I 74 Liomfanini.
Liomfanini (Benedkct). S. Ciamfamni.
Liompardi. S. Leopards.
Leon (Johann de), französischer Maler, lerntezu Rom bey Julius Pipi, und arbeitete nach dessenZeichnung. Er muß aber auch für sich selbst gemalthaben, indem er seine Werke so wohl auszuführenwußte, daß sie für seines Lehrmeisters gehalten wur-den. Er blühete um 1540. III. Zsg.
— — (le), Baumeister zu Paris , wo das Ho-
tel von Dillars nach seiner Zeichnung aufgeführtwurde. Er st. um den Anfang des XVIII. Jahr-hunderts. tirr beau-c A.
— — (de), Beyname des Cornelius Cor-neille.
Lionardo (Johann). S. I. L. Castellani.
— — (Pozzuolano genannt). S. den Art.Majrimus Sranzksnl.
*L>one (Andreas und Onophrius di), Gebrü-der, Maler zu Neapel , lernten be» Delisarius Cor-renzio und Angelus Falcone. Andreas malte inseiner Jugend einige Zimmer des königlichen Pallas' stcs nach dem Geschmack seines ersten Lehrmeisters,und stellte große Feldschlachten vor. Nachher folgteer des Falcone Geschmack, und sah' man jetzt vonihm bessere Landschaften und Perspektive als zuvor.Dieser Künstler besaß eine vortrefliche Sammlungvon Handrissen. Er st. 1670. 7g. I. alt. — SeinBruder Dnophrius war zwar in der Zeichnungnicht allzurichtig : hingegen rühmt man seine frucht-bare» Erfindungen, von denen man in verschiede-nen Kirchen seiner Geburlsstadt in Oel und FrcscoProben sieht. Domem'cr II. Z17. und III. 80.
Lione (Fra Modesto). S. Modests.
— — (Niclaus), neapolitanischer Kriegsbau-meister, erfand 177h. die Kunst, Sand und Thon dasGewicht und die Festigkeit des Marmors zu geben.Er formte aus diesen die Statue Pius VI -, der ihmdas Monopol seiner Kunst in dem Kirchenstaat ver-lieh. M urrs Mirubergische Runstgesch. S- 49.
— — Mielaus di). S. Leone.
L>'o netto; erster Beyname von I. AngelusLorrittl.
* Liont (Ludwig), genannt Radovans, er-langte große» Ruhm durch Bildnisse von Wachs,die er öfters aus dem Gedächtniß, wo er eine Per-son nur Einmal gesehen, kenntlich zu machen wußte.Liont grub auch Siegel und Schaumünzen inStahl, stach in Kupfer, poßirte Figuren, malte Ge-schichten und Landschaften in Oel und Fresko.Ueberhaupt war er zu allen schönen Wissenschaftengeschickt, und starb zu Rom ivob. 70. I. alt, undward in der Kirche St. Maria del Popolo begraben.Q- Boel, I. Troyen, H. David, W- Hollar u. s. f.haben nach ihm gestochen. — Sein Sohn * Gcrav,genannt padovauino, malte so schöne Bildnisse,daß er die vornehmsten Personen seiner Zeit mit die-ser Kunst bediente, unter welchen sich Pabsi GregorX V. befand, der ihn deswegen zum Ritter des Chrisstusordens machte. Er malte auch historische Tafelnfür verschiedene Kirchen zu Rom . Hienächst etzteer in einer treflich schönen Manier Zl. Bildnisse be-rühmter Leute, aufweiche er einen solchen Fleiß ver-wandte, daß er sich darüber ein Asthma zuzog, anwelchem er 1626. 52 . I. alt starb. — Sein SohnHypolxthus machte sich ebenfalls in der Malereyberühmt. Sa§/io»i S. 1Z7. und 208.
— — (Pompejus und Leo). S. Leom.
* Liorard (Joh. Michel), von Genf , trefli-cher Kupferstecher, sowohl mit dem Grabstichel alsmit der Nadel, war einer der bcßten Schüler vonBenedick Audran. Er arbeitete einige Zeit zu Paris ,und ward von dem englischen Consul zu Venedig ,Joseph Smith , dahin berufen, um sieben große Car-tons nach Carl Cignani, und so viel Gemälde nachSebastian Ricci , in Kupfer zu bringen, welches ermit großer Geschicklichkeik that. Hierauf kehrte er
Lippi.
nach Parks zurück, und fuhr fort, mit allgemeinemBeyfall zu arbeiten. Um 1760. gieng er wieder inseine Geburtsstadt Dieser Künstler zeichnete vor-treflich; seine Arbeit wurde sehr gesucht und theuerbezahlt.
* Liorard (Joh. Stephan), des Joh. Mich.
Zwillingsbruder, genannt der türkische Maler,geb. zu Genf 1702. Derselbe war mit solch ungermeinem Talenten für seine Kunst begäbet, daß ergleich anfangs ohne einigen Unterricht ein Miniatur-gemald von Petitot so genau copirte, daß der Be-sitzer, der doch selbst Maler war, die Cvpie für dasOriginal ansah. Liorard gieng 1725. nach Paris ,wo seine Arbeit von Franz le Moine gelobt wurde.Er malte Bildnisse in Miniatur, Pastel und Email,und copirte die Werke großer Meister in diesen Kün-sten. Alsdann begab er sich weiter nach Venedig ,Rom und endlich nach Constantinopel, wo er ver-schiedene Bildnisse verfertigte. Einige Zeit hernachkam er in armenianischer Kleidung und großemBart, die er aus Neigung wählte, nach Wien , undmalte daselbst die Kayserliche Familie und Anderesaus eigner Erfindung. In 1744. gieng er nochmalsnach Venedig , verkaufte daselbst ein Pastelgemaldfür 120. Zechinen, und ließ sich seine Bildnisse sehrtheuer bezahlen. Endlich kehrte er nach Genf zu-rück, wo er 1776. noch lebte. Er hat zwey Bildnisseund einige Blatter nach Wateau radirt. Faldoni,Petit, Littret, Wille u. s. f. haben nach ihm gesto-chen. Do--e»rti«o IV. 27Z.
Lippi Claudius), Baumeister von Carravaggio,blühete um i 55 o. Einige schreiben ihm den Bau desPalastes Durazzo in Rom zu; andere aber gebenden Barrholomö Ammanari zu desselben Baumei-ster an. Dti.
* — — (Hannibal), Baumeister zu Rom umdie Mitte des XVI. Jahrhunderts. Der CardinalJohann Ricci von Montc pulciano ließ durch ihndie Villa von Mediciü in Monte Pinciano , heut zuTage alla Trinita de Monti genannt, anfangenprächtig auszieren, die hernach durch den CardinalFerdinand de Medicis in den gegenwärtigen Standgestellt wurde. DA.
* — — (Jacob), genannt da Budrio , Stadtin dem Gebiete von Bologna, lernte in der Carrac-cischen Schule, und zeigte seine Geschicklichkeik, Ver-zierungen und Figuren auf frischen Kalk zu male»,an verschiedenen Orten zu Bologna u. s. f. Er blühete um itioo. ^/airmrirrl. 079.
* — — (Loren;), treflicher Maler zu Florenz ,
lernte bey Machend RoselU. Er besaß eine richtigeZeichnung, harmonische Färbung und gute Kennt-niß der Natur, wie man solches aus seinen Werkensehen kann. Lippi übte sich auch in der Dichtkunst,und ist mehr Durch sein Scherzgedicht: lVlalmantileraguiststo, als durch seine Gemälde bekannt. Erheyrathete eine Tochter des I Franz Susini, einesgeschickten Bildhauers und Gießers. Loren; be-zeichnete seine Bilder mit Perlon Zsppoli, demAnagramm seines Namens. Er st. i 664 > 58 . I. alt.M. A. Corsi und F. Zuccarelli haben nach ihm gesto-chen. Do»e»ti»o III. 72.
*— — (Frater Philipp), geb. zu Floren; umi 4 c»o., ward als ein armer achtjähriger Wayse indas Carmeliterkloster aufgenommen. Hier zeigte ergroße Lust und Fähigkeit zu der Malerey; er studirtesehr emsig nach den Gemälden, die Thomas Masacscio in einer Kapelle dieser Kirche verfertigt hatte,und machte sich hierdurch dessen Manier eigen, sodaß man zu sagen pflegte: Der Geist des Masaccio wäre aufihn gekommen. Lippi verließ seinen Or-den im Siebenzehnten, und gieng nach Ankona ;da er eines Tags auf dem Meer spatzieren fuhr, warder von den Mohrengefangen, und mußte 18. Monatbey ihnen aushalten. In dieser Zeit zeichnete er dasBildniß seines Patrons sehr kenntlich an die Mauer;der Mohr verwunderte sich höchlich über die Gesschicklichkeit seines Sclaven, und schenkte ihm des-wegen die Freyheit. Lippi kam darauf nach Nea-pel, und arbeitete in Calabrien ; hernach gen Flos