Band 
Erster Theil.
Seite
306
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zo6 Haberl.

* Hadert (N-), einseht mittelmäßiger fran-zösischer Kupferstecher, arbeitete um 17VV. nach C.le Brun, L. Ferdinand, S. Dequoi u. s. w. meistBildnisse.

Hebron , antiker Maler, ist durch die wohlcharacterisirten Bildnisse der Einigkeit, der Freund-schaft und der Götter bekannt. I.. XXXV.

L. n.

Hachten (David Gerard van), Medailleur,arbeitete zu Hamburg und starb dort 1720.

* Hacke rt (Jacob Philipp), Sohn einesDildnißmalers der 1768. zu Berlin starb. DerSohn ward 17Z7. zu Prentzlau geboren. Er lerntebey N. B. le Eueur und ward ein sehr geschickterLandschafter. In 1756. gieng er nach Stralsund und von da in Schweden ; um 176b. kam er nachParis , wo er mit vielem Ruhm arbeitete. Die-ser Maler atzte auch 11. Blatter, welche Aussich-len vorstellen, die er in Pommern und auf derInsel Rügen gezeichnet hatte; ferner 6 schwedischeProspekte und 6 andere aus der Normandie . Ini?üt>. gieng er mit seinem jünger» Bruder * Job.Gorrlleb nach Italien . Dieser, geb. 17/,4 istein guter Landschaftenmaler, und besitzt ein vor-zügliches Talent in Thieren. Gouaz, Aliamet, leVasseur u. s. w. haben auch nach I. ph. gesto-chen. Beschreibung von Berlin S. b!2.

* — — (Johann), ein Landschaftsmaler vonAmsterdam , dessen meiste Bilder Schneegebirge,Berghölen, bemooste Grotten und mit Felsen an-gefüllte Thaler vorstellen, die er in der Schweiz nach der Natur gezeichnet. Nach seiner Heimkunftunterhielt er gute Freundschaft mit Adrian van derVelde, der seine Landschaften mit Figuren undThieren auszierte. Als Hacke« einst auf denSchweizergebirgen nach der Natur zeichnete, be-merkten ihn einige Arbeiter, die sein Gekritzefür Zauberwerke ansahen und ihn mit harten Dro-hungen zwangen, sich von da wegzugeben. Ersuchte dann einen andern ruhigern Plag zu seinerArbeit, aber auch da ward er von diesen Leutenaufgespürt und überfallen, die ihn gebunden demRichter des nächsten Orts zuführten; dieser, alser seine Papiere durchgesehen hatte, besänftigteden unverständigen Pöbel, und erlaubte dem Künst-ler, seinen Geschäften nach eignem Belieben nach-zugehen. In Zürich , wo er sich um ib 56 . einegeraume Zeit bey einem vornehmen Liebhaber auf-hielt, findet man einige schöne Bilder, und einganzes Buch von seinen vortreflichen Zeichnungen,die er mit der Feder und chinesischer Dinte nachder Natur verfertigt hat. Hacke« hat auch einigeBlätter nach seinen Erfindungen radirt. S. denArt. Theodor Milkens. /ft'rrfrrmMM. II. 07h.

Haddeinan. S. Hanneinann, und denArt. Gisbert Thys, seines Schülers.

* Haeberlin (Leonhard). S. die Art. I.A- Graf und I. LNurrer.

Haebich. S. den Art. David Heschler.

* Haefren (Niclaus van), Maler, Kupfer-ätzer und Schwarzkunstarbciter von Gorkum , lebteum 1690. Zufolge der Unterschrift seines von ihmselbst gemalten und in Schwarzkunst verfertigtenBildnisses, hakte er in Vorstellung von Tabackrau-chern und Betrunkenen keinen Seinesgleichen. SeineBlätter stellen eben dergleichen Gegenstände vor.

Haen (Abraham de), ein Amsterdamer, zeich-nete Architektur und Ansichten »ach der Natur,wie sein Lehrmeister Cornelius Pronk , den er auchhierin übertraf, und seine Zeichnungen bey den Lieb-habern und Kunsthändlern in hohem Preis verkaufte.Diese letztere ließen einige davon in Kupfer stechen.Haen st. -jo. I. alt vor 1750. r-a« 600/ II. 198.

— — (David dc). S. Haan.

Haering (Ludwig), geschickter Maler zu Prag um i 65 c>. starb in der Blüthe seiner Jahre. (Aand-

Hagen.

ra« führt I. Z17. ein komisches Trauerlied, wel-ches auf seinen Tod verfertigt wurde, an.

H «erlern (Peter van), Maler und Vater donVkiclaus Berghem.

Haerlemann (Carl Freyherr von), geb. zuStokholm 1700. war ein tresscher Baumeister,unter dessen Aufsicht und Anordnung das dasigekönigl. Schloß fast zu Ende gebracht wurde. Erwar Ober-Jntendent der königlichen Gebäude, Di-rektor des Rittcrhauses, Ritter des Nordstern - u.Ceremonienmeister aller königl. Orden. Er schriebeinige Bücher, welche besonders in der Agrikulturgroßen Nutzen schaffen. Dieser Herr st. 17Hz DerGraf von Teßin hat ihm eine Leichenrede gehalten.

Haerlin ( ), deutscher Maler, wohnte in

einem Dorfe zwischen Anspach und Coburg . Ermalte meist alte Köpfe.

* Häffner (Anton Maria), eines Deutschen Sohn, geb. zu Bologna 16H4. lernte bey Domini-cus Maria Canmi, mit welchem er, nebst seinemBruder Heinrich Haffner, nach Rom gieng.Nach seiner Zurückkunft studirte er die Architekur.Er kam 1076. nach Genua und in andere Städte,wo er überall Merkmale seiner Geschicklichkeit inhistorischen und Architekturbildern zeigte. Haffnerübte endlich diese letztere Art ganz allein, gab dasGeschichtsmalen auf, und verfertigte sehr viele Ar-beit in den Pallästen und Kirchen zu Genua . Ertrat in de» Orden der P. P. Oratorii, und zierteihre Kirchen mit Gemälden, die wegen der gründ-lichen Wissenschaft in der Perspektiv, auch ihreszarten und starken Colorits wegen, sehr gerühmtwerden. Anron Maria st. 1722. — Sein Bru-der * Heinrich, lernte bey Balthasar Bianchi undI. Jacob Monti. Er erlangte in der Archi-tekturmalerey eine große Erfahrung und arbeitetemit D- M- Tanuri zu Rom in den Pallästen Co-lonna und Altieri, auch in der Kirche S- S- Sixtus und Dominicus in Magnanopoli. Dann fürsich zu Bologna in der prächtigen Bibliothek desKlosters St. Michele del Dosco, und mit M A-Franceschini in der dasigen Kirche Corpus Do-mini. Er st. 1702. 64. I. alt, als Lieutenantvon der Wache des öffentlichen Pallastes, und wardin der Celestiuer-Kirche begraben. Sttaricuti. —Friedrich Haffner, malte einige Frescoarbeit ingedachter Cclestiiicr-Kirche zu Bologna.xrttr/ce III. 172.

— (Melchior), Kupferstecher, verfertigtedas Titelblatt und einige andere Blätter zu: biisto-rir> Noseki, (Augspurg 1(180.^ und Bildnisse derProfessoren dieser Stadt. t?Mräe//mr.

Hagedorn (Christian Ludwig von), General-Direktor der Chursächsischen Akademien der schö-nen Künste und Wissenschaften, ein Kunstliebhaberund Verfasser zweyer sehr schätzbarer Bücher überdie Malerey; ward Direktor der 1764. erneuertenKünstleracademie zu Dresden ernannt. Man hatvon ihm einen Versuch von charakteristischen Kö-pfen und kleinen Landschaften, die er theils auseigner Erfindung, theils nach andern Meistern inKupfer geätzt. Dieser versuch, den Basan zueinem Maler macht, hat hier keiner Auslegungnöthig.

Hagelstein (von); Beyname von JacobErnst Lhomann.

* Hagen (A. van der), Bildnisse-und Seema-ler zu London . I. Faber, Watson u. s. w. habennach ihm gearbeitet.

— -- (Jvh. van), Landschaftsmaler in Haag,bediente sich unter seine» Farben der blauen Alche,welche mit der Zeit verraucht. Seine Arbeit maganfangs lieblich und übereinstimmend gewesen seyn,nun aber sieht sie hart und schwarz aus, daher sieauch wenig geachtet wird. Hingegen werde» seineZeichnungen, die er nach den Gegenden von Cleveund Nimwegcn in Wasserfarben gemalt hatte,wegen ihrer vortreflichen Manier sehr theuer be-