Legate.
landischer Kupferetzer, lernte bey Peter Soutmann,und radirte viele Blätter nach Rubens , Rembrand,I. Livens u. s. f. Er lebte um die Mitte des X VII.Jahrhunderts. Christ führt sein Monogramm S.Z82. und Z84. an. Lara».
* Legare Egidius). S.L. Coßin.
Legend« ( ), baute mit Fontana i 5 / 5 .
das Collegium St. Thomas von Cantorberi zu Rom auf Unkosten des englischen Cardinals von Nort-folck. antica e
* Leger (Johann), genanittle Geay, fran-zösischer Baumeister, hielt sich von ungefähr 1754.—1764. zu Berlin auf. Er hat nicht Vieles gebaut,aber eine Menge schöner Risse verfertigt, von deneneinige zu königlichen Gebäuden gebraucht worden.Man hält ihn für einen der größen Baumeister undZeichner seiner Zeit; aber seine Ideen werden fürausschweifend geachtet. Beschreibung von Ber-lin S. 611.
Legerer. S. Gerer.
* Leg» (Jacob), Maler aus Flandern , lerntezu Genua bey seinem Vetter Johann Roos. Ermalte Früchte, Blumen und Thiere mit einer ange-nehmen, meisterhaften und zierlichen Manier. Die-ser Künstler blühete um die Mitte des X VII. Jahr-hunderts und starb zu Mailand . §oxranr p. 024.
Legname (Christoph del), Bildhauer undBaumeister zu Venedig um » 5 oo. Nach seinem Mo-delle war die größte Kapelle der Kirche St. Gemi-niaiius auf dem St. Marcusplatz erbaut. T'emanLap. 41.
Legnani (Joh. Baptist und Joh. Franz), Ge-brüder, Maler zu Mailand , malten in der zwölftenKapelle der Pfarrkirche zu Varese, worin die Him-melfahrt Christi vorgestellt ist. Sar tolr N. I.
* — — (Stephan Maria), genannt Legna-
nino» Maler von Bologna , lernte bey seinem VaterAmbrosius, bey Carl Cignani, und zu Rom beyCarl Maratti. Seine meisten Gemälde befinden sichin den Kirchen der Stadt und des HerzogthumsMailand. Er arbeitete auch zu Turin u. s. w. Manrühmt an seinen Werken wohl überlegte Gedanken,eine gute Zusammensetzung, natürlichen Ausdruckder Geberden, und ein verständiges Helldunkel. Erstarb zu Mailand »7»5. 55 . I- alt. Der Verfasserder Künstlerlebens-Beschreibungen in dem MusesFiorennno irrt sich dieses Malers halber um einganzes Jahrhundert, welchen Fehler theils des Leg-nani Lehrmeister, theils sein vorhergesetzteö Bild-niß in Ansehung der Perüke und Kleidung genugsamanzeigen, II. 85 .
— — (Thomas), malte in der Hauptkirche S.Ambrosius zu Mailand auf frischen Kalk. Latuaäa.
Legnano (da), Beyname von Franz Bar-biert.
* Leh mann (Caspar), kam als Edelstein-schneider in kaiserliche Dienste nach Prag . Er er-fand das Glas- und Cristallschneiden, und erhielthierüber von Kaiser Rudolph 1 i. einen Freyheits-brief. Mau sieht in vielen Kunstkammern von sei-ner trefiichen Arbeit. Erst. 1622. Sandrart 1 . 3 ^ 5 .
* Leichner (Joh. Georg Heinrich Theodor),Maler von Erfurt , lernte bey Hildebrand und beyLeschner, seinem Schwiegervater. Leichner setztesich zu Leipzig , und verdiente vieles Geld mit Bild-nissen Carl XII. Königs von Schweden , welches erdaselbst sehr ähnlich nach der Natur gemalt hatte,und davon er viele Kopie» zumachen bekam. Dannkvpirte er die Gemälde des van der Werf, Mieris,van Hnysuin, Rache! Ruysch u. s. f. für einenKunsthändler, Namens Pahmann, die dieser öftersfür Originale verkaufte. Die Kopien, welche Le-ch-ner nach Wateau und Laueret verfertigte, sind voneinem wärmern und angenehmern Colorjt als dieserMeister. Er st. »769. 85 . I alt.— Sein SohnHeinrich, kopirle für Beyer, einen Maler und
Lellio. Z6§
Kunsthändler, der nachher sein Schwiegervaterward, die Gemälde großer Meister mit gutem Er-folge. Der Graf von Brühl nahm ihn in seine Dien-ste, und gab ihm eine Pension von Zoo Reichstha-lern. Er starb zu Dresden einige Jahre vor demVater. - Johanna Christian«, des ältern Leich-ners Tochter, war auch in der Malerey unterrichtet.N. Bibl. schön. Wiffensch. II. 342.
Leigel (Gottfried), Formschneider aus Hol-stein, schnitt um »526. Figuren zu einem Bibelwerke.Christ führt sein Monogramm S. »97- an. /Äpii-ion I. 192.
* Leinberger (Christian), Maler und Feld-messer, geb. zu Christian-Erlang 1706. und st. da-selbst »770. Man hat von ihin ein großes Blatt,das er dem König in Dänemark zueignete: Her-cules Nonstroruin Oebellator,
Leismann. S. Lismann.
*Leirenstorfer (Franz Anton), geb. zuRei-ta des Gerichts Ehrenberg in Tyrol »722., lernteanfänglich zu Jnspruck bey Rubento Mayer, her-nach bey Rieb, dann bey Paul Troger zu Wien undbey Piazetta zu Venedig ; endlich hielt er sich fünfJahre zu Rom in des Conca Schule auf. Er malteverschiedene große historische Blätter für Kirchenund Palläste zu Jnspruck, Mainz u. s. f. Seinevornehmste Kunst besteht in einer genauen Nachah-mung von Basreliefs, die er bald aus Marmor,bald aus Bronze, Bley, Stein, Stuko u. s. w. miteiner Natürlichkeit vorzustellen weiß, daß das Aug'des Kenners dadurch getäuscht wird. In dieserArt wird die kaiserl. Hof- und Etiftskapelle zuJnspruck für fein Meisterstück gehalten. Man siehtauch von seiner Arbeit in dem churfürstl. Lustschlossezu Gchwetzingen. Leirenftorfer lebte 1772. alsProfessor der Künstleracademie zu Mannheim ,
L eirhner (Joh. Georg). S. den Art. GeorgDorfmeisters, seines Schülers.
* — — (Joh. Sebastian), von Nürnberg , etzteneben Andern» das Titelkupfer in dem »766. zu Ve-nedig gedruckten italienischen Lelemach.
Lekorvi'y (Simon), polnischer Künstler, vonwelchem man in den Kirchen S. S. Giovanni ePaolo und St. Stanislao de Polacchi zu Rom hi- >storische Gemälde findet, in welchen schöne Köpfebemerkt werden Trti.
Lele (Abraham), Maler, von welchem auf demchurfürstlichen Schlosse zu Schleißheim in Bayern ein Gemäld sieht, worin Penelope mit ihrem Frauen-zimmer abgebildet, und das von » 5 oö. datirt ist.Lepßler Br. IX.
Lel»e; Bentname von F. Ziereneels.
Lelienberg. S. Lilienbergh.
Lelio. S. Lely.
* Lelli (Hercules), ein Bologneser, studirte»727. in der Acadeinia Clementina, und wurde inallen Theilen der Zeichenkunst sehr geschickt. Erlegte sich vornehmlich auf die Anatomie, und verfer-tigte auf päbstlichen Befehl sehr viele Modelle vonHolz und Wachs zum Gebrauche der Studirende»sowohl in der Chirurgie als in der Zeichenkunst.Man sieht auch in der Kirche St. Andreas delleScuole eins von seinen ersten Gemälden, welchesden H. Felix mit dein Kind Jesus auf dein Armevorstellt. Er ward »754. Direktor der Academie,und st. 1768. m blühendem Alter. Man hat von ihmeinige radirte Blätter. S. den Art. Johann Man-zolini. Aic/rarä II. »»2.
* Lellio (Joh. Anton), römischer Maler,lernte bey Ludwig Cardi. Er verfertigte zwar wenigöffentliche Gemälde, arbeitete aber desto mehr fürPrivatpersonen, die seine Werke begierig aufkauften.Seine schwere Zunge verhinderte ihn, sein Glück anHöfen zu suchen. Er st. in seinem Vaterlande »väo.
49. I. alt, und ward in der Kirche S. Maria delPopolo begraben. I. F. Greuther, C. Cungius, M.