824 Signy.
war einer der Erben des Guido Ren«. Er fetzte sichzu Rom , wo er historische Bilder mit kleinen Figu-ren verfertigte und um i 65 o. starb, ^ekina xrttnc,
III. HO.
Signy. S. Seguy.
S'grist (Franz) Maler von Wien , arbeiteteum 1760. einige Zeit zu Augspurg. Er verfertigtemit gutem Erfolge Geschichte und Bildnisse in Oel ;bemalte auch das Auswendige einiger Häuser dieserStadt in Fresco. G. Bodenehr hat nach ihm dasBildniß des Cardinals von Roth, Bischofs zu Con-stanz, gestochen, von Sterten Br. X.
Site! bar (P. Damascenus). S. Attiret.
Silanion, Bildhauer von Athen , blühete inder 114. Olympiade und ward ohne Lehrmeister inseiner Kunst vortreflich. Er verfertigte sehr vieleWerke, die von den Schriftstellern angeführt wer-den ; unter diesen ist die Statüe des BildhauersApollodorus bemerkenswerth.
— — S. den Art. Semophilus.
S«' lenus, antiker Baumeister, schrieb von dendorischen Ebenmaaßen. /^rtr-m,r«r ?rek. I.. VII.
— — Beyname von Johann Troschel.
Silerri. S. den Art. Michel Castrucci.
Silini ( ), Bildhauer, von welchem man
in der Kirche St. Augustins zu Siena einige Sta-chen stehet. Er lebte um 1720. />ecci.
Silla. S. die Art. Lungh, und AugustinScilla.
Silla ni (Sillano), Bildhauer zu Rom um
1660. arbeitete für die Kirche St. Maria del Montesanto und für die beyden Portici der St. Peterskirche.S. den Art. Anron Alignini. 7 )ti.
Sillay, antiker Maler von Rhegio, wird vonArheneus (I.. V. c. is.) angeführt.
Silo (Adam), geb. zu Amsterdam 1670. nährtesich bis in sein Dreyßigstes mit Golddrathziehen undlernte darauf die Schiffsbaukunst; endlich wardTheodor van Per sein Lehrmeister in der Malerey.Silo war vornehmlich in Vorstellung der Seetref-fen und Stürme berühmt. Er war auch in vielenandern Wissenschaften, besonders in der Optik wohlerfahren, und verfertigte, schon 8v. I. alt, Brenn-fpiegel, Vergrößerungsgläser, Seheröhren u. s f.die er mit allen ihren Beywerken sehr zierlich aus-arbeitet«; und endlich posslrte er auch in Wachs,van 600/ I. 287.
Silva (Augustin), geb. um 1620. lernte beyseinem Vater Franz und studirte zu Rom sowohl dieBau- als Bildhauerkunst. Seine Werke zu Assistund Urbino verbreiteten dessen Ruhm durch ganz Ita-lien . Er arbeitete auch Vieles in den Gegenden sei-nes Vaterlandes und starb daselbst 1706. Füßl»
IV. 4 --.
— — (Carl Franz), geb. zu Morbio diSotto
1661. lernte zu Rom die Bildhauer- und Baukünste,übte aber nachher die letztere allein. Er baute zuComo die Kirche St. Euphemia und die Vorderseiteder Christuskirche, nebst einer sehr künstlichen Brückezu Marignano. Silva trat als Ingenieur in kai-kcrliche Dienste, baute die Festung Pizzighetone undentfernte den der Stadt Cremona zuweilen sehr schäd-lichen Pofluß mit vieler Kunst, die ihm aber auch,statt der Belohnung, Neid und Verleumdung zuzog.Alsdann gieng er nach Mailand , wo er 1726. vorVerdruß starb. Dieser Künstler baute auf eigeneKosten eine schöne Kirche zu Morbio und hinterließsein übriges Vermögen den Armen. Füßli I V. 77.
— — (Franz), geb. zu Morbio di Sotto inder welschen Schweizerlandvogtey Mendriso umi 56 o. lernte zu Rom bey Wilhelm della Porta. Erverfertigte die Basreliefs im Eingänge der St. Pe-terskirche, die Modelle zu dem großen Brunnen zuLoretto, die in Erjt gegossen wurden, und viele Star
Silvestre.
tüen in die Hauptkirche zu Fabriano . Unter seineMeisterstücke zählt man die in zehn Kapellen der Kir-che Madonna del Monte bey Varese vertheilten le-bensgroßen Figuren, welche die Geschichte des Hei-landes sehr lebhaft und rührend vorstellen. Silvast. 1641. Füßli IV. 18.
Silva (Franz), Augustins Sohn, geb. zuMorbio di Sotto 1668. lernte zu Rom bey AntonRaggi. Eine Glorie von Engeln in der St. An-tonskirche zu Padua wird für sein Meisterstück gehal-ten. Er arbeitete mit seinem Vater in den benach-barten Gegenden seines Geburtsorts, trat hernachin Dienste des Churfürsten von Eölln und starb zuBonn 1737. Füßli IV- 8§.
S«' lvan(Gerard), geb. zu Florenz »679. lerntebey Valerius Cioli, Johann Bandini und JohannCaccini die Bildhauerkunst, und bey Bernhard Bon-talenti die Perspectiv. Derselbe zeigte in diesen bey-den Künsten große Proben seiner Talente und starb1676. 96. 1 . alt. — Sein Sohn, perer Franz,war in gleichen Künsten berühmt. Er arbeitete Vie-les in der Cathedralkirche zu Florenz , baute die sehrprächtige Kapelle St. Andreas Corsini in der dasi-gen Carmeliterkirche und st. 1682. 65 . I. alt. Lai>äinnccr.
Silvester (Don), Camaldolitermönch undtreflicher Miniaturmaler, zierte um i 34 o. die Chor-bücher des Klosters St. Maria degli Angeli zu Flo-renz. Diese sah' nachher Leo X. ; er bewundertesie, und würde einige davon für die Sr. Peterskirchezu Rom begehrt haben, wenn sie nicht nach dem Ri-tual des Camaldoliterordens, welches von demRömischen unterschieden ist, eingerichtet wären.Man verwahrt auch an andern Orten sehr schöneMiniaturarbeit von seiner Hand. La/L-mccr 8ec. II.
Silvestre (Israel), geb. zu Nancy 1621.lernte die Zeichenkunst bey seinem Vater Egydius,einem ziemlich guten Maler, und zu Paris bey sei-nem Oheime, Israel Henriet. Er studirte in Ita-lien und kam um 16so. nach Paris zurück , wo erfich niederließ und mit St. della Bella Bekanntschaftmachte. Silvester gelangte zu einem so guten Ge-schmacke und Verstand im Nachzeichnen von Aussich-ten und Landschaften, die er nachher in Kupfer etzte,daß Ludwig XIV. ihm auftrug, die königl. Schlös-ser und die von diesem Monarchen eroberte Platz«abzuzeichnen und zu radiren. Hierauf ernannte ihnder König zum Zeichenmeister des Dauphins, mitErtheiiung eines Jahrgelds und einer Wohnung inden Galerien des Louvre, wo er 1691. starb. Außerseinen Beschäftigungen in Frankreich that Silvestrezwey Reisen nach Rom , von wo er die schönsten-Aussichten Italiens zurückbrachte, die auch vonihm geetzt sind. Seine Werke sind so zahlreich,daß der Abt von Marolles schon 1666. mehr als1000. Bl. von seiner Arbeit gesammelt hatte. Israel wußte in seinen Werken die Manieren von Callot und Stephan della Bella, von welchen er eine MengePlatten besaß, glücklich zu vereinigen. Die Schön-heit der Lagen, die Auswahl der Ansichten ^ dieLeichtigkeit der Lüfte, die Behandlung der Bäumeund Vorboden, das Geistreiche der Figuren — Allesdieses ist in seinem wahren Charakter mit einer feinenund zierlichen Radirnadel ausgeführt. — Don seinenKindern, hat Alexander einige Landschaften nachseinem Bruder Ludwig geetzt. — Carl Franz,Israels zweyter Sohn, geb. 1667. lernte bey JosephParrocel und malte Geschichte. L. Desplaces hateine Medea nach ihm gestochen. — Ludwig, Israels dritter Sohn, lernte bey Carl le Brun und bey BonBoulogne. Er studirte zu Rom , wo er die Freund-schaft des Ritters Maratti gewann; er ward nachseiner Zurückkunft Professor der königl. Academie.Derselbe malte 1708. für die Cathedralkirche zu Pa-ris die Heilung des Lahmen vor der Thüre des Tem-pels zu Jerusalem . Der Ruhm, den er durch seineArbeit erlangt hatte, erwarb ihm die Hochachtungdes Königs in Polen, Churfürsten von Sachsen ;er zog ihn an seinen Hof, gab ihm einen Adels-brief und beehrte ihn mit dem Titel seines erstenHofmalers. Nach vreyßigjahrigem Aufenthalt in