K ayno t.
nes Mitschülers Franz Floris , gleichwohl werdensie hoch geschätzt und theuer bezahlt. Man giebtals die Ursache seines Todes an, daß, als er dasBildniß des Herzogs von Alba malte, er anhö-ren mußte, wie man den Tod der Grafen Egmontund Horn beschloß, worüber Bay dergestalt er-schrak, daß er etliche Tage darauf 1268. starb. —Adrian Thomas Bay, sein Neffe und Schüler;übertraf den Oheim in einer gewissen Lebhaftigkeit,die er seinen Werken zu geben wußte.
I. i 33 .
Iaynor (Johann), und Niclaus Rogier,zwey geschickte niederländische Landschaftsmaler.Baynor von Mecheln gebürtig, lernte bey Mat-thias Koeck, und folgte des Joachim PateniezsManier. Beyder Arbeit ward von fremden Lieb-habern hoch geschätzt und aufgekauft. Sie blüh-ten um die Mitte des XVI. Jahrhunderts. Der-cam/,5 I. 1Z2.
Bayse. S. den Art. Lonor.
Beable (W ), ein englischer Bildnißmaler,nach welchem Ardell dasjenige Crispins Cascoyne,Lordmajors zu London , in Schwarzkunst geschabt.
Beering. Rierings.
Begel ( ), Maler aus Flandern , arbeitete
und starb zu Wien . Er war ein Zeitgenosse vonJoseph Orient, und ahmte den Johann Griffierin derjenigen Art von perspektivischen Landschaf-ten nach, die von der Höhe gezeichnet sind, unddeswegen a Vue d'Oiseau genannt werden, //a-
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Beill oder Beilbau (Bernhard), ward inItalien Monsu Bernardo genannt. Er war vonHclsingborg im Dänemark gebürtig, lernte anfangsbey Martin Steinwinkei, hernach zu Amsterdam bey Paul Rembrand , und arbeitete seit 16H6. zuRom . Sein Talent bestand in Vorstellung lächer-licher und bäurischer Handlungen, die er mit an-genehmer Manier und genauer Beobachtung derNatur abschilderte. Beill malte aber auch einigehistorische Tafeln für die Kirchen dieser Hauptstadt.Viele andre kamen in verschiedene italienische Städte.Er starb zu Rom 1687. 63 . I. alt. LaÄlrmccr 8ec.5 .
- - (Michel). S. Beyl.
Beider er (Georg), malte 1499. die Wappenaller Königreiche, Fürstenthümer, u. s. f. des Erz-hauses Oesterreich an die Mauer eines Thurms inder Stadt Jnspruk, welcher deswegen der Wap-penlhnrm genannt wird. Der Maler stellte in derMitte dieser Wappen sein eigenes Bildniß mit demNamen und vbbedeuteterJohrzahl vor. Llainville1. 432.
* Beller (Georg), Maler und Kupferstechervon Frankfurt am Mayn, lernte zu Nürnberg beyJost Ammann . Er arbeitete um 1620. in seinerGeburrsstadt nach den Zeichnungen Philipp Uffen-bachs u. s f. für Sigmund Feyerabend , einenberühmten Buch- und Kunsthändler Beller setztesich zu Nürnberg , wo er auch gestorben ist.
— — (Joh. Dalthasar), geb. zu Zürich inder Schweiz i 638 . lernte die Goldschmiedskunst,und brachte es in getriebener Arbeit, sowohl inFiguren als in Laubwerk und Früchten sehr weit;aber sein unten vorkommender Bruder, der alsRothgiesser in königl. französischen Diensten stand,berief ihn nach Paris , und bediente sich seinerZeichnung, wogegen ihm dieser zu der Giesserkunstdie nöthige Anleitung gab, die er durch sein treff-liches Genie zur größten Vollkommenheit brachte.Eine unzählige Menge Kanonen und Mörser, unddie Statuen in den königl. Gärten zu Versailles hatten ihm allein einen großen Namen erworben;was aber seinen Ruhm unsterblich macht, ist dieRitterstatüe Ludwig XlV. welche um das Endedes XVll. Jahrhunderts auf dem Platze von Ven-dome aufgerichtet wurde. Dieses 2 V hohe Werk istin einem einzigen Gusse nach Girardons Modelleverfertigt worden. Eine andere Ritterstatüe dieses
Kenkel. I4Z
Fürsten ward 1674. von den Gebrüdern Beller,wieder nach des gedachten Künstlers Modelle ge-gossen, aber erst 1712. auf dem Platze Bellecourszu Lyon aufgerichtet. Joh. Balthasar starb alsOberaufseher der königl. Giesserey zu Paris 1720.— Sein Bruder, Joh. Jacob, war königlicherEiesser und Commissair der Artillerie. Er starbzu Eolmar 1700. hh. I. alt. C- Simoneau hatdie Stakste auf dem Platze von Vendome, die Ge-brüder I. und B- Audran die zu Lyon , und P. lePautre verschiedene Gattungen Kanonen nach ih-nen gestochen. Das erstre große Blatt findet manin einem Memorial, welches diese Brüder 1694.drucken liessen, worin sie sich gegen eine Anklagewegen schlechtem Medalle bey ihrer Artilleriearbeitsehr nachdrücklich rechtfertigen. Füßli II. i.
Beller (Joh. Heinrich), Jacobs, eines ge-schickten Bildhauers von Basel Sohn; dieser wardgegen das Ende des XVII. Jahrhunderts nachZürich berufen, wo er das Rathhaus mit seinerArbeit zierte. Hier ward I. Heinrich geboren,und lernte seines Vaters Kunst, die er aber wegeneines verdrießlichen Zufalls verließ, und bey An-dreasHolzmüller, einem ziemlich guten Landschafts-maler, diese Kunst erlernte. Auf seinen Reisenhielt er sich die meiste Zeit zu München auf, woer bey dem churfürstlichen Hofmaler Niclaus Stu-ber, der in der Perspectivmalerey berühmt war,arbeitete. Er studirte darauf einige Zeit in derkönigl. Academie zu Paris , und kam von da 1726.in Haag, wo er sich haushablich niederließ, undviele Säle, Decken, Kamine und Cabinette fürverschiedene vornehme Liebhaber mit Landschaften,Architektur und Figuren zierte, in welchen er baldden David Teniers , bald Wateau nachahmte.Beller kann unter diejenige Künstler gezählt wer-den , die in den meisten Theilen der Malerey geübtsind; er arbeitete mit großer Fertigkeit, und gabdie meisten Verzierungen zu dem prächtigen Feuer-werke, welches bey Anlaß des Aachiichen Friedensschlaffes gespielt worden. Erstarb um 1775. rE600/ II. 266. — Ein andrer Joh. Heinrich Böl-ler, Schreiner z» Basel , zeichnete 24. Blätter vonBauverzierungcn, die Peter Aubry uin i 65 o. inKupfer brachte.
* Bellerrhaler (Daniel), Goldschmied, vonwelchem man in der churfürstl.Kunstkammer zu Dres-den mit dem Punzen gearbeitete und vergoldete Ku-pferdlatten mit der Jahrzahl 16tZ. sieht. Die beß-ten und größten Stucke sind ein Göttermal und einSabinenraub. Er machte auch Kupferstiche mit demSpitzhammer; eine Arbeit, welche Sahler, einGoldschmied von Augspurg, der sich um 1760. zuDresden aufhielt, wieder hervorsuchte, und aufdiese Art die mit Kceide n»d chinesischer Dinte ver-fertigte Zeichnungen glücklich nachahmte. Reüss-ier, Brief I.XXX V 1 .
Bellerraler (Johann), wird vonpapillonunter den Formschneider» angeführt.
Bempen (van), ein wenig bekannter Land-schaftsmaler , arbeitete in dem Geschmacke von Mou-cheron und Glauber. Er wird von M. Oesterreichin Beschreibung des Cabinets von I. G. E. Nr. Zs.angeführt.
*Rempener (Jacob), Maler. Joh. Busse-macher, Kunsthändler zu Cölln, hat ,804. einigeBlumentöpfe nach ihm gegeben. I. Th. de Bryhat auch nach ihm gestochen.
Benif S. Rnyf.
* Renke! (Johann), von Augspurg gebürtig,lernte bey Jsaac Fisches, Christoph Weigel undI. Martin Schuster. Er malte gute Bildnisse mittrocknen Farben, verfertigte auch dergleichen mitdem Grabstichel und in Schwarzkunst. Renkelsetzte sich in Nürnberg , wo er die Tochter seineszweyten Lehrmeisters heyrathete. Er starb daselbst1722 34. I. alt. G. D- Heumann, P. Schenk,I. W. Winter, I. a Montalegre u. s. f. habennach seinen Gemälden gestochen. DoppelmayrS. 273.