4zo Michele.
ein gegossenes Kruzifix ob dem Eingänge des Chorsin der Hauptkirche zu Verona : Der Kopf ist sehrschön und das übrige ziemlich richtig gezeichnet,aber mit wenigem Geschmack ausgeführt. /'oW-,
2g.
* Micheie (Michelozzo), Baumeister und Bild-hauer zu Floren;, lernte bey Donatello , seinem Mit-arbeiter. Nach der Zeichnung dieses treflichen Man-nes sieht man in der Stadt Florenz Palläste, Klö-ster ,Kirchen und Brunnen aufgerichtet; sogar wur-den zu Jerusalem Gebäude nach seinen Rissen ver-fertigt. Er bereicherte auch die Galerien, Plätzeund Grabmäler seiner Vaterstadt mit Statuen undanderer Marmorarbeit. Michelozzo brachte durchRöhren und Triebwerke Wasser aus Svdbrunnenoben auf die Palläste und Schaubühnen, womit ersich bey jedermann beliebt und berühmt machte. Mi-chelezzo war der sinnreichste Baumeister seiner Zeit,und, man kann sagen, der erste, welcher in Pallä-sien Pracht, Reichthum von Zierathen und eine guteEintheilung der Jnngebüude anzubringen wußte.Korrari berichtet ( 1 '. I.) G>'uma (p. 34 -), dieserKünstler habe die Aufsicht über die Münze der StadtFlorenz gehabt, und selbst einige Gepräge in Stahlgeschnitten. Er blühete um 246». st. 68. I. alt undward in der Kirche St. Marcus begraben,
II. 338 .
— — (Monsu); Beyname des M-Maglia.
— — (Parrhasius). S. Michieli.
— — (Pater), Kapuziner und Baumeister.S- den Art. Anron Easoni.
— — (Paul Sän), Baumeister zu Verona .Man schreibt ihm einen Theil von der Vorderseiteder Kirche St. Maria in Organo zu.
Micheleda ( ), Baumeister von Verona ,
dessen Perer Arerüius in einem seiner Werke ge-denkt , wird von Teinanza für den Michel SänMichele gehalten.
Michelerri (Joseph). S. den Art. A-Allgnim.
Michelerro ( ), einunbekannterMaler,
von welchem man in der Benedictinerkirche Pragliazu Padua einen Christus siehet, /Lonstti.
Micheli (Pastorino di Giovanni). S- Pa-storin».
— — (Peter) vonForli, malte für die KircheSt. St. Jacob und Philipp zu Pavia zwo historischeTafeln. Lm to/r II.
— — (Philipp) , von Camerino gebürtig,uralte einige historische Tafeln für die Kirche StSebastianus, St. Bonavcntura und St. Maria diLoretto zu Rom . Trti.
— — (di); Beyname von Coccheri.
Mtchelin ( ), Bildnißmaler , arbeitete
um 2660 an dem braunschweigischen Hofe. R-Nanteuil, G. Edelink u. s. w. haben nach ihm ge-stochen.
MicheIini (Domenicus). S. den Art. pr-caulr.
Michellno, trcflicher Edelsteinschneider inItalien , ahmte in seiner Arbeit die Griechen undRömer fleißig und genau »ach. Er blühete unterder Regierung Leo X . um i 5 r 5 . III. 286.
— Maler von Mailand , lernte bey Tho-mas Giottino. Er arbeitete nach dem Geschmacke-seines Zeitalters und stellte seine Figuren auf dieSpitzen ihrer Füße Gleichwohl führt ihn Lomazzoals einen sonderbaren Künstler an.
— — (Dominicus di^, ein Florentiner, lernte
bey Johann Angelico von Fiesole . Er malte nebenAnderm das Altarblatt St. Zenobius in der KircheSt. Apollonaris zu Florenz . Dieser Künstler blüheteunr i 43 o. ll Zhz.
Michelozzi (Michelozzo ). S. Michele.
* Micherri (Niclaus), Baumeister von Rom ,Wird von Tirr in Beschreibung der Kirche St. Fran-
Miel.
cesco a Ripa angeführt. Er hielt sich lange in Ruß-land auf, wo ihn Catharina 1 . mit ihrer Gewogen-heit beehrte. Nach seiner Zurückkunft nach Rom er-hielt er den Ritterorden vom güldenen Sporrn,welchen ihm derCardinal Ottoboni 2727. imNamendes Pabstes verlieh. II. 5 g 3 .
Michrele (Andreas), Maler von Dicenza,arbeitete in dem dasigen Pallaste der Grafen Trenti,der von B. Scamozzi erbaut ist. p. 24.
— — (Marc Anton), edlerVenetianer, warin der Baukunst wohl erfahren und schrieb darüberan einen seiner Freunde einen lateinischen Brief,ä'e-'/io.
* — — (Parrhasius), Maler zu'Venedig ,lernte bey Titian , und nach dessen Tode bey PaulCaliari. Er verfertigte nach dieses letzter» Zeich-nungen Gemälde; und obwohl er in seiner Kunstnicht allzufest gegründet war, überwand er diesesHinderniß durch seinen Reichthum, indem er in sei-nem wohl ausgezierten Hause offene Tafel hielt undund seine Freunde mit Zuckerwerk und köstlichen Wei-nen bewirthete, wodurch er zuwege brachte, daßdiese ihn aller Orten anpriesen und seine Gemäldewohl bezahlt wurden. Man sieht einige davon in denKirchen zu Venedig , besonders in der Kirche St.Josephs, wo er auf eigene Kosten einen Altar stif-tete , mit einer Tafel von seiner Arbeit zierte, unddiesen Ort zu seinem Begräbnisse wählte. Er blühete
UM ihgo. II. 124.
* Michu ( ), ein geschickter französischer
Glasmaler, zierte mit Tempi die Fenster derFeuil-lantinerkirche mit vieler Kunst nach Zeichnungen vonMatthias Elias. Sie stellen die Lcbensgeschichtendes sei. Joh. Baptista de la Barriere als Stiftersdieses Ordens vor. Srice.
Miciades. S.Anrhermus, seinen Sohn.
* Mieter (Paul), Maler von Sarragossa,
war, ungeachtet seiner Geschicklichkeit, dennochmeist unbekannt Man sieht von ihm in dem dasigenOralorio St. Clemens das Bildniß dieses Heiligen.Er starb daselbst 2656. 70. 1 . alt. X°. 206.
Micker (Johann). S. den Art. I. B. wee-ninx, seines Schülers.
Mrc 0 card, Formschneider, von welchem maneinen großen in Helldunkel gearbeiteten Holzschnitt»ach Parmesan findet, der den Diogenes vorstellt.Kr/)///o» I. 3 g 4 -
Micon. S. Mycon.
Mico-Spadaro; Beyname von D- Gar?giuli.
Midius, antiker Edelsteinschneider. Man zeigtvon ihm einen Greif von einer Schlange umwunden,den er in erhabener Arbeit auf einen Eardonierschnitt. Car/InL /?ecr-er/ I. ?I. 53 .
X°. 4.
* Miel (Johann), niederländischer Maler,war in Italien unter dem Beynamen dalle vire undin Holland unter Kicker bekannt. Er lernte zuAntwerpen bey Gerard Segers, und zu Rom beyAndreas Sacchi. Miel fieng mit einem Bilde ansich bekannt zu machen, worin er die Schlagringdes Fel'ens vorstellte, welches in der Galerie despäbstl.Pallastes in Monte Cavallo aufbehalten wird.Viele Kirchen zu Rom besitzen von seinen Gemälden,und 2648. ward er Mitglied der dasigen AcademieSt. Lucas. Carl Emanuel, Herzog vonSavoyen,zog ihn an seinen Hof, ernannte ihn zu seinem erstenMalerund beehrte ihn mit dem St. Mauritiusocden.Man sieht in den herrschaftlichen Lustschlössern Vie-les von seiner Arbeit, besonders von Jagden, mitvielen nach der Mode gekleideten Figuren, vonschönem und kräftigem Colorit, auch kecker Behand-lung des Pinsels Miel verlangte wieder nachRom , aber der Herzog wollte es nicht gestatten;er starb deswegen aus Verdruß 2884. 65 . I- alt.passeri sagt S. 228. er sey r 656 . 58 . I alt gestor-ben. Man sieht in seinen Arbeiten mehr Fleiß undNachahmung großer Meister, als eigenes Genie