennt auch vonihm eine zierliche Schaumünze, auf welcher er denFreyherr» Heinrich von Waldstein vorstellt, der demböhmischen Könige Primislaus Ottocar III. feinesg. Söhne, alle geharnischt zu Pferde, zu seinem1244. vorgehabten Kreuzzuge zum Begleit anbietet,b. Lädier V Eben dieser Schriftsteller führtauch Xltl. 281. noch eine andre Schaumüme an, dieGennaro ,720. auf den Grafen Anton Rainbaldvon Collalto verfertigt hakte.

* Gen 0 el (Abraham), genanntArchimedes,Landschaftsmaler von Antwerpen , lernte bey JacobDakereel und bey Fierelans Er gieng nach Paris ,wo er mit Lorcnz Franck und Joh. FranzMile Freund-schaft stiftete, und sich als einen vortreflichen Künst-ler bekannt machte, worauf er durch Vorschub desCarl le Brun i» den Gobelins Arbeit bekam, und, 664 . in die kcnigl. Akademie aufgenommen wurde.Nachher that er eine Reise nach Rom , malte daselbst

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einige Landschaften für Liebhaber, und kehrte sodannnach Frankreich zurück, von wo er endlich ,682. sichin sein Vaterland begab, und dort in hohem Altersiarb. Es Ware genug für den Ruhm dieses Künst-lers, zu melden, daß le Drun und andre berühmteMeister sich seiner Arbeit in ihren Werken bedienthaben. Seine eignen Composilionen zeigen Genie;man gewahrt an dem Wahren seiner Gegenstände,daß er alles nach der Natur malte; nur wußte er inNebendingen seine Gemälde da zu bereichern, woihm etwas an dem Local abgieng. Seine Farbe istnatürlich, kräftig und leicht in der Ausarbeitung.Man sieht an seinen wohlüberlegten Pinselzügen,daß erwehr seinen Talenten als seinen Meistern zudanken habe. In Bildnissen war er weit über dasMittelmäßige, aber noch weit ein besserer Land-schaftsmaler. Er malte meistens große Stücke, wel-che zu Paris vielfältig zu sehen sind. Gcrard Au«dran ließ ihn einige Landschaften von seiner eignenErfindung und nach F. van der Meuten in Kupferetzen. Sie sind mehr wie freye Skizzen als wie aus-geführte Blätter anzusehen, und in dieser Betrach-tung schön zu nenne». Man muß also keine großeWirkung darin suchen; doch sind sie in einer ange-nehmen Manier ausgeführt, und die Zusammen-setzung verdient überhaupt Lob, obwohl sie biswei»weilen zu überladen ist. OercaMM III. 92.

Genoese (Joachim). S. Aparero.

— — (Prete); Beyname von Bernhard»Srrozzi.

* Gen 0 es, n 1 (Dartholome), Maler und Bau-meister zu Mailand , gab, nach Torre's Bericht,den Riß zu der Kirche St. Dito al Pasguirolo, die1621. erbaut wurde. Andere schreiben dieses einemPeter Orobono zu. /.atttasta.

— — (Marc), Maler zu Mailand , lernte beyCann'llus Procaccim. Er arbeitete in Oel und inFresco in den Kirchen Stt Marcus, St. Lazarusund zum H. Grabe. Dieser Künstler blühete um,620. 6«a» renkn

Genone (Joh. Baptist), geb. zu Arcegno kttder Landvogtey Lauis » 656 . Er ward sowohl inder Bildhauerkunst als in der Stuccaturarbeit einvortreflicher Meister, und arbeitete in Gemeinschaftmit I. Baptist Artario, mit dem er den Verdienstund den Ruhm theilte. Er starb mit diesem in an-gehendem männlichem Alter. Mßli IV. 68.

*Gent (Justus und Martin von) waren vonden ersten niederländischen Malern die in Oel arbei-teten. Julius malte für den Herzog von Urbino ne-ben Anderm das H. Abendmal. ^«»«» 111 .857.

— — (Salomon van), zehnter Abt des Klo-sters Notre Dame des Dunes, setzte fünf Jahre langden Bau des Klosters mit vielem Eifer fort, undüberließ darauf seine Stelle dem Niclaus la Belle,der alle seine Vorgänger in der Kenntniß und Lust zuder Baukunst übertraf, indem er während 2». Jah-ren, die er diesem Hause als Abt vorstand, vieleprächtige Gebäude aufführen ließ. Lemeldtes Gotts-hauö hatte auch dieses Besondere, daß es über 400.Jahre lang beständig Baumeister und andere Kunst,ler unter seinen Ordensleuten hatte, weiche die Ge-bäude und derselben Auszierung besorgten.

*Genr«l (Franz), geschickter Bildhauer vonTroye in Champagne, lebte um ,620 Vielleicht istihm eine Medaille auf König Heinrich I V. von ,6ov.zuzuschreiben. Man liest unter seinem Brustbild«die Worte: A Er war einer von den Lehr-meistern des Peter Mignard. p. 4.

-- — Beyname von Ludwig primo.

— — oder Göntlle. S. Fabriano.

Gentile (Anton), genannt da Faenza , vor-treflicher Bildhauer, Gold - und Gilbcrschinied, ar-beitete zu Rom für Päbste und Fürsten , besondersin der St. Peterskirche, wo man Kreuze, Leuchterund andere Kirchenzierathen von ihm siehet, weich«mit wohlgezeichneten Figuren, Larven Fruchtge-häusen , Thieren u. s. f. sehr künstlich mit lebhafte«»M m