Band 
Erster Theil.
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427
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Meuten.

gut, und brachte die nach der Natur gezeichnetenGegenden, in denen etwas Merkwürdiges von die?ser Art vorgieng sehr wohl an. Seine Landschaf-ten und Baumblatter sind von bewundernswürdigger Lebhaftigkeit und Leichtigkeit; sein Colorit istzart und angenehm, die Pinselzüge sind voller Geistund nähern sich des Leisters Manier. Durch dieseseltenen Talente erwarb er sich die Freundschaftdes Carl le Brün, der ihn an eine seiner Nichtenverheyrathete und ihm die Gnade und Gewogen,heil des Königs, nebst reichlicher Belohnung zuWege brachte. Er starb zu Paris 1690 Die nachseinen Werken verfertigte meist prächtige Kupfer-stiche, werden auf ns. Blätter geschätzt. — SeinBruder, * perer van der Meuten, geschickterBildhauer, arbeitete um 167«. zu London . — Umgleiche Zeit lebte auch Cornelius van der Meu-ten, Schüler des Samuel van Hoogstraaten. Ermalte sehr gute Bildnisse. DenMnxL III, i. u. 271.

Meuten (Catharina van der). S- Gostfries.

— — (Niclaus van der), ein sehr fleißiger

Glasmaler zu Alkmaer; verfertigte in seinem Va-terlands sehr schöne Arbeit. — Seine Ehefrau, Larcharina Dostfcies, übte gleiche Kunst. Hiclausst. 1694. 52 Jahr alt. II. 209.

Meuninpbofen ( ), niederländischer

Geschichts- und Landschaftsmaler, von welchemman in den Kirchen der Jesuiter und der Abteyvon den Dünen zu Brügge Arbeit sieht.

äe DsLcaMjvL.

Meurs (C. H. van), Kupferstecher zu Amster-dam , verfertigte eine Sammlung von Blatternnach G. Douw, F. Mieris, A - van der Werf u. sf.

— (Jacob van), Kupferstecher u. Buch-händler zu Amsterdam um 1668. arbeitete nach C.vanMander, G-Douw, F. Mieris u. s. w.

* Meus (Livius), Maler von Oudenarde inFlandern, kam frühzeitig nach Florenz , wo er dieSchule des Julian Periccioli besuchte und-sich andem großherzogl. Hofe durch seine Gelchicklichkeit,womiter kleine Figuren nach Callots und dellaBellaManieren mit der Feder zeichnete, sehr beliebt zumachen wußte. Als Stephan della Bella, der sichdamals in Frankreich aufhielt, einige von des Livius Zeichnungen sah, hielt er sie für die Arbeit eineserfahrnen Meisters und machte nach seiner Zurück-kunst mit ihm Bekanntschaft Inzwischen studirte Li-vius in der Schule des Peter von Cortona; Ste-vhan aber beredte ihn, eine Reise nach Rom mitihm zu thun, wo er seine Studien vollführte unddarauf wieder nach Florenz gieng. Dieser Künstlermalte Geschichte, Landschaften und Thiere; manfindet davon viele trefliche Stücke in den großher-zogl. Palläsien. Er st. 1691. 6i.J. alt. In derGaleria Gerini findet man ein Bacchanale nach ihmgestochen. Er selbst brachte 16)0. den Meerport unddie Stadt Pivmbino mit St. della Bella in Kupfer,und ein Titelblatt nach R. Vanni. Mnno Frö»-en-ü»o III. 2ZZ.

Meusnier (German ), arbeitete mit Bar-thvlome de Miniato an vier Gemälden, die zu Aus-zierung der Schränke in dem königl Cabinet zu Fon-kaineblcau dienten. Er lebte um i 5 äo. /e pomteIII. iZ.

— — (L.), französischer Kupferstecher, gabum 1660. Prospecte von dem königl Schlosse, Gär-ten, Springbrunnen u. s. f. zu Aranjuez , nebstverschiedenen andern spanischen und portugiesischenAussichten.

. * — — (Philipp), geb. zu Paris l 655 . lerntebey Jacob Rousseau. Er that sich in der Architec-turmalercy besonders hervor und erhielt den Be-fehl. das Gew-stb der königl. Kapelle mit seinerArbeit zu zieren. Philipp malte die Architectur inder Galerie des Palais Royal , die übrigens An-ton Coypel's Werk ist; von ihm sind auch die aus-wendigen Zierathen des Schlosses Marly. SeineArbeit thut wegen seiner Wissenschaft in der Aus-

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thellung von Licht und Schatten eine trefliche Wir-kung. Er besaß eine vollkommene Kenntniß derPerspectiv ; die ^Architectur ist von großem Ge-schmacke, regelmäßig und sehr fleißig ausgearbeitet;auch zeichnete er die Figuren sehr wohl. Die KönigeLudwig XlV. u. X V. besuchten seine Werkstätte undbewunderten feine Gemälde. Er genoß eine königl.Pension und hatte eine Wohnung in de» Galerien desLouvre. In die königl. Academie kam Meusnier1700. und ward derselben Schatzmeister. Er st. 1734.— Der * eine von seinen Söhnen lernte bey NiclausLargilliere, und arbeitete zu London ; der anderelernte die Baukunst bey Assurance. 4 '^-'§e-r.evr//e.

Mexares. S Hexans und Hymphodorus.

* Mey (Raphael de), Kupferstecher, arbei-tete nach H Golzius u. s. f. Christ bemerkt seinMonogramm S- Z 5 c>.

Meyburg (Bartholomö), von Mazelands-huys gebürtig, geschickter holländischer Bildnisse -und Geschichtemaler, arbeitete an verschiedenenHöfen in Deutschland und lebte um 1660. ^to«-brarüen II. 2H0.

* Möyb usch (Anton), Etahlschneider zuStockholm , machte neben Andern; einen Schau-pfenning über die Siege König Carl XI. in Schwe-den in 1676. und 1677. Lochner V.ZiZ. giebt davoneinen Stich. Meybusch arbeitete auch um 1700.in dänischen Diensten.

Meydenbach (Jacob). S. Medebach.

Meyen (Cornelius van). S. vermeyen.

Meyer (Albert). S- v. R Speckle

— — (Andreas), Maler und Kupferstechervon Zürich , wird mit seinen Monogramm vonChrist S. 89. angeführt. Aber weder er selbst nochseine Arbeit, die in radirten Städten bestehen soll,ist in seiner angeblichen Geburtsstadt bekannt.

— — (Bartholomö), Stahlschneider, arbei-teitete um 1680. zu Kopenhagen . Jacobäus.

* — — (Conrad i, Theodors Sohn, lernteauch zu Bern bey Joseph Plepp und arbeitete zuFrankfurt am Mayn unter M Merian. Er kannunter die arbeitsamsten Künstler gerechnet werden,indem man so viele Gemälde Geschichten und Land-schaften von seiner Hand siehet, daß diese alleindie ganze Lebenszeit eines fleißigen Malers erfordern.Allein neben diesen verfertigte er noch eine erstaun-liche Menge schöner und angenehmer Blätter, diein Sinnbildern, Geschichten , Landschaften u. s.w.bestehen. Er st. -689. 71. I alt. Füßli I. 95.

— — (Cornelius , holländischer Kriegsbau-meister und westlicher Mechanicus, machte sich be-sonders durch Erfindung bequemer Maschinen,Flüsse zu säubern und schiffbar zumachen, bekannt.Er ward deswegen um 1680. nach Rom berufen,wo er ein Buch mit vielen Blättern über diese Kunstin italienischer Sprache gab.

* — — (Daniel), Maler zu Frankfurt amMain , lebte um 1609. Die Gebrüder de Bry ga-ben in diesem Jahr eine Architectur von 5 ». Blät-tern nach seinen Zeichnungen und Stichen. Manfindet sein Zeichen bey Christ G 167. u. Zu6.

* — — (Felix), Maler von Wincerthur inder Schweiz, lernte zu Nürnberg bey Franz Ermels und ward in Landschaften vortrcflicb. Er durch-reiste das an schönen und seltsamen Aussichten sofruchtbare Schweizerland und brachte alles Merk-würdige in zierliche und geistreiche Zeichnungen,wodurch er eine solche Uebung erlangte, daß er ohnegroße Mühe große und kleine Landschaften mir gu-tem Geschmack und »»gemeiner Fertigkeit malenkonnte. Meyers erste Manier ist «eines Lehrmei-sters vollkommen ähnlich und wohl ausge'acht;hernach aber gewöhnte er sich an eine flüchtigere undzog die Natur selten mehr zu Rathe. Melchior Noosund Georg Philipp Rugendas haben viele von seinenBildern mit Figuren und Thieren ausgezierk. Erselbst etzte verschiedene Blauer mit einer sehr flüch-

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