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eigen Nadel. Dieser Künstler starb zu Weyden, woer Amtmann war i/i 3 . 60. I. alt. Füßli V. i 5 b.
Meyer (Franz de), holländischer Maler, stu-dirte zu Rom , wo ihm die niederländische Hchil-derbent den Namen virstel beylegte. /konbr-acLe»III. 102.
* — — (Friedrich Elias), geb. zu Erfurt 1720. verlor in früher Jugend seinen Vater, derein Bildhauer war; daher er nach Gotha gesandtwurde, diese Kunst bey dem Hofbildhauer Grüne-beck zu lernen. Der Fürst von Sondershausen nahm ihn dann 1741- in seine Dienste; von da kamer an den Weimarischen Hof. Der dortige Herzogsandte ihn nach Berlin , seine Studien zu vollenden,starb aber nicht lange hernach; daher Meyer 174h.nach Dresden gieng, wo er in der PorcellanfabrikModelle zu Figuren verfertigte. Endlich kehrte er1761. nach Berlin zurück und ward Director derkönigl. Fabrik, welche ihm die schöne Anordnungder Modelle zu danken hat. — Sein Bruder undSchüler, «Wilhelm Christian, geb. 1726. arbei-tete zu Düsseldorf und zu Bonn . Wiewohl er eingeschickter Bildhauer war, sieht man doch wenigeStatuen, bloß in Privatgarten, von seiner Hand.Beschreib von Berlin S. 386 .
— — (Ieremias), ein Deutscher, war um»770. einer der beßten Miniatur- und Schmelzn,«-ler zu London , und arbeitete für den königl. Hof.Auch war er ein Mitglied der dastgen königl. Aca-demie. Neue Biblisch, schöner WissenschaftenXIV. 62.
— — (Joachim), Formschneider zu Straß-burg um 1570. Man hat von ihm eine Sammlungvon Schwerdtfechtern auf 62. Bl.
* — — (Johann). S. den Art. TheodorMeyer.
— — (Joh. Caspar). S. G. Brandmül-ler, seinen Schüler.
« — — (Johann Daniel), Miniaturmalerzu Nürnberg um 17 0. Derselbe war ein großerMeister in Abbildung von Pflanzen und Thieren.
* — — (Joh. Jacob), Bildnißmaler zu Ba-fel um 1720. Thourneiscr, Seiler, Haas u. s. w.haben nach ihm gestochen. — Ein anderer JohannJacob, Theodors Sohn, machte sich als Gold-schmied durch getriebene Arbeit berühmt.
* — — (Rudolph), Dietrichs Sohn , kamnach überstandener Lehrzeit zu Matthäus Merian nach Frankfurt am Mayn, für welchen er vieleBild-nisse und anders in Kupfer etzte. Sein vornehmstesWerk in dieser Kunst ist: Nurerl Hslvetia ssncta,welches er nach Hans Aspers Zeichnungen radirte.Er machte auch viele Zeichnungen zu einem Bibel-werk und dem Todtenianz, die hernach sein BruderConrad in Kupfer brachte. Er st. i 638 . 53 . 1 . alt.Füßli I. g 5 .
« — — (Theodor) , geb. zu Zürich 1671- warin allen Theilen der Kunst wohl erfahren. Er malteaus Glas, und Bildnisse in Del; auch zeichnete ersür die Glasmaler und Goldschmiede. Was ihmaber die meiste Ehre macht, ist die Erfindung desweichen Etzgrundes, den er in Bildnissen, Sinn-bildern, Jagden, Bauernlanzen, besonders aberin dem Zuricher-Wappenbuche mit gutem Erfolg ge-brauchte. Es ist hierbei) anzumerken, daß dieserEtzgrund der einzige ist, dessen man sich heut zuTage bedient, da hingegen der harte Eygrund, wel-chen Callvt, S- Frisius, A. Bosse u. s. f. gebrauchthaben, gänzlich abgeschaft ist. Theodor ward inden kleinen Rath gezogen und st. »638 87.1. alt. —Neben Rudolph, Tonrad und Joh. Jacob,welche in besondern Artikeln vorkommen, hatte ernoch einen vierten Sohn, Johann, der, zufolgeder Unterschrift seines von ihm selbst geetzten Bild-nisses, Blumen gemalt. Er gieng nach Frensheim in der Pfalz , wo er Schulmeister wurde, und starbdaselbst i6t>6 6r. I. alt. — Ein anderer JohannMeyer, Conrads Sohn, arbeitete in seinem Va-
Meytens.
terlande Vieles in der Malerey und im Kupferetzcn.Man schätzt aber nichts von seiner Arbeit, als waser in der Jugend verfertigte. Er hakte einen großenPlan von der Stadt Rom und verschiedene andereBlätter im II. Thl- von Sandrarts Academie geetzt.Ferner hat er für Jacob Sandrarts Verlag zu Nürn-berg gearbeitet. Füßl, I. 60.
* Meyering (Albert), Maler von Amster-dam , lernte bey seinem Vater Friedrich Er giengsehr jung nach Paris und Italien , wo er keine Müheund Ungemach scheute, um etwas Rechtes zu ler-nen. Von da kehrte er, nach einem zehnjährigenAufenthalt, in sein Vaterland zurück und arbeitetedaselbst in den Pallästen König Wilhelms lll. inwelchen man schöneDeckenstücke und andere Gemäldevon seiner Hand findet. Man erstaunte über dieFertigkeit, mit welche* er, in Gesellschaft seinesFreundes Glauber, die Bilder des Speisesaals indem Schlosse Soestdyk ausarbeitete. Meyeringstarb zu Amsterdam 1714. 6 g. I- alt. Er wußteseine Gemälde sehr angenehm einzutheilen. Nichtsist einnehmender als diejenigen, worinn er Schlösserund Buschwerke vorstellte Viele von seinen Wer-ken sind mit einer großen Menge Figuren angefüllt;sie sind meistens in Italien , vornehmlich aber inHolland bekannt. Er hat neun Landschaften geetzt.
lll. 17g.
Meyn. S. Myn.
Meysselaer( ), Landschaftsmaler, vonwelchem eine Tafel in der Galerie zu Düsseldorf ge-zeigt wird. 600/ II. 664.
* Meyssens oder Myrens (Johann),geb. zu Brüssel 1612. lernte bey Anton van Opstalund bey Niclaus van der Horst. Er malte fleißigausgearbeitete Bildnisse und Geschichte. Der Prinzvon Oranien und verschiedene andere Personen vomersten Range saßen ihm, und er hatte das Glück,daß seine Bilder allgemeinen Beyfall erlangten;aber er verließ die Malerey und ward ein Kunst-händler. Man glaubt, dieses sey au: Antrieb sei-nes Sohns «Cornelius, eines geschickten Kupfer-stechers, geschehen. Von diesem letzter,, hat manviel schöne, mit dem Grabstichel verfertigte Bild-nisse. Johann war , 656 . einer von den Vorste-hern der Malergcsellschaft in Haag. Auch arbei-tete er selbst im Kupferstichen nach Rubens , Dan-dy ck u s. f. Unter seinen Blättern findet man eineSammlung von Maler- Bildhauer! und Kupfer-stecherbildnissen, die er ,64g. herausgab. ProsperMarchand führt in seinem Dickionair ein sehr sel-ten gewordenes Buch an, welches Johann in ob-gemeldtem Jahre zu Antwerpen aus Licht stellte,auf dessen Titelblatt er sich einen Maler undSpeckkrämer nennt. DercaiM/n II. Ig6.
Meyssonier. S. Meissonier.
* Meyrens (Martin de), der Sohn PeterMartins, eines Malers aus dem Haag, der andem schwedischen Hof arbeitete, ward i 6 g 5 . zuStockholm geboren. Er gieng schon im Sieben-zehnten nach Holland , um 17,4. als Volontair indem Gefolge König Georgs 1 . in England, wo sichseine Talente zur Miniatur- und Schmelzmalereyanfiengen zu entwickeln; dort studirce er besondersdie Werke des Vandyck- In 1717. kam er nach Pa-ris , wo er seinen Landsmann, den berühmten C-Boit, und dessen fernern Unterricht suchte. Daselbstarbeitete er für den Herzog Regenten und malte vier-zig Bildnisse Czaar Peccr des Großen in Schmelz-werk. Nach einer weitläufkigen Reise kam er 172a.nach Venedig und 172g. nach Rom Er legte sichaufdasGroßmalen, und hattedieEhre, desPabjwBildniß zu verfertigen ; endlich gieng er nach einerneunjährigen Reise nach Wien , wo er bald zunikaiserl. Kammermaler angenommen wurde. Erward Director der Künstleracaoemie zu Wie" undstarb daselbst 1770. Meyrens fand in der Ocl-malerey so viele Arbeit, daß er wenig Zeit für dieMiniatur übrig hatte. Seine Manier war , dieFarben dichte aufzutragen und mit einem leichten