ZZ2 Porta.
Er malte die Tafel des hohen Altars in der KircheSt. Marcellina , worin diese Heilige abgebildet ist.Man siehet von seinen schönsten Arbeiten im PallasteVisconti zu Mailand , wo er um 176a. arbeitete.
* porta (Horaz ), Maler von Monte Sansavi-no; lebte um i 56 o. Er arbeitete unter Georg Va-sari in dem herzoglichen Pallaste zu Florenz , undwar Mitglied der dasigen Maleracademie.
* -(Jacob della). Die meisten Schriftsteller
halten ihn für einen Mailänder von Porlez gebürtig;Baglioni aber giebt ihn für einen Römer an. Erverfertigte in seiner Jugend Figuren und Zierathenvon Stucco . Nachher lernte er die Baukunst beyJaeobBarozio, und ward hierin einer der größtenMeister; daher ihm zu Rom die Aufsicht über denBau der St. Peterskirche und des Kapitels anver-traut wurde, wo er unter andern die prächtige großeKuppole bemeldter Kirche nach Michelangelos Zeichnung zu jedermanns Erstaunen aufführte, dieauch als das vortreflichste Stück der neuern Baukunstangesehen wird. Neben vielen andern Kirchen, Pal-lästen, Altären und Grabmälern, zierte Jacob auchdie Stadt Rom mit etlichen sehr schönen Spring-brunnen. Er blühete um 1580. und st. 65 . I. alt.Man siehet nach seiner Zeichnung den Fußbodensamt dem Jnnwendigen der Capella Gregoriana inKupfer geatzt. S. den Art. P. A. Barca. L'a§-/rotti p. 76.
— — (Joh. Baptist della), des ThomasBruder, Bildhauer von Porlez; arbeitete nach demAbsterben seines Vetters Wilhelm della Porta fürdie Familie Farnese zu Rom . Er war vornehmlichin Bildnissen geschickt und verfertigte die Büsten derzwölf ersten Kaiser für den Cardinal Alexander, derihn reichlich darfür belohnte und zumRitter desgöld-nen Sporrns schuf. Man findet auch einige wenigeStatuen von ihm in den Kirchen dieser Stadt. Joh.Baptist brachte viele Zeit mit seinem Kunstgewerbevon antiken Bildhauerstücken zu. Er st. 1694. 55 . 1 .alt. LaFü'om p. 70.
* -(Joseph), genannt Salviari, vene-
ziano, auch Grafagnino, von dem Orte seinerGeburt; lernte bey Franz Salviati, unter welchemer zu Rom und zu Venedig arbeitete. Joseph setztesich in dieser letztem Stadt, und da er in Oel, vor-nehmlich aber in Fresco sehr geübt war, auch dieVenetianische mit der Römischen Manier verband,mangelte es ihm nicht an Gelegenheit, in Palläsien,Sälen und Kirchen zu arbeiten. Sein Ruhm ge-langte bis nach Rom , wohin er unter Plus I V. be-rufen wurde. Dort malte er in dem sogenanntenKönigliche«) Saale des Vatikanischen Pallastes dieGeschichte Kaiser Friedrich l. der dem Pabst Ale-xander III. die Füße küßt, und empfieng ioi'o.Gold -gülden zur Belohnung. Er schrieb auch ein Buch,und zeichnete darzu verschiedene mathematische Figu-ren, die er in Druck zu geben vorhatte, aber kurzvor seinem Tod ins Feuer warf. Er st. i 585 . 5 ».J.alt. Man sagt, ein reicher Narr habe ihm einstein Marienbild zu malen aufgetragen, an welchemdas eine Aug von Ultramarin, das andre aber vonCarmin seyn sollte, weil er irgend mochte gehört ha-ben, daß dieses die kostbarste Farben waren: Obaber der Maler diesem seltsamen Einfalle gefolgt,wird nicht gemeldet. Dieser Meister besaß eine rich-tige Zeichnung, und erfand mit vieler Leichtigkeit.Seine Zusammensetzungen sind verständig und sehrschön; man findet in seinen Gemälden Köpfe vongutem Charakter. Seine Farbe fällt etwas insGraue, zuweilen aber ist sie gut. Auch bemerkt manin seinen Werken eine gezwungne Manier, die Mus-keln des menschlichen Körpers stark auszudrücken.Man hat von ihm eine sehr schöne Academie derWissenschaften, die er nebst vielen andern seltenenStücken, welche Papillcm (I. 1Z7.) anführe, inHolz geschnitten; unter diesen gedenke man vorzüg-lich eines Kruzifixes. Man findet verschiedene Blat-ter nach diesem Meister in den Sammlungen des Loui-sa und der Dresdnischen Gallerie. I. 221.
— — (Theodor della), Wilhelme Sohn,
Porriggiani.
Bildhauer zu Rom ; war Mitglied der dasigen Aca-demie St. Lucas, und lebte noch um 1607. Er führteden Titel eines Ritters. Fortar-111.439. (diot. 2.)
Poren (Thomas della), von Porlez gebürtig;begab sich nach Rom , wo er, durch Nachahmungder antiken Statüen in Marmor und Erzt, einengroßen Ruhm erwarb. Er st. daselbst 1618. undward in der Kirche Madonna del Popolo begraben.Dieser Künstler machte ein Testament, in welchemer sehr reiche Vermächtnisse aussetzte; weil er aberseine Sammlung von antiker und moderner Bildhau-erarbeit auf 6o,ovo. Thaler geschätzt hatte, die nachseinem Tode für mehr nicht als 6000. verkauft wer-den konnte, war es unmöglich, seinen letzten Willenzu erfüllen. p. i/p. — Ein anderer Tho-
mas della porta lernte die Bildhauerkunst bey LeoLeoni, und st. 1567. vasari führt ihn in der Le-bensbeschreibung seines Lehrmeisters an. — Eindritter Thomas della Porta, von Brescia gebür-tig , lernte bey Peter Mulier. Er folgte seiner Ma-nier in Feldschlachten und Landschaften sowohl, daßer mit ihm vergliechen werden konnte. Derselbe ar-beitete zu Brescia, Padua, und setzte sich zu Verona ,wo er um 1715. 26.1. alt blühete. Rei-
cht. p. 20.
* -(Wilhelm della), Bildhauer von Porlez
im Mailändischen gebürtig; lernte bey seinem Ohei-me Jacob della Porta, und studirte nach Leonhardda Vince. Er arbeitete zu Genua unter Perino delVaga, der ihn als einen Bruder liebte. Zu Rom verfertigte er viele Statüen, Basreliefs und Grab-mäler; ergänzte auch viele antike Statüen; nebenAnderm die Füße des Farnesischen Hercules, die sowohl geriechen, daß, als nicht lange hernach dieAntiken selbst gefunden wurden, Michelangelo denRath gab, daß man die neuen beybehielt. Nachdem Tode des Sebastian del Piombo , erhielt Wil-helm dessen Stelle, mit dem Bedinge, daß er dasGrabmal Pabst Paul I!I. verfertigen sollte, welchesunter die schönsten Werke der neuern Bildhauerkunstgerechnet wird. Die 17. Fuß hohe Skalüe des Pabstsist von Erzt, da hingegen die übrigen Bilder vonMarmor sind. Bey dem Gusse der Päbstlichen Sta-tüe ist als etwas Besonderes anzumerken, daß, dader Künstler zu befürchten hatte, es möchte das Me-tall wegen der Größe des Werks zu frühe erkalten,er das Beth des Metalles so tief legte, daß der Flußeinen kürzern Weg als gewöhnlich machen, und sichdie Form von unten auf anfüllen mußte. Diese Er-findung geriech so glücklich, daß der Guß fast keinesVersäuberns nöthig hatte. Eine Manier, die jetztnoch in Holland üblich ist. Wilhelm st. zu Rom 1677. LaF/io-rr x,. Im-port a 1 l ( ), Blumenmaler in Miniatur, und
Mitglied der Königlichen Academie zu Paris ; st. da-selbst 1760. bearr-c
porranuova (della), Beyname von A. dePiers.
* porre (Roland dela), geschickter Künstler zuParis um 1760. Derselbe besaß ein besonderes Ta-lent, das Aug' des erfahrensten Kenners in Abbil-dung der Früchte, Gefässe, Bücher, Basreliefsund anderer leblosen Gegenstände zu tauschen, da erin seinen Gemälden die Natur in einem sehr hobenGrade der Vollkommenheit nachzuahmen wußte.Seine Manier ist breit und leicht. Lrx-ontr'o» etc.
* -t Stephan de la), Bildhauer zu Paris ,
wird von pigamol angeführt.
* porregli oder porrelli (Carl), genannt
da Loro (sein Geburtsort in dem GroßherzogchumToscana )', lernte bey Rudolph Ghirlandajo Erverfertigte viele Altarblätter und andre Gemälde inder Stadt Florenz um l 565 . Man stehet von ihmein sehr schönes Bild in einer Kapelle der Kirche St.Maria Magdalena de Pazzi , welches den Marlyr-tod des H. Nomulus vorstellt. 111 . 5 )i.
und 5 x 3 .
portiggiani (Fr. Domimcus). Schüler desJohann da Bologna; verfertigte nach den Zeichmm-