Band 
Erster Theil.
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580
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58 » Rosso.

Giordano Gemälden an. Er st. 1700. 55 . I. alt.Do->/e«rcr III. 44>-

Rosso (Niclaus und Joh. Baptist), treflicheTapezierer aus Flandern , wurden von Herzog Frie-derich von Mantua berufen, einige Stücke von die-ser Arbeit nach den Zeichnungen und unter der Auf-sicht des Julius Pipi zu verfertigen. Einige vondiesen Tapeten, welche biblische Geschichten vor-stellten und mit Golde Vurchwürkt waren, auch we-gen der Zeichnung sowohl, als wegen der kunstrei-chen Arbeit sehr wohl geriethen, schenkte der Her-zog an die Domkirche zu Mailand . Sie lebten um-5^0. 6na»reutr.

— — Maler von Pavia. S. den Art. CarlSacchi, s. Schülers.

— — Beyname von Nannt di Barrolo.

Rossoni (Peter Georg), Baumeister zu Mai-land , besorgte nach des F. M. Ricchini Absterbenin Gesellschaft mit Carl Buzi den Bau des dasigengroßen Spikhals. Er lebte um i 65 o. Lattmstn.

Rossum (Gerit van), holländischer Kunst-liebhaber , zeichnete nach der Natur Landschaftenmit Figuren und Mondscheine, die er mit chinesischerDinte zierlich ausarbeitete. Man findet sie in denHanden verschiedener Liebhaber.

Rossuti (Philipp), ein Florentiner, lerntebey Gaddo Gaddi . Er verfertigte um -Zoo. mitJacob Turnt« große historische Werke von Musiv-arbeit in der Kirche St- Johann von Lateran und ander Vorderseite der Kirche St. Maria maggiore ,beyde zu Rom ; diese Arbeiten haben sich bis aufheute sehr wohl erhalten.

Röster oder Roeßler. S. den Art. C.pauditz.

Rosto (Johann), berühmter Tapezierer ausFlandern , arbeitete um r 55 o. an dem herzogl. Hofezu Florenz. Er wurde nach Venedig berufen, woer unter des Jacob Sansovino Aufsicht und nachdes I. Baptist del Moro Cartons vier prächtige,mit Gold durchwürkte Tapeten für die St. Marcus-kirche verfertigte. p. 37. Vielleicht ist

dieser und der oben angeführte I. Baptist Rossodie gleiche Person.

Rora (Joh. Baptist), Bildhauer zu Padua ,verfertigte das Grabmal seines Freundes, des Lud-wig Denetello. S. seinen Art.

— — (Martin), Kupferstecher von SebenicoinDalmatien; arbeitete zu Rom und zu Venedig .Sein Meisterstück ist das jüngste Gericht nach Michel-angelo , von 1669. datirk. Er arbeitete auch nachTitian, Raphael , F. Zucchero, L. Pennis, u. s f.Unter seinen Werken findet man die Bildnisse derrömischen Kaiser von Julius Cesar bis auf Alexan-der Severus, die er ib/o. zu Venedig in Folio gab.

RorardoderRodarr. S. Rurhards.

Ro rar, (Peter Graf von), geb. zu Verona 1707.lernte die Anfange der Zeichenkunst bey Robert Au-denaert; nach desselben Abreise nach Rom besuchteer des Anton Balesira Schule, zu Rom des FranzTrevisani, und endlich zu Neapel des Solimena .Er verfertigte einige Gemälde für die Kirchen undPalläste verschiedener Städte in Italien , die seinenRuhm festsetzten. Aus dem richtigen Ausdrucke derLeidenschaften machte er sein vornehmstes Studium;nebendem findet man in seinen Werken eine guteAusarbeitung und eine verständige Austheilung vonLicht und Schatten. In der Kapelle des CollegiumsdellaMisericordia zu Bergamo siehet man von ihmeine Geburt Christi: Das Helldunkel in diesem Stückeist des Coreggio würdig; alles Licht, welches dasGemäld erleuchtet, gehet von dem Kind aus, undbeleuchtet stuffenweise alle Gruppen. Rorari arbei-tete 1720. zu Wien und einige Zeit hernach zu Dres-den , wo er verschiedene grosse Gemälde, halbe Fi-guren und Bildnisse verfertigte. Seit rxhb. befander sich an dem russisch-kaiserlichen Hofe zu Peters-

Rotti.

bürg und st. daselbst 176/,. Er hat einige kleineBlatter nach A. Balestra, I. Canale u. s. f. radirt.I. Camerata, C Guttenberg, u. s. w. haben nachihm gestochen. //«Aestor» p. 24.

Roeenamer, oder Rothenhaimer. S.Rotrenhammer.

Rorermanns( ), ein vermuthlich nieder-ländischer Kupferstecher; lebte um 1640.

Roth (Andreas), geschickter Bildhauer; arbei-tete um 1710. zu Berlin . Er wird in UffenbachsLeben I. S. 68 . angeführt.

— — (Franz Jgnatius), Maler von Würz-burg; arbeitete zu Wien unter Johann Kupezky .

-- — (Joh. Gottfried) von Rothenfels , Mi-niaturmaler von Cremnitz; lernte bey Martin vonMeytens. Er arbeitete zu Wien um 1700.

Rothfuchs (Jacob), deutscher Künstler; stelltein seinen Gemälden meist leblose Gegenstände vor.Er lebte um 1710. M-c.

Rothgiesser (Christian), Kupferstecher vonHusum in Schleswig ; blühete im XVII. Jahr-hundert.

Roth mayer (Joh. Franz) Freyherr von Ro-senbrunn, von Salzburg gebürtig; lernte zu Ve-nedig bey I. Carl Loth. Die Kirchen zu Wien undzu Breßlau sind mit seinen Gemälden angefüllt,unter welchen einige wegen schlechterBezahlung sehrvernachläßigt sind. Indeß hatte er doch gute maslersche Einfalle; man bemerkt aber an seinen Figu-ren allzulange Hälse als einen Fehler. Er st. 1727.zu Wien in hohem Alter. x. 170.

Rorini (Peter), Maler zu Rom ; ward i 65 i.als Mitglied der,Academie St. Lucaö eingeschrieben.Lnarientr.

Rorrenhaninier (Johann), eines MalersSohn zu München , lernte auch bey Johann Don-nauer, einem mittelmäßigen Maler. Er gieng früh-zeitig in Italien , wo er nach Tintoret studirte unddenselben beständig nachahmte- Johann liefertemeist kleine historische Stücke auf Kupferplatten,ohne jedoch den Anlaß zu versäumen, grosse Ge-mälde zu verfertigen. Für die Kirche St. Bartho-lomeuS deutscher Nation zu Venedig malte er eineVerkündigung, und eine H. Frabonia für die dastgeSiechenspithalkirche. In dieser Stadt verheyrathcteer sich; und nachdem er lange Zeit daselbst gearbeitethatte, kehrte er in Deutschland zurück und setzte sichzu Augspnrg. Hier malte er das große Altarblattder Kirche zum H. Kreuze, worin ex die Herrlich-keit der Heiligen im Himmel vorstellte; die Zusam-mensetzung ist schön, er wußte in demselben die Stel-lungen vielfältig doch ungezwungen abzuändern.Die Färbung und die kluge Ordnung geben diesemBilde unter allen seinen Werken den Vorzug. Erarbeitete auch für Kaiser Rudolph II. und für denHerzog Ferdinand von Mantua. Johann Breug-hel und Paul Brill malten oft die Landschaften inseine historischen Stücke. Roreenhammer starb1604. 40. I. alt. Lange Zeit stand er im Soldeder Malereyhändler, welches ihm wenig Vortheilbrachte: Aber einige Standespersonen bemerkten inseinen Werken einen guten Geschmack, und gabenihm Gelegenheit sich hervorzuthun; er würde auchhierdurch sein Glück gemacht haben, wenn er sol-ches nicht durch Verschwendung verhindert hätte.In seinen Arbeiten verband er die niederländischeManier mit der venetianischen; seine Gestchtsmie-nen sind angenehm, sein Colorit glänzend und seineBilder wohl ausgearbeitet. Man tadelt in einigenderselben die Unrichtigkeit seiner Zeichnung. JohannWilhelm, Churfürst von der Pfalz , bezahlte füreines seiner Gemälde, welches die Hochzeit vonCana vorstellt,' 5 ooo. Gulden. Die Sadeter, dieKiliane, C. du Paas, Th. Matham, D. Custosu. s. f. haben Verschiedenes nach ihm gestochen.D^cam/15 I. 245.

R 0 rri (Philipp), Stahlschneider. Lochner(VI. 38 r.) giebt den Stich von einer kleinen Schau-