Roubillac.
münze, die auf das Exilium Carl II. von Englanddeutet und mit des Künstlers Namen bezeichnet ist.
Roubillac (Ludwig Franz), Bildhauer zuLondon , verfertigte verschiedene Werke die hochge-schätzt wurden, worunter man die sehr wohl glei-chende Statue des Tonkünstlers'Händel zahlt, diein der Westmünsterkirche sein Grabmal ziert. Die-ses ist vermuthlich eine von Roubillacs letzten Ar-beiten ; denn Handel st. 1769. Er selbst 1761.Aon-'»«/ eti-auAe»', Aa«vre»- 1762. p. 23 - 4 -
Roue (Lucretia Catherina de la), Malerin zuParis um 1700. Gerard Edclink hat das Bildnißdes Abts Bignon nach ihr in Kupfer gebracht.
— — (de la), Bildhauer, arbeitete um 1760.zu Paris .
Rovedaeo (Joh. Baptist), Maler von Ve-rona , lebte mit Paul Caliari und mit Tintoret. Erahmte diesen letzter» in Figuren und Landschaftennach, I. Baptist arbeitete die meiste Zeit zu Ve-nedig ; man sieht auch von ihm einige Freücogemaldezu Verona . Er blühete um i 56 <>. und wird für einengroßen Meister in Landschaften gehalten. /ÄLLoR°. 62.
Rovelli ( ). Von einem Maler dieses Na-
mens findet man in der Kirche St. St. Johann undPaul zu Rom eine Himmelfahrt Mariä. /Lama a,r-tic« e Moeier'-m. Vielleicht soll er zJovelli heißen.
Rovere (Joh. Maurus und Joh. Baptist),Gebrüder, genanntFi'ainengbmi. Der erste lerntebey Camillus und Julius Cesar Procaccini. Er wareines sehr flüchtigen Geistes, ohne welches er ganzgewiß das Ziel der Ehre erlangt hätte. Er undseine Bruder waren gleichwohl in Figuren, Feld-schlachten , Perspectiven und Landschaften berühmt,so daß, so zu sagen, kein Winkel und Pallast zu Mai-land zu finden ist, wo man nicht etwas von ihren Ge-mälden zu sehen bekömmt. Sie starben beyde um 16/jo.wenigstens I. Maurus, der damals 70. I. alt war,und in dem Oratorium St. Cyprianus begrabenwurde. Joh. Baptist malte das Gewölb über demgroßen Altare der Pfarrkirche St. Calimero undeinige andere Frcscoarbcit in der Augustiner-Non-nenkirche St. Maria Magdalena, beyde zu Mai-land . In Beschreibung des Klosters St. Franzis-cus von Assis zu Turin findet man ein Bild unter-zeichnet : Aoa» Lcr/st. äs Naur. t'aciskat
1627. welches ohne Zweifel obbcmeldtenJ. B. Ro-vers bedeutet. Ac>55etti etc.
Rovezzano (Benedikt da), Bildhauer undBaumeister, verfertigte mit Jacob Sansovino undB. Bandinelli sehr schöne historische Basreliefs vongroßen und kleinen Figuren. Derselbe arbeiteteeinige Zeit an dem königl. Hof zu London , wo ervorlrcfliche Werke in Marmor und Erzt lieferte.Um i 55 n. verlor er sein Gesicht zu großem Nach-theile der Kunst, und starb nicht lange hernach.
III. 123 .
— — (Johann da) wird von vasam unterdie Schüler des Andreas del Castagno gezählt.
Rouhier (Ludwig), französischerKupferetzer,arbeitete um das Ende des XVIl. Jahrh, zu Rom an der Sammlung von den öffentlichen Brunnendieser Stadt; dann nach I. L. Bernini u. s. w.
Rvokale (Franz), berühmter spanischer Ma-ler , lernte bey Franz Salviati und Polydor Cal-dara. Er arbeitete mit seinem ersten Lehrmeister zuRom und malte aus eigener Erfindung die Bekeh-rung des Apostels Paulus für die dastge H. Geists-kirche. Roviale lebie auch zu Neapel und verfer-tigte dort verschiedene Werke in Oel und Fresco,welche Domenici (II. i§ 3 .) beschreibt. DieserMaler blühere um i 55 o. tTnanenti.
Roukllemont (S.), Kupferstecher, ver-muthlich voukllement.
Rouillet (Egidius). S. Rousseler.
Rouillon (Maria Anna). S. den Art. pa-pillon.
Roullet (Joh. Ludwig), geschickter Kupfer-stecher von ArleS in Provence , lernte bey ClaudiusMelan, Johann l'Enfant und Franz Poilly, demer in seiner Arbeit sowohl in der Richtigkeit derZeichnung als in der Reinlichkeit des Grabstichelsnahe kam. Er gieng nach Rom , wo ihm seineTalente die Achtung und Freundschaft des CyrusFern erwarben, der ihn nach seinen Gemälden ar-beiten ließ, welches seinem Ruhme sehr vortheilhaf-lig war; dann besuchte er auch andere Städte inItalien , wo er genügsame Gelegenheit fand seineKunst zu üben. Nach einer Abwesenheit von zehnJahren kam er nach Paris zurück und st. 1699. 5 - 4 -I.alt. Man hat von ihm eine große Menge Blätter,von welchen Basan die auserlesensten anzeigt. Roul-lec verstand den Mechanismus des Grabstichelsvollkommen. Ordentlich, ohne Zwang gebrauchteer die ganze und gemäßigt-rautenförmige, auch dieviereckiges Schraffierungen, je nachdem es dasWeiche des Fleisches oder der Charakter der Stoffenerforderte. Durch eine feinere und weitläuftigereals die zwey erster», wußte er gewisse Theile gehö-rig zu dämpfen, damit er dem ganzen Werke seineHaltung verschaffen könnte; er verabsäumte auchnichts von Allem, was ihm Annehmlichkeit undSchönheit zu geben vermögend ist. Aerncki-e öa»--cio» II. 211.
Rou liiere. S- den Art. St. de Riviere.
Roumier (Peter), geschickter Bildnißmalervon Carcassone, arbeitete zu Bergamo , wo er um1726. starb, wettere Ln /a /Ätr-r-a IV. i 5 .
— — ( ) französischer Bildhauer um 1760.
wird von Papillon I. 17. wegen einigen von ihmverfertigten Holzschnitten angeführt.
Roupert (Ludwig), Goldschmied zu Metz ,ist durch sein Bildniß bekannt, welches von P. Ra-don gemalt und von L. Coffin 1668. gestochen ist.
Rou quer ( ), geschickter Schmelzmaler
von Genf, arbeitete bey dreyßig Jahren zu London .Derselbe verfertigte nachfolgende Schriften: I'Ltatsies ^rts en ^nßleterre, und: l'Art cle la pein-ture en kroma^s, ou en ramequin. Beyde sind1755. zu Paris in 12°. gedruckt. S. den Art. I. Ja-cob Bachelier. Er war Mitglied der königl. Aka-demie zu Paris und starb daselbst 1768. in den Ga-lerien des Louvre. Dieser Künstler machte großeEntdeckungen über das Mechanische seiner Kunstund die Composition der Schmelzfarben, /a B-ance/rtteraire.
Rousseau (Jacob), Maler von Paris , stu-diere zu Rom unter der Aufsicht seines SchwagersHermann Schwanenfeld, und ward ein trcflichcrKünstler in Architekturen und Perspectiven. Erarbeitete Vieles für die königl. Palläste und die vor-nehmsten Häuser zu Paris. Zu London , wohin ersich nach Aufhebung des Edikts von Nantes begab,zierte er mit seinen Landsleuten de la Fosse undVNonuoyer den Pallast des Lords Montaigu. Manbewundert die Schönheit seines Genie, seine ver-ständige und schimmernde Färbung; er malte auchsehr schöne Landschaften. Rousseau starb zu Lon-don 1693. 63 . 1 . alt. Dann etzke er sechs Landschaf-ten mit Architekturen und artigen Figuren nach sei-nen eigenen Erfindungen, und einige andere nachden Carrachen; sie sind ungemein schön. Er verstanddie Zusammensetzung und Austheilung des Lichts;seine Landschaften zumal sind von feinem Geschmacke,wenn man nicht vielleicht an ihm tadeln will, daßer den Horizont oft zu hoch nimmt. Auch sein Pcr -spectiv thut der kritischen Strenge nicht allemal einGenügen. Die Figuren in seinen Landschaften sindgut und wohl angebracht, obgleich die Manier etwastrocken und gezwungen ist.
— — (I-F-), ein junger Kupferstecher, ver-fertigte um 1766. verschiedene Blätter und Vignettennach Gravclot u. a. in einige Bücher. Er radirteauch einen H. HieronymuS nach Mola. Lasa».
— — ( ) französischer Bildhauer, arbei-
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