Band 
Erster Theil.
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622
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622 Seyter.

in dem Hause, und zum Theil unter Anleitung vonMengs nach den Antiken. Man sieht von ihmBrustbilder von dieser Art, in ihrer natürlichenGröße, die sehr richtig gezeichnet, auch mit einergroßen und angenehmen Manier mit chinesischerDinte ausgearbeitet sind. Nicht lange hernach deskam er einen Beruf nach Rußland . Mrr.

Seyrer oder Seurer. S. Syder.

Sezenius (Valentin), Kupferstecher um 1622.Fl. le Comre giebt sein Monogramm I. 148. undChrist S. 076.

Sfedericius. Man findet in der Bibliothekdes Landgrafen von Hessen-Cassel eine auf Perga-ment geschriebene und mit historischen, in Miniaturgemalten Figuren versehene Bibel, welche dieserKünstler um i 385 . verfertigte. Beschreib, derStadt Cassel S- 211.

Sfondratis ), unbekannter Maler, vonwelchem man in einer Kapelle der DominicanerkircheSt. Augustin zu Padua eine historische Tafel zeigt,worin die Manier des Dominicus Campagnola be-merkt wird. Sonetts.

Sforzi (Brugia). S. den Art. M. delzJastrro.

Sfeisaro; Beyname von Franz Barbiert.

Ggargi (Leonhard), Figurenmaler auf fri-schen Kalk, blühete um 1684. Er arbeitete in denLandhäusern der Familien Magnani und Malvaflain den Gegenden von Bologna . Dieser Maler be-gab sich hernach nach Wien . Fe/Lma/>rttrrce I 1 I. 282.

SghiZZi. S. SighiZZi.

Sgrillt (Vincenz), florentinischerMaler, lerntebey I. Joseph dal Sole und lsty A. D. Gabbiani.Derselbe arbeitete in Diensten der GroßprinzessinViolanta und begleitete seinen ersten Lehrmeister aufseiner Reise nach Rom . Er starb in blühendem Al-ter. — Sein Vetter, Bernhard SgriUi-Sansone,Baumeister und Kupferstecher, gab ^733. eine Be-schreibung der prächtigen Kirche St. Maria daFlore in 17. großen Bl. und »75g. die Bibliothekdes Klosters St. Laurentius, welche nach der Zeich-nung des Michelangelo erbaut ist, auf 22. Blatt.Bernhard arbeitete auch an des Probst GortMuseo Etrusco. Er lebte noch 1760. zu Florenz .//riZ/orei p. 68.

Gguazella. S. Squazella.

Gguazzino ( ), von Citta di Castello ,

maltet,, der Kirche Jesus zu Perugia alle Figurenan den Bogen des mittlern Ganges und die zweySeiten des Altars St. Franciscus, welche die Tha-ten dieses Heiligen abbilden, x. 96.

Sharp e (Gregorius), Professor des Tempelszu London , etzte einige Blatter zu Dr.Hyde'stsAma Dissertationum. Lue/r/u.

Sbeemaker. S. Scheemakers.

Sherlock (Wilhelm), junger englischer Ku-pferstecher um 176h., etzte verschiedene Blätter nachPillement und Andern. Lara».

Gherrvin (W.), englischer Kupferstecher,arbeitete nach I. Cloosterman u. s. f. In der Zeitals der Prinz Rupert von der Pfalz einige Blätterin Schwarzkunst verfertigte, suchte Sherrvin dieseArbeit nachzuahmen, und bediente sich in Zuberei-tung der Kupferplatten einer Feile. Als der Prinzeinen Abdruck davon zu sehen bekam, hielt er seinenBedienten im Verdacht, er habe jenem das Geheim-niß entdeckt; da aber dieser dem Prinzen seinenWerkzeug zeigte, schenkte er dem Künstler den sei-nigen, der in einer gekerbten Walze bestand. <A

LranAtt-.

Sramerone (Pippo), Beyname von PhilippFurini.

Sibilla(Caspar),Bildhauer zuRom UM1740.Man siehet von seiner Arbeit in den dastgen KirchenSt. Agvstino und St. Maria trastevere. Trti.

Siciliano.

Sidoga (Hiacynth genannt). S. den Art.A. Disegna.

Sib rechts (Johann), Landschaftsmaler zuAntwerpen , folgte in seinen Schaferstücken Berg-hems und Carl du JardinS Geschmack, und kamihnen oft bey. Er blühete um 1660. S. den Art.Simbrecht. OeicKMyL II. 35 g.

— — (Marcel), niederländischer Künstler,

studirte zu Rom , wo er in der berüchtigten Schürderbent den Beynamen Papegepen bekam, -üko«-b-'acLerr II. 55 g. 94.

Sicc . . (Joh. Baptist), genannt Carravag-gino, malte 1609. die Anbetung der Weisen, eineAlkartafel in der Benedictinerkirche St. Pietro inGessate zu Mailand , I.

Giceri (Andreas), Maler, der bey B. delBianco die Perspectiv lernte.

Sichelbein (Johann). S. Z. H. Schoen-feld, seinen Schüler.

Sichem (van), eine in der Künstlergeschichtefruchtbare Familie. 1) Carl, ein deutscher Kupfer-stecher. Christ führt sein Monogramm S.284. an.2) Christoph, Kupferstecher und Formschneider inNiederlanden . Man findet seinen Namen auf demTikulblatt eines Werks, welches i 5 ? 3 . zu Basel inFolio gedruckt ist Es stellt die Hauptstädte undOrte der XIII. Cantons der Eidgenoßschaft mitihren Lobsprüchen in deutschen Reimen vor. DieHolzschnitte sind ungefähr 4 " hoch und 3 " breit,und sehr zart gearbeitet. Gedachtes Blatt beweisetklar, daß Papillons Meynung, der ihn Vichemgenannt haben will, ganz irrig sey. Eben dieserSchriftsteller behauptet daneben, dieser Christophhabe eines C. G- vichems Holzschnitte um denAnfang des XVII. Jahrhunderts zu Amsterdam inVerlag gehabt. 3 ) Ein andrer Christoph übte dieKupferstecherkunst um 1700. 4) Cornelius, hol-ländischer Kupferstecher und Formschneider, blüheteim XVI. Jahrhundert, arbeitete nach H. Gol-zius, und etzte einige Bildnisse. 5 ) L van G>rchem oder van Siegen, Hessischer Obrist-Lieute-nant, erfand 1643. die sogenannte Schwarzkunst,in welcher er das Bildniß der Landgräfin AmaliaElisabeth, als das allererste Stück von dieser Arbeitin gedachtem Jahr verfertigte, und dieser Fürstinzueignete Gandrarr I. 101. Andre Schriftstel-ler schreiben die Erfindung bemeldter Kunst demPrinzen Robert oder Ruperr von der Pfalz, NXSberrvin, C. Mreen u. s. w. zu. Christ, Rnorr,Papiklon u. s. f. verwechseln diese Künstler vomGeschlechte des Sichem überhaupt mit vichem,einem vermuthlich bloß eingebildeten Namen, /Ä-yr/lou I. 276.

Siciliano (Anastasius ), Baumeister, wardum 1609. nach Genua berufen, wo er die Straßenbepflastern, die Brunnen verbessern und an bequemeOrte sammrln, den Meerhafen mit ungeheuer gro-ßen Steinen befestigen, u. a. zu öffentliche» Gebäu-den dienliche Werke zu Stand bringen mußte. §0-p. 267.

— — (Angelus), Bildhauer, verfertigte für

die Domkirche zu Mailand eine H. Maria Magda-lena die von vier Engeln unterstützt wird; ein Werk,welches alles Lob verdient. Er übte sich auch inder Baukunst, und gab die Zeichnung zu dem Por-tikus der dastgen Kirche St. Celsus. S. den Art.S- de Ursinigo. III. 667.

— — (Franz), Bildhauer, arbeitete zu Rom ,wo man in der Kirche St. Maria sopra Minerva,dem hohen Altar gegenüber, die Statue der H.Maria mit dem Kinde und zween kleinen Engeln,und in der Kirche St. Francisca die Geburt Christi in einem Basrelief vSn ihm findet. Auf dieses letz-tere Werk verwandte er großen Fleiß, und die Arrbeit von vielen Jahren. Dir.

— — (Jacob), Maler, wird von dem AbtTitr, in Beschreibung der Kirche St. Susann» znRom , angeführt.