Band 
Erster Theil.
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321
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Hirsch man n.

0 Hirsch mann (Joh. Leonhard), Bildniß?maler von Nürnberg, arbeitete zu London unterGottfried Kneller , dessen Manier er sehr wohl nach,ahmte. Er starb in seinem Vaterlands nach 1720.I. Smith, B- Vogel G. M Preißler, u. s. f.haben nach ihm gestochen. — Sein Sohn * Ioh.Hieronymu«, studirte nach Beinmels und ErmelsLandschaften. Sein Vater nahm ihn 1729. mitsich nach Regeuspurg. wo er zwey Jahre langvornehmlich nach Agricola arbeitete. In 1721. gienger mit dem preußischen Abgesandten, Herrn vonBork, nach Berlin , wo er große und kleine Land,schaften malte» Er lebte noch in dieser Stadt i7<iö.72. 1 . alt»- Beschreibung von Berlin , S. 620^— Von dieser Familie sind auch bekannt * M C.ein Portraitmaler. I I Hayd, C» Weigel u. s. f.haben nach ihm gearbeitet. — * Sigmund, Gab,riel, und * Tvamas; beyde Kupferstecher. Letz,terer arbeitet« zu Nürnberg um 1690.

*Hkrfchvvgel (Veit), ein Nürnberger, hattezu seiner Zeit keinen Seinesgleichen in der Glas,malercy Er st. »522 64. I alt und hinterließzwey Söhne, Veit und Äuguftin, die nebst obi,ger Kunst auch im Kupferstechen und Schmelzma,len sehr geschickt waren. Veit st. i 553 . und Au,gustin um 1ZV0. — Sebald, des jünger» VeitsSohn, üble die GlaSmalerkunst, und starb i 58 g.Doppelmayr.

* Hirth (Michel Conrad), ward an dem churrfürstlich , branbenburgischen Hofe zu Berlin ersterMaler Er lebt« um 177 ». und wird wegen derguten und dauerhaften Färbung seiner Bildnissegerühmt. Jacob von Sandrarr hat nach ihmgestochen. Sandrarr II. 77.

— (Wilhelm Friedrich), eines mittelmas,stgen Malers Sohn von Frankfurt am Mayn,durch einen guten Geschmack im Landschaftmalertum 1760. berühmt. Seine Bilder sind aufs steiftsigste ausgearbeitet, besonders Baume und Rin,den in einer gesperrten und im Hintergründe etwasblau gehaltenen Waldung.

Hieben« oder Hie bin«; Beyttame vonI. S- Bohem.

Hispean; Beynamen von Joseph Ribera.

* Hoadly ( ), eine englische Lady und

Malerin, verfertigte um 1720. das Bildniß ihresGemals, des berühmten Bischofs Burnet, welchesJacob Houbrakcn gestochen hat. Diese Damemalte Noch viele andere Bildnisse, worunter dasvon M. Whiston bewundert wurde. sie D«-»a»ci p. 202. Arm. (H.)

Hoamge, chinesischer Gelehrter, ward vonJesuiter-Mißionarien gegen das Ende der Regie,kung Ludwig XlV. in Frankreich gebracht. Erarbeitete im Formschneiden, und verfertigte fürdie königl. Bibliothek chinesische Buchstaben. Erstarb aber nach einer kurzen Zeit. Aa/Mo» I. Zr 5 .

* H 0 are (Wilhelm), ein Geschlchts, und Bild»nissemaler und Kupferetzer in England. E Fisher,I. Faber, I. M. Ardell, R Houston, «. s w.haben nach ihm gestochen. Er war 1770. Mitgliedder königl. Akademie zu London , zsl. Bibl. schön«Wissenschaft. XIV. 6i.

* Hobbema (M.), treflicher niederländischerLandschaftmaler, lernte bey Jacob Ruyödael. SeineBilder sind von Adrian van der Beide mit Fi,gurrn und Thieren geziert. Die Werke dieses Ma-lers sind sehr selten; man bezahlt sie mit mehr alsioo. Pfund Sterling. Man findet eines derselbenMit; Minäerliout Aobürma i6b) be eichnet. I.Browne, R- Earlom, u. s f« h>aben nach ihm ge,stochen. va» 2oo/ ll. chgv«

* Hoch (Ioh Gustav), Bildnisse - und Land,schaftmaler von Mainz , lernte bey van der Schlich/ten, und lebte um 1740« Er ahmte zuweilen dftManier des Christian Seibold nach.

p. 229.

Hoefler. zrr

*Hschecker( ), deutscher LanbschaftS,Maler, dessen Werke in den Cabinctten der Liebhg,der aufhehalken werden.

Hochenrvald( Wolfgäng Michael). Unterdiesem Namen findet man in der Galerie zu Schleis-heim Nr. ^ög. ein Gemäld beschrieben, welchesdie Vergänglichkeit mit ihren Eigenschaften, nebstdes Malers Bildniß vorstellt. S. den Art. C. Ll.Gysbrechr«

Hoch'er; Bentname von I. B. Weeninp.

Hochfeld ( ), deutscher Maler, studirte

Zu Rom in des Trevisani Schule. Er arbeiteteum 1760. an dem Hofe zu Cassel, wo das Decken,stück des Badezimmers von seiner Arbeit ist. Hoch,feid heyratbete die Tochter des jünger» Her,mattn Heinrich Düstrer» p. 194.

Hochheimer (Peter). S. den Art. JohannHauer, seines Schülers.

Hoech oder Hoeck (Carl van), Landichafts,Maler von Antwerpen , arbeitete mit gutem Ge-schmacke, indem seine Banmblätter leicht, und wievom Wind bewegt, vorgestellt sind Er zierte auchseine Gemälde mit anständigen Figuren. Manglaubt, er habe um 1610. gelebt. L«anr«ki.

H 0 echstraer (Samuel). S. Hoogftraaren.

* Hoeck (Johann van), kam sowohl in Glücks-umstanden als an Geschicklichkeit dem Rubens bey-nahe gleich. Er ward um 1600. zu Antwerpen geb.und legte sich nebst andern schönen Wissenschaftten auf die Malerey, die er bey Rubens erlernte.Zu Rom studirte er nach den Antiken, und giengvon da an den kaiserlichen Hof, wo er FerdinandII. und einige Große seines Hofes nach dein Lebenschilderte Er ward allenthalben unter den vor,theilhastesten Bedingungen begehrt; aber er »vollstlieber in sein Vaterland zurückkehren, wo er auchin Ehre und Reichthum uin 1620 starb, vanHoeck componstte sehr wohl, und zeichnete sehrfein; seine Färbung ist stark und natürlich. Un-geachtet seines zarten Pinsels behielten dennochseine Bilder ihre gehörige Kraft. Er malte sehrkenntliche Bildnisse, die an Schönheit Dandyksziemlich nahe kommen. Man siehet in der Frauen-kirche zu Mecheln ein schönes Altarblatt von ihm,welches den Leichnam Christi mit einigen andernFigureü abbildet. P. Jode, C- Galle, L. Äorster,man, P. Pontius, I. van Loo, ». s. f. habe» nachihlN gestochen. OeLca»r/>L ll. 5 g.

* — — (Robert van), geb. zu Aütwerpen1609 lernte bey seinem Vater Carl. Man bewun-dert an seinen Werken die Feinheit des Pinsels,die richtige Zeichnung und trcfliche Färbung. Ermalte Feldlager, Märsche, Schlachtcü, Schar,mützel, Belagerungen, u. s. f. Seine Figurensind sehr klein, und dennoch nett ausgearbeitet.Robert brachte auch in seinen Gemälden Solda ,tenspiele, Mahlzeiten, militärische Strafen u. s f.an. Da er die Kriegsbaukunst aus dein Grundeverstand, ward er über alle Festungswecker inganz Flandern gesetzt, in welcher Bedienung erauch verstarb Chedel hat eines seiner Gemälde iI.e tzusrtierGeneral, gestochkn. Ottcaür/nll. l 5 o.

* Hoch er (Friedrich Wilhelm), eines MalersSohn aus der Niederlausttz, hatte besonders Lustzur Perspectivmalerey, und begab sich zu dem Endeerst nach Italien, dann nach Paris wo er unterServandoni lang studirte. Bey feiner Rückkehrnach Berlin ward er vornehmlich zu den Kartonsfür Goldschmiede und Sticker gcbraucht. Matthak von ihm einige geetzte Cartouchen und Vasen.Er lebte um die Mitte des XVlll. Jahrhundertsund starb zu Berlin Zo. I. alt. Nachricht. vonRünstl. rc. I. 54.

Hoefles (Georg), berühmter Edelsieinschnei-der von Nürnberg , schnitt neben Anderm das Bild,niß Friedrich III. Churfürsten von der Pfalz in einenRubin, und das völlige spanische Wappen in einett

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