Si ciliano.
Slclliano; Beyname von Philipp Planzone,I. Bernhard«, und Ludwig Roderico, und Thormas Lcktireti.
Src, oIante (Hicronymus), genannt da See-monerra, lernte bey Leonhard da Pistoja und beyPeter Bonacorsi, dem er mehr als andere seiner Mit-schüler behülfljch war. Nachdem er diesen Meisterverlassen hatte, bekam er als ein geschickter Maler,wofür er von Kunstverständigen gehalten wurde,sehr viele Arbeit an Kuppeln, Kapellen, Sälenund Pallästen zu Rom ; auch malte er viele Bild-nisse. Seine Bilder sind angenehm, hell, wohl zu-sammengesetzt und zierlich; er suchte in denselbenjederzeit Raphacls Manier nachzuahmen: Die Ta-fel auf dem Hauptaltare der Kirche St. Martin zuBologna , ein sehr verständiges Werk, kann dessenzum Beweise dienen. Siciolanre starb zu Rom umi 58 c». unter der Regierung Gregor XIII . Haussarrhat nach ihm ein Blatt gestochen, welches die Tu-gend abbildet. LaZ/iom p. 22.
Sickleer (Peter van) etzte eine Sammlungvon Bildnissen der Könige von Frankreich , vonPharamond bis auf Ludwig X V. Sanck/üm.
Gkebmacher (Hans) , Kupferstecher vonNürnberg , machte sich durch ein großes Wappen-buch, welches er , 6 o 5 . und 1609. in zween Theilenin 40. gab, bekannt: Dieses ward nachher zu ver-schiedenen Malen bis auf sechs Theile vermehrt. Erst. ,6ii. Doppelmayr S. 2,0.
Siegen (L. van). S. Sichern.
Siena (Ambrosius da). S. Lorenzetti.
— — (Andreas), Maler, von welchem manin der Kirche St. Michael zu Murano eine Altar-tafel siehet, worin er die Geburt Christi abgebildethat. Laxxa§/ia.
— — (Anton da), einer von den Beynamendes A. veneziano.
— - (Baptist da), Maler, arbeitete um1565 . zu Florenz . wettere X« ia /Ätrna I. ,42.
— — oder Sanese (Franz da) ist auchunter dem Namen Cecco Sanese bekannt, einSchüler des Baithasar Peruzzi, malte, neben An-dern,, das Wappen des Cardinals Lrani, welchessehr gerühmt wurde. Borrari irret sich, wenn er(I. 99. Xot. ,.) diesen Maler für den Franz diGiorgio hält, indem dieser nach vasari's Be-richt um ,480. blühcte und 47> I. alt starb, da hin-gegen Franz da Siena seinen Lehrmeister, deri 5 Zö. gestorben ist, um etliche Jahre überlebte.
— _ (Georg da), Maler, lernte bey Domi-nicus Beccafumi . Derselbe malte dre Logen vonMandoli in seiner Gcburtsstadt und arbeitete auchzu Rom , wo er sich meist an die Manier des Johannda Udine hielt. Er blühete um 164«.
8ec. IV. I)ec. I. p. igü.
— — (Guido da). S. Genese.
— — (Matthäus da), Landschafts- und
Perspectivmaler, war vielen Künstlern, die in demvatikanischen Pallaste und in den Kirchen zu Rom arbeiteten, behilflich; er malte in ihre historischenWerke und war bey seinen Kunstgenossen wegen sei-ner Geschicklichkeit und angenehmen Umgang wohlangesehen. Matthäus starb daselbst i 588 . 55 . I.alt. p. 4 *-
Siena (Paul da), Maler und Baumeister zuRom, verfertigte 1Z0Z. das Bildniß Benedict X. und verbesserte die Dachungen der St. Peterskirche.Fa/ch»mccr 8ec. II. P. 02.
— — (Peter da), Maler, arbeitete in demöffentlichen Pallaste der Stadt Siena . Ncci.
— — Unter dem Namen dieser Stadt sind fer-ner bekannt: Dominicus Beccafumi, JohannG-anella, Ambrosius Lorenzerri, Franz dlGiorgio Martini Simon Memmi, Dalthasarperuzzi, Marc pino, Angelus, August«, undMichelangelo Sankst, Guido Genese, Raphaelvanni u. s. w.
Signorini. 62z
Sr'erra (Seraphim) und Diego Frmrob,zween Franzisvner, verfertigten die Bilohauerar-beit an den Stshlen des großen Chors in der Kir-che ihres Ordens zu Valladolid , die sehr geschätztist. Reise eines Italieners in Spanien Br. XVI.
— — S. Scierra.
Sieverr (A. W.) malte Blumen, Früchte,Insekten u. s. w. Man sieht von ihm ein kleines Gesmäld in der Galerie zu Schleißheim, unter N° 49Z.In des Baron Haekels Catalog heißt er Sirvert.
Sighizzi (Andreas), Maler von Bologna ,lernte bey Franz Albani und bey Lucius Massari,mit welchem er einige Zeit gemeinsamlich arbeitete;hernach malte er unter Franz Brizio. Dann be-kam er Lust, die Ornament- und Architecturmalereyzu erlernen, die er bey Colonna, Meteki undDen-tone sehr wohl begriff, und deswegen beständig fürdie Schaubühnen und Palläste verschiedene Städtevon Italien zu arbeiten hatte. Er blühete um , 65 c».Ma/rmxr'a ll l/6. — Derselbe hatte drey Söhne,alle Maler: Anron malte Figuren auffrischen Kalk.Innocenrius und Franz übte» ihres Vaters Kunst./Äxi«a z>rtt-'rce III. 284.
Sigismondl (Peter), Maler von Lucca ,verfertigte mit einer angenehmen Manier und mitvielen, Fleiße das große Altarblakt der Kirche St.Nikolaus in Arcione zu Rom , worin er die H. Ma-ria mit dem Kinde samt den H. H. Niclaus und Phi-lipp Benizzi vorstellte. T'iti.
Sigism 0 nd 0 (Stephan). S. Srefani.
Sigmayr (Jacob), alter deutscher Form-schneider, dessen Monogramm von Christ S. 276.angeführt wird.
Srgnorelli (Lucas), Maler von Cortonna,war Neffe von Lazarus Vasari und lernte bey Peterdella Franzesca, mit welchem er zu Arezzo und anandern Orten arbeitete, auch seinen Lehrmeister inder Kunst übertraf, besonders in dem Nackten, wel-ches er ungemein schön zu malen wußte und vonMichelangelo sehr gerühmt wurde. Seine Stärkebestand vornehmlich in der Zeichnung; seine Genieund seine Zusammensetzung sind sehr geistreich. Inseinen letzten Gemälden näherte er sich der Manier,die zu Raphaels Zeiten in Uebung war. Er warvon 0 standhaftem Gemüthe, daß, als sein Sohn,ein sehr schöner Jüngling, ermordet wurde, er ihnentkleiden ließ, und denselben, obwohl er ihn zärt-lich geliebt hatte, ohne eine Thräne dabey zu ver-gießen , nach der Natur malen konnte Gignorellibediente Sixt IV. die Fürsten von Florenz und vieleandere Herren. Endlich starb er nach , 523 . 82. I.alt. — Sein Sohn Anron, und sein Bruders-sohn, Franz, übten auch die Malerey; dieser warin der Kunst nicht weniger treflich als sein Oheim.Man zeigt in dem Rarhssaale zu Cortonna ein run-des Gemäld von seiner Hand, welches er um ,520.verfertigte und das etliche Heilige abbildete. Er lebtenoch um i 56 o. I. 5 i 5 .
Signorini (Bartolome), Maler von Ve-rona , lernte bey Sanko Prunati. Er that sich mitseinen Werken sowohl in seinem Vaterlands als an-derswo rühmlich hervor und blühete um den Anfangdes XVIII. Jahrhunderts. 129.
— — (Fulvius), genannt M'no, Bildhauervon Siena , verfertigte in seinem Vaterlande schöneStatuen von Erzt, unter welchen die von Paul V. (1609.) sich befindet. Er arbeitete zu Rom unterProsper Bresciano, dem er an der Sratüe Moses ,für den Springbrunnen Felice, arbeiten half. Ful-vius lebte um den Anfang des X VII. Jahrhunderts.La/sumcci 8ec. IV. ?. III. P. , 5 ö.
— — (Guido), Maler von Bologna , lerntebey Carl Cignani. Derselbe malte eine kleine Altar-tafel für die Familie Guinigi in der Sacristey derCollegiatskirche St. Maria maggiore zu Bologna ,welche den H Febronius vorstellt. Die Figurenseiner Gemälde sind gewöhnlich klein. Signorini