Band 
Erster Theil.
Seite
305
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Gutieres.

* Gutieres (Emanuel), spanischer Bild-hauer von Palacios de Benajal, nahebei) Burgos gebürtig, ahmte seinen Zeitgenossen, Peter Alexis^e los Rios, nach. Unter seine beßten Werke wer-den gezahlt: Die Statuen des Propheten Elias undSt. Johann des Täufers, in einer Kapelle der Bar-füßer-Carmeliterkirclie zu Madrid , und in der dasi-qen Noviziatskirche der Jesuiter vier große Engel,die den Hauptaltar zieren. Er starb daselbst 2687.erwas mehr als 5 o. I. alt. ^a§co dl°. 187.

Gurterez de Torrces (Eugenius ), Or-dcnsmann von der Erlösung der Gefangenen, geb.zu Palacios de Benajal um 1620. verfertigte Bildervon Wachs und historische Gemälde von kleinen Fi-guren mit ungemeiner Kunst, die deswegen auch vonhssierelll und Eolonna, welche damals in Spanien arbeiteten, sehr gelobt wurden. Das Gemäld des

H. Hieronymus in dem Kloster Escurial verdient

mit den Werken der größten Meister, die daselbstgearbeitet haben, in gleichen Rang gesetzt zu wer-den. Er st. 1700. XI 207.

— — (Januarius ), Kupferstecher, arbeiteteum 1760. an den Platten des Museo Fiorentino.Dann nach A. Masucci, C. Maratti, C. Ferri u. s. w.6a,r-ieÄ«r.

* — — (Niclaus), Kupferstecher, arbeitetezu Rom um i7fo7nach Rusconi, I. Botani u. s.f.6auch//ürr.

* Gurrenberg (Carl), deutscher Kupfer-stecher, lernte zu Paris bey I. Georg Wille . Erarbeitete nach I. L. Aberli, F- E- Weirotter, I.F. Meyer, I. B. Grenze, Rotari u. s. w.

Gurre nberger (Georg), geschickter Glas-maler zu Nürnberg , war daselbst in gutem Ansetzn,und brachte diese Kunst mit gutem Erfolg auch an-dern bey, unter welchen I. Ludwig Faber einer derberühmtesten wurde. Gurrenberger starb nach1670. Doppelmayr S. 233 .

— — (Johann), einer der ersten deutschenBuchdrucker, weichem man die Erfindung des Form-schneidens zuschreibt. Einige Schriftsteller behaup-ten hingegen, daß die Kunst in Holz zuschneiden vonweil älterm Dato als die Buchdruckcrknnst sey Gur-renberger blühetc um die Mitte des XV. Jahrh./ÄjMo» I. 82. u. s f.

* Guervein (Joh. Baptist), Kupferstecherzu Wnrzburg um 1760. arbeitete nach P. Longhi,

I. Zick u. s. w. üamiellrur.

Guy 0 r ( ), Maler zu Paris um 160c,. ar-

beitete meist an Patronen für die Tapetenmanwfactur aux Gobelins. Unter diesen sind die Geschichtevon Constantin dem Großen, und einige Stücke ausdem Roman Astrea genannt, bekannt, /e 6'omtslll. 17.

* Ervpn (Johann). S- den Art. EduardLurch.

Gyges , ein Lydicr, wird für den Erfinder derMalercy gehalten. b,. VII. C. 56 .

Gxles (Heinrich), englischer Glasmaler, vonwelchem man im Collegium der hohen Schule zu Ox-ford ein Fenster siehet, welches 1687. datirt ist. Ermalte Geschichte und Landschaften. F. Plate hatsein Bildniß in Schwarzkunst gearbeitet. ALsramFer.

Gpsaert (T.G.), Franciscaner-Ordensbru-der, von welchem man in der Kirche seines Ordenszu Mecheln ein großes Gemald mit Blumen vonaller Art siehet. Es ist beynahe in Daniel SegersManier, aber leichter und etwas grauer gemalt.

* Gysbrechrs (C. N.), Maler, von wel-chem in der Kunstgalerie Schleisheim N°. 538 . eineTafel, die Vergänglichkeit mit ihren Eigenschaften,nebst des Künstlers Bildniß vorstellt. Ein gleichesGemäld findet man in eben der Galerie N°. 53 g. be-schrieben. S. den Art. w- M- Hogervald.

* Gy;en (Peter), Maler von Antwerpen ;lernte bey Johann Brcughel. Er malte Landschaf-

Habermann. Zc>§

ten nach der Manier seines Lehrmeisters, dem etwürde gleich gekommen seyn, wenn er seine Farben,welche viel zu rohe sind, besser gemischt hatte. Dasschöne Grün, das schöne Roch, das schöne Gelbregieren überall in seinenBildern und benehmen ihnendie nöthige Harmonie; die kleinen Landschaften sindwie des Breughels ausgearbeitet. Die Figuren sindgeistreich und ohne Trockenheit gemalt. Man hateinige Gemälde von ihm in Zastlevens Geschmacke,welche stark gesucht werden. In vielen Kunstcabi,netten wird seine Arbeit für Breughels angegeben.Er blühe« um 1670. In der Dresdner-Galerie wirder Gysels, und in Wincklers Cabinet Gheyselsgenannt. DezcamM lll. 4r.

H

* Haaken oder Hauken (Alexander), nie-derländischer Schwarzkunststecher, vonwechem mguverschiedene Blätter hat, die er theils in Holland ,theils in England nach Whood, I. Richards»» u. s. f.verfertigte. Er lebte um 1730. Leu««.

Haan (Abraham de). S. Haen.

* — — (David de) von Rotterdam , malteBlumen und Früchte. Er arbeitete lange Zeit zuRom, hernach begab er sich nach Utrecht und starbdaselbst 1674. äe Lr'e p. ,42.

* — — ( . . de), Maler aus dem Haag,

arbeitete in England und malte sehr wohlgleichendeBildnisse mit einer angenehmen Färbung und lieb-lichen Manier. Unter denselben sieht man einige inganzer Statur, wohl gezeichnet, mit zierlichen Han-den und festen Stellungen.. 111 . Z 5 g.

Haansberge (Johann van), Maler vonUtrecht , lernte bey Cornelius van Poelemburg, dener anfangs in seinen Compositionen, Bildern undLandschaften unter allen feinen Schülern am glück-lichsten nachahmte; hernach wählte er das Dildniß-malen und den Kunsthandel. Er st. 1705. 63 . I. alt.Es ist zu bedauern, daß, anfangs der Mangel undnachher der Geiz aus einem guten Maler einen mit-telmäßigen Künstler machten. Seine ersten Werkehatten den Werth von seines Lehrmeisters; dieglcicheFeinheit in dem Colorit und eben so vielen Verstand.Wie dieser, malte er öfters nackte Nymphen undzierte seine Bilder mit angenehmen Landschaften. Ercomponirte Geschichten und Fabeln mit Genie; aberer hinterließ Allzuweniges von seiner beßten Zeit,und Allzuvieles, was ihm sein Glück gemacht hatte.Man findet von ihm vier geistliche Gemälde in derGalerie zu Dresden . 111. 128.

Haase (Jacob van), Maler von Antwerpen ,arbeitete zu Rom , wo er zu Anfang des XVII.Jahrh, blühe«. Er stand daselbst wegen seiner Ta-lente in gutem Ansetzn. Passers S. 3 <io. sagt: Erhabe gewöhnlich Feldschlachten gemalt; aber seineManier sey sehr hart und von einer guten Nachah-mung der Natur ganz entfernt gewesen Man siehtvon ihm einige große Bilder von den Geschichten derH. Jungfrau Maria in der Kirche St- Maria dellaPieta in Eampo santo, wo er auch begraben liegt.Sein Grabmal, welches Franz Quesnoy verfertigte,stellt einen weinenden Genius vor, und ist eines derschönsten modernen Werke; er hält sein Schnupf-tuch und lehnt sich mit der gleichen Hand auf eineausgelöschte Fackel: Der Charakter ist zierlich, undman könnte ihn nicht mit mehrerer Annehmlichkeitweinend vorstellen. Haase blühe« um 1620.

— — (van) , Maler zu Brüssel um 1760.Man sieht von ihm eine Menge historischer Gemäldein den Kirchen seiner Geburtsstadt. Er besaß einezahlreiche Sammlung von Kunstsache».ae

Haber. S. p. O). Deding, seinen Schüler.

* Haber mann (Franz Xaver), geschickterZeichner und Bildhauer, geb. 1721. in der GrafschaftGlatz , setzte sich zu Augspurg Er zeichnete viele Ar-chitektur und Perspektive für die dastgen Kunsthänd-ler, verfertigte Modelle für die Goldschmiede undetz« in Kuvfer. von Srerren Br. X.

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