Meyvogel.
Pinsel zu arbeiten, welches seine Carnation durcheine liebliche und zarte Färbung sehr hob. WenigeMaler wissen ihren Bildnissen so anständige Stel-lungen, und durch eine gute Auswahl und wohlgerfaltete Gewänder ihren Figuren so viel Leben undBewegung zu geben, als er. Man sieht von ihmFamilienstücke, die bis auf , 5 . Figuren enthalten.Müller, Stenglen, Faber, Petit, I. G- und I. I.Hayd u. s. f. haben nach ihm gestochen. Die Herrnach folgende Myrens waren seine Voreltern.Lunftzeitung 1770.
Meyvogel. S. Mayvogel.
* Mezner. S. den Art. G. N). vestner,seines Schülers.
Mezofinoguecra. S- M. Fmiguerra.
* Mezu (Gabriel), geb. zu Leyden , 6 , 5 .Man vermuthet aus seinen Gemälden, daß Douwund Terburg seine Muster gewesen. Er gieng nachAmsterdam , wo er sowohl wegen seiner Kunst alswegen seines Umgangs in großem Ansehn stand.Man gab dem beständigen Studiren seinen frühzei-tigen Tod schuld; er st. , 658 . Dieses große Geniewählte sich zu seinen Gemälden eben die Gegenstände,wie Mieris: Er arbeitete seine Werke eben so aus,aber er hatte noch einen bessern Geschmack; manfindet in seiner Arbeit nichts Rohes, nichts Ge-zwungenes , nichts Frostiges. Er ahmte die Naturgetreu nach, doch wählte er nur das Schöne. SeinEolorit kömmt Dandycks nahe. Seine Köpfe sindschön und doch abwechselnd. Me?u wußte dieHarmonie der Farben so gut zu behandeln, daß manz. B. ein rothes Kleid, und hinter demselben einenrothen Vorhang, in Ansehung der Stoffe leichtunterscheiden konnte, ohne daß man in den FarbenLine » großen Absatz verspürte. Eines von seinen Ge-mälden, 21" hoch und breit, ward bey Ver-steigerung des Cabinets von Gaignat zu Paris um55 o 5 . Livr. verkauft. I. Gole, Wille, Daullö,Pelletier, Mechel u. s. f. haben nach ihm gestochen.
II. 229.
* Mezzadri (Anton), geschickter Blumen -
und Früchtemaler zu Bologna , blühete um 1688.Die Häuser seiner GcburtSstadt sind mir schönen Bil-dern von ihm geziert- Fe/chrn III. 20.
Mezerri (Johann), bemalte mit Anton Bi-chierai das Gewoib der großen Kapelle in der KircheSt. Maria deüi Angioli alle Terme zu Rom . Dtr. —Ein Künstler dieses Namens, oder vielleicht dergleiche, malte in der Kirche St. Jacob zu Siena ./chci.
* M rcarln 0 ; Beyname von D- Beccafumi.Gandellim meint, dieses sey der Name eines derersten Kupferstecher, und habe keine Gemeinschaft mitBeccafumi .
Micc indes. S. den Art. Anchermus.
Miccio, antiker Maler, lernte bey Zeuxis.
— Ein anderer Miccio, s. den Art. (6al-ttns Attaviani.
* Michault (Theobald), geb. zu Tournay
1676. lernte bey Wilhelm Schellinks. Seine Land-schaften , wclcheDorffeste und andere bäurische Lust-barkeiten in vielen Figuren abbilden, sind von an-genehmer Färbung und verständiger Behandlung desPinsels, nach deS Douts Manier. Er wohnte bey5 n. Jahren zu Brüssel; von da begab er sich nachAntwerpen , wo er um 1725. noch lebte. Baudouinhat nach ihm geetzt. 54 -
* Michel (Clodion i, französischer Bildhauerund Mitglied der konigi. Academie zu Paris . Manfand unter den Kunststücken, die 177Z. in dem gros-sen Saale des Louvre ausgesetzt waren, einige vonihm, welche die Bewunderung der Kenner verdien-ten. Eine Vase von Marmor dieses jungen Künst-lers , die mit einigen Gruppen Genien ausgeziert ist,war ehemals in Mariette'ö Cabinct, und ward um6vn. Livr. verkauft. Mau findet in seinen Werkeneine sehr richtige Zeichnung und eine beherzte und
Michele. 4«9
geistreiche Ausarbeitung. Er wird auch MichelClaudion genannt.
Michel (Gerard). S. den Art. Anr. Lanrose.
— — (Joh. Baptist), französischer Kupfer-stecher, lernte bey Peter Chcnu und verfertigte vieleBlatter nach Teniers , Brecmberg, Boucher u.s.f.Lara».
— — (Monsu); Beyname des M. Maglia.
* — — (Sigisbert), französischer Bildhauer,den der König in Preußen nach G. B- Adams Tode1761. nach Berlin berufen ließ. Beschreibung vonBerlin S. 3 gi.
* MicheIa ( ). Von diesem unbekannten
Perspektivmaler sieht man in einem Zimmer des kö-nigl. Schlosses zu Turin einen Prospekt von demSchlosse Rivoli, der von Dominicus OlivierimitFiguren staffirt ist. M-sto/i I.
Michelange des Larailles und desBambochades sind Beynamen des M. K.Lerquozzi.
* Michelangeli (Franz), genannt Aqui-lano, weil er aus dieser Stadt gebürtig war, lerntebey Benedict Luki. der ihn viele von seinen Gemäldencopiren ließ. Erstarb zu R0M1720. etwa^c». I. alt.Detter e n« in VI. 278.
Michelangelo (der unbekannte); Deyname,den Ludwig Carracci dem Aley. Minganri gab.
— —' Dieser Name bedeutet meist M A-Bo-naroti, und zuweilen den Merigi und Eerquozzi;auch ist es etwa der Beyname von R M- Slods.
Michele (Anton), Dominicaner-Laybrndervon Vitcrbo, zierte um i-j 2. einige Thüren der altenSt- Peterskirche zu Rom mit verschiedenen in Hol;geschnitzten Bildern und Geschichten.
D p. 140.
* — — (Joh. Hieronymus Sän), Kriegs-baumeister von Verona , lernte bey seinem OheimeMichel Sän Michele, der ihn mit so viel Lieve undTreu in dieser Kunst unterwies, daß er schon früh-zeitig von der Regierung ein gleiches Iahrgeld wiesein Meister erhielt. Er verfertigte sehr schöne Zeich-nungen und Modelle, arbeitete auch an den Festun-gen in Dalmatien und im Königreich Cypern , starbaber erst 45 . I. alt um die Mitte des XVI. Jahrh.
Ho. 20.
* — — (Matthäus Sän), Michels naherAnverwandter, ein treflicher Civil- und Kriegsbau-meister. Die Festung Casal di Monferrato und einschönes Grabmal von Marmor in der dasigen KircheSt. FranziscuS waren sichere Proben seiner unge-meinen Geschicklichkeit in diesen Künsten. /HaR.
* — — (Michel Sän), geb. zu Verona 148lernte die Anfange der Baukunst bey seinem VaterJohann und bey seinem Oheim Barrholomö. Ergieng in seinem Sechszehnten nach Rom , wo er mitunermüdetem Fleiße die antike Baukunst studirteund in Kurzem einen solchen Ruhm erlangte., daß ernach Orvieto und Monrefiascone gefodert wurde,die dasige Hauptkirche zu bauen Auch diente er alsKriegsbaumeister Pabst Clemens vil. und demStaate zu Venedig . Michel baute für diesen letzten,die Festung Corfu und starb daselbst 122g., wardaber, auf sein Begehren, in seiner Vaterstadt be-grabe». Er war ein großer Meister in ieiner Kunst,kannte den wahren Endzweck derselben, und wußteseine Ideen, nach Ersorderniß der Umstände, zuer-Hohen oder zu crniedern. Die StadtVerona ist vollvon angefangener! Pallästen, Stadtthoren, Vorder-seiten, Kirchen u. s. f. von seiner Baukunst. SeinMeisterstück ist die dasige Kapelle Pellegrini in derKirche St. Bernhardt,,. Dieses überall vewunderteWerk ist mit erstaunlichem Fleiß und edelm Ge-schmack ausgearbeitet. An einer Pforte, del Paliogenannt, in eben dieser Stadt, sieht man, wie tref-flich er die Antiken , welche er sich zu seinem Mustervorgesetzt hatte, nachgeahmt. Er arbeitete auchziemlich gut in der Sculprur. So >reht man von iym