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Benle (Lambert van) zwölfter Abt des Klo-sters NotrL Dame des Dunes in Flandern , wareiner seiner Banmeister, und lebte um die Mittedes XM. Jahrhunderts. S. den Art. Salomonvon Gent. Rellbreu.
*Benr (Wilhelm), englischer Maler um 1720.verfertigte kleine historische Bilder aufKupferbleche,in welchen er viele Figuren mit gutem Geschmackanzubringen wußte. Guarienri führt von ihm einEastmal der Königin Esther aus einem Kunstcabi-nek zu Lissabon an. Benr besaß auch große Ge-schicklichkeit in der Baukunst und in Anlegung derGarten.« Er radirte Zeichnungen nach I Jones.I. Rigaud hat nach seiner Zeichnung die Vermäh-lung des Prinzen von Oranien in Kupfer geetzk.E. den Art. Benedict Lutl.
^ Berius (Peter), gab 1619. eine Stadt Nürn-berg in Kupfer.
Berkhove (Joseph van der), geb. zu Brügge um 16/0. lernte bey Erasmus Quellinus , der seingeschwindes Zunehme» in der Kunst und seinenFleiß bewunderte. Er arbeitete einige Zeit in Frank-reich , und malte nach semer Zurückkunft in sein Va-terland historische Tafeln für Kirchen und andreöffentliche Gebäude, nebst einer Menge Bildnissen.Dieser Künstler erhielt mit Duvenede die obrig-keitliche Erlaubniß wegen Einrichtung einer öffent-lichen Malcracademie, und ward derselben ersterDirector. Er st. 1724. In allen seinen Werkenbemerkt man seines Lehrmeistes Manier, ein glü-hendes Colorit und eine richtige Zeichnung. SeineCompositionen sind allzeit edel und groß; man siehtin denselben nichts, als was nothwendig ist. Erhatte die Perspcctiv wohl inne, und seine Gründesind mit Architecturstücken von gutem Geschmackebereichert, IV. r, 1.
Rerkx (Wilhelm), der alte, ein geschickterniederländischer Bildhauer, arbeitete zu Antwerpen ,wo man von ihm das marmorne Grabmal der Fa-milie von Wir in der Frauenkirche, einige Basre-liefs in der Walpurgiskirche, den Altar des H.Kreutzes in St. Georg, einen Theil des Kalva-rienbergs bey den Dominicanern, und das schonemarmorne Brustbild Maximilian Emanuels, Chur-fürsten von Bayern , auf der Börse findet. SeinSohn, Maler und Bildhauer, malte den Frohn-altar der Kirche St. Walpurgis, die H. Helenamit dem Kreutze Christi und die Verkündigung fürdas Jesuitercollegium, u. s. f. Er ahmte biswei-len die Manier des C. de Crayers nach.
* Lern (Anton), Maler, geb. 1710. zu Tet-scher in Böhmen, lernte zu Venedig in der Schuledes I. Baptist Pittoni, den er vollkommen nach-ahmte. Zu Rom fuhr er in seinen Studien fort,und sandte ein Gemald von dem Kindermord nachDresden, welches dem König in Polen so wohlgefiel, daß er ihn mit einem guten Gehalt an sei-nen Hof berief. Daselbst arbeitete er mit großemRuhm, und st. 1747. Zucchi hat nach ihm dievier Iahrszeiten gestochen, pelze! Itl. S. i 56 ,
— (Leonhard), Bildhauer und Baumei-ster von Forchtenheim in Franken, arbeitete inDeutschland, besonders zu Nürnberg , wo er fürdas Rathhaus verschiedene Werke von Marmorund Holz verfertigte. Er starb daselbst i 665 . un-gefähr 85 . I. alt. — Dieser Künstler hatte zweySöhne, Constanrin, einen Maler, der frühzeitigstarb, und Joh. Jacob, einen Bildhauer. Letzt-rer arbeitete in Italien, Holland und England,und starb daselbst 1668. 56 . I. alt. DoppelmavrS. 228.
Rerrincx. S. Bierings.
* Rersseboom (I.), Maler in England,nach welchem I. Smith die Bildnisse der LadyCarteret, Robert Boyle , u> s. f. in Schwarzkunstgebracht. P. Schenk, W. Faithorn, u. s. f. habenauch nach ihm gearbeitet.
* Rerver (Jacob), Formschneider um i66c>.
Kettel.
Man hat von ihm wohlgezeichnete Grotesken inHcins Scheufelins Manier; ferner Pannerkragerund Wappenherolden nach altem deutschem Ge-schmacke Diese Sammlung betitelt: wappenbuchdes römischen Reichs, ist zu Frankfurt amMayn bey Cyriac Jacob 1640. gedruckt Berverhat auch nach Raphael u. s. f. gearbeitet. Christführt S. 264. sein Monnogramm an. Er ist ver-muthlich einer von den Voreltern eines berühmtenBuchhändlers dieses Namens. S. den Art. FranzColonna. RaM/o».
Rerz (Richard). S. Aertz.
Bester. S- den Art. I. G. Plazer, seinesSchülers.
'* Ressel (Ferdinand van), des altern Jo-hanns Sohn, ein trcflicher Maler, der seine Thiere,Vogel, Fische, Blumen, Krauter, Früchte u. s. f.wohl zeichnete, angenehm färbte, auch künstlichund ausführlich mit dem Pinsel behandelte. Ermalte viele sehr schöne und kostbare Stücke für Jo-hann Sobiesky, König in Polen und einige Derckenstücke für König Wilhelm lll. in dem fürstlichenSchlosse zu Breda. III. 291.
— (Hieronymus van), malte dasBild-niß Erzherzog Leopolds, Bischofs zu Straßburg u. s. f., welches Raphael Sadeler 1609. gesto-chen hat.
* — — (Johann van), geb. zu Antwerpen
1626. lernte bey David Teniers und folgte JohannBreughcls Manier. Vogel, Blumen, Insekten,Pflanzen, Alles malte Johann gleich gut. Erwar ein getreuer Nachahmer des Schönsten in derNatur, und seine Gemälde sind ungemein fleißigund wohl gefärbt. Sie wurden so theuer bezahlt,daß außer denen, die der König in Spanien undder Prinz von Oranien gekauft hatten, wenige zusehen sind. — Sei» Sohn * Johann gieng 1680.in Spanien , wo er für den^Hof wohlgleichendeBildnisse nach Vandyks Manier, dann Landschaf-ten, Früchte, Blumen und kleine Geschichten mitausnehmender Anmuth malte. Die Königin Louise,Carl II. Gemalin, ließ ihn die Geschichte der Psychefür ihr Cabinet auf Kupfer malen, in welchen erLandschaften, Blumen, Thiere und Vogel sehrwohl anzubringen wußte; aber dieses Werk kamerst unter Carls zweyterGemalin vollends zu Stande.Diese Königin nahm ihn zu ihrem Maler an, undnach dem Tode des Königs gieng er an ihren Hofnach Toledo , wo er viele Bildnisse vornehmer Per-sonen verfertigte. Er ward nach Frankreich gesandt,das Bildniß König V. vor seiner Ankunft in Spa-nien zu malen, van Befiel starb zu Madrid 1708.64. I. alt. De§cM»x?L ll. und xo. 226.
* — — (Theodor van), niederländischer Ku-pferstecher, lebte nach der Mitte des XVII- Jahr-hunderts Basan zeigt in seinem Dictionair diebeßten Blätter dieses Künstlers an, die er nach H.Carracci, Rubens , Vandyks, Sneyders, Bour-don, u. s. f. verfertigt. Sarrckellmi.
— — ( . . van), Ferdinands Bruderssohnund Schüler. Seine vornehmste Kunst bestand inAbbildung von allerhand Bauerngesellschaften nachBrouwers, Teniers und Ostades Geschmacke. Erzeichnete die Stellungen und Leidenschaften seinerFiguren in Gesichtern und Gebehrden sehr natürlich;arbeitete sie auch mit einem guten Colorit, gehöri-gen Beywerken und geschickter Erfindung aus. Erhielt sich lange zu Paris auf, setzte sich hernach zuBreda , und starb daselbst, III. Z79.
Resselfeld (Carlvan). S. den Art. Remb.
Bestner (MicheU. S. den Art. I. E- Eber-mayr seines Schülers.
Berelrrom; Bentname von Joh. Bunmck-
* Rerrel (Cornelius), ein Maler von Gouda ;lernte bey Anton Montfort und Theodor Aertsens.Er studirte mit vielen andern niederländischen Ma-lern zu Fontaineblau nach den Gemälden des Pri-maticcio und M. Rosso, worauf er viele Länder