6rg Skeemacker.
Skeemacker. S. Scheemacker, und denArt. G- < 5 . Stanley.
Skelsec (Clara). S. Reyser.
Slavon (Wilhelm). S. den Art. A. Galle.
Slempop, Bentname von Tb. vifcher undHeinrich Moinmers.
Sley (T.), ein Niederländer, malte Figurenund Thiere in dem Geschmacke von A. Ostade.
Slingelandr (Peter van), Maler von Ley-den, lernte bey Gcrard Douw, den er an Geduldund vielleicht auch an Verdiensten übertraf. Nochehe er ihn verließ, konnte man ihre Werke nichtmehr unterscheiden. Von seinem Fleißezu urthei-le», ist genug, wenn man sagt, er habe drey Jahran einem Familienbildnisse gearbeitet, welches keingroßes Genie anzeigt; auch tadelt man an seinenWerken, daß sie zu steif und gezwungen seyen. Erst. 1691. 5 ». I alt. Slingelandrs Bemühunggieng einzig dahin, seine Gemälde mit allem ersinn-lichen Fleiße auszuarbeiten. Er ahmte die Naturnach, wie er sie vor sich fand. Seine Zeichnungist ohne Geschmack, wogegen aber seine Compositionziemlich gut, seine Kenntniß in Licht und Schattenglücklich, und seine Färbung vortrefiich ist.
111. 98.
Slingerland (Cornelius ), genannt See-hab"- E. den Art. Christian Srriep.
Slob (Johann), geb. zuEdam » 6 /s 3 ., lerntebey Joseph Oostfries. Er malte sehr gut auf Glas,und arbeitete zu Hoorn. Ain-E Vab. 5 ».
S 1 0 dts (Paul Ambrosius), vermuthlich Se-bastians Sohn, französischer Bildhauer, arbei-tete zu Paris . Man zählt unter seine vornehmstenWerke den Baldachin des Frohnaltars, die zweenBalcons , die Basreliefs und andere Verzierungeneines Theils; dann alle Bildhauer-arbeit, Figurenund Ornamente der Kapelle U. L. F- uns die Engel,welche dieZeichen St.Petersund St..Pauls halten.Alles in der Kirche St. Sulpice. Ferner ein Basre-lief von Erzt, die Hochzeit von Cana vorstellend, unddie Verzierungen und Figuren in dem Chor der KircheSt. Merry , u. s. f. Er war Professor der königl.Academie, und st. 1728. 50 . 1 . alt. IKmch-r Lm-stouII. 198.
-(Renat Michel), genannt (Nichelange,
Sebastians Sohn, siudirke bey 18. Jahren in Ita-lien. Er verfertigte zu Rom die Statüe des H. Bruno,der die bischöfliche Würde ausschlagk, für die St.Peterskirche; ein Werk, welches für eines der schön-sten Stücke dieser Hauptkirche gehalten wird. Nachseiner Zurückkunft gen Paris ward er in die Academieaufgenommen, und r/ 58 . zum königl. Kammerzeich-ner ernannt. Der König von Preussen suchte ihnunter den vortheilhaftesien Bedingnissen in seineDienste zu ziehen; aber nichts war vermögend ihnvon seinem Vaterland abwendig zu mache», welchesihn einige Zeit hernach 17O4. 5 g. I. alt, durch denTod verlor. Dieser geschickte Mann bildete sich einezierliche und der Natur ähnliche Manier. DieStellungen seiner Figuren sind biegsam, die Um-risse fließend, die Gewänder wahr, die Zeichnungvortrefiich. Er formte und bearbeitete den Marmormit zartem Geschmacke und reizender Reinlichkeit.Unter den Werken, die er in Frankreich verfertigte,bewundert man vornehmlich das Grabmahl des AbtsLanguet, Pfarrers der Kirche St. Sulpice, dessenBildniß in allen Absichten von der größten Schön-heit ist. Cl. Gallimard hat gemeldete Statüe desH. Bruno geetzt. Drctrmr. xo-tatt/.
-(Sebastian), Bildhauer von Antwerpen ,
kam gen Paris , um sich daselbst niederzulassen , undlernte bey Franz Girardon. Seine öffentlichenWerke sind : Die Statüe Hannibals in dem königl.Gürtender Lhuileries; die Gruppe Proteus undAristaeus zu Versailles ; die Statüe des Dertum-nus zu Marly; zween Engel auf dem Hauptairareder Kirche St. Louis du Louvre, und in der Kapelle
S milis.
St. Ambrosius der Jnvalidenkirche ein Basrelief.Er besorgte die Anordnung aller Leichenbegängniß-Ceremonien und öffentlichen Feste, die zu seinerZeit an dem Hofe vorfielen, und st. 1726. oder1728., 71. I. alt. Varcio» II. 192.
Sl 0 d rs (Sebastian Anton), Sebastians ältesterSohn, folgte dem Vater in der Stelle eines Zeich-ners des königl. Kabinets, und hatte öftern Anlaß,Proben seiner Geschrcklichkeir in AuSzierung derkönigl. Schaubühne und bey öffentlichen Festen zuzeigen. Er st. 178 ',. — Sein jüngerer Bruder, Dornnnicus, arbeitete mit ihm in gleicher Gattung,und stand am Hofe in gleichen Diensten. Alle dieseBrüder wohnten bey einander im Louvre.eir/, IV. 3 r.
Sluis (Jacob van der), geb. zu keyden umi6bo., ward in dem dasigen Waysenhaus erzogen.Er lernte die Malerei) bey Heinrich de Vons undbey Peter van Siingeland , dessen fleißige und aus-führliche Manier er wohl nachahmte, und, wiedieser, moderne Gesellschaften schilderte. Derselbest. in seiner Geburtsstadt 17Z6. P. van Gunst hatein Bildniß nach ihm gestochen, van 600/1. ihr.
S!"yter (P.), holländischer Kupferstecher,lebte zu Anfang des X VIll. Jahrhunderts. Manhat verschiedene Blatter von ihm; neben Andern»das Bildniß des berühmten Jan Luyken , welchesArnold Houbraken »ach dieses Künstlers Tode ge-zeichnet hat.
Smart. S. den Art. C- C. Reise»», seinesLehrmeisters.
Smearon ( ), englischer Baumeister, machtesich durch einen Leuchkthurm, den er unweit Ply-mouth aus einem mit dem Meergauz umgebenen ab-hängigen kahlen Felsen anlegte, berühmt. Der Bau-meister ließ viele Löcher in den porphyrhartcn Felsenbohren, und in diese starke eherne Stangen treiben.Zwischen den Stangen ward der Grund mit langenflachen Steinen, die in einander verbunden waren,gelegt. Statt des Sandes nahn» man zum Mörteldie berühmte Puzzolana bey Rom , weil diese, mitKalk vermischt, unter dem Wasser so hart wird,als die Steine selbst. Larrtti l. 2.
Smees (I.), niederländischer Landschafts-maler, radirte nach seiner eigne» Zeichnung.
Gmel; 1 ng (Johann und Martin), Gebrüder,Stahlschneider zu Leyden . Johann fertigte »690.einen Medaillon über die Hinrichtung eines desMordes halber fälschlich angeklagten Menschen zuRotterdam , wo in der Unterschrift der dastge Ma-gistrat der Tyranney beschuldigt 'wird; daher derKünstler sich in Frankreich flüchten mußte. Da eraber drey Jahre hernach eine Schaumünze zu Ehrendieser Stadt und ihres Magistrats verfertigte, er-hielt er die Erlaubniß in sein Vaterland zurückzukom-men. Lochner giebt (I I. 8g.) eine" Kupferstichvon diesen beyden Schaustücken. Johann st. »700.Martin grub anfangs Pettschafte; aber nach sei-nes Bruders Tode versuchte er es ebenfalls mitSchaumünzen, kam aber jenem in der Kunst nie-mals zu. Er st. 1718. Lochner, 111 . Vorrede.
Smerald» (Franz), genannt Fraca, Bau-meister zu Venedig , lebte um 1690. Nach seinemAngeben ließ der Cardinal und Patriarch LorenzPrioli die Vcrderseite der Hauptkirche Gt. Petersaufführen. Von seinen übrigen Werken findet manein Verzeichniß in dem Register von Sansovino's Beschreibung der Stadt Venedig . Kttratto är
S meyers (M.), Maler von Mecheln , vonwelchem man zu Asch , zu Drüßel, in der Abtcy zuNinove , vornehmlich aber in seiner Geburtsstadteinige Kirchengemälde siehet. sie Llet-
cam/, r.
Gmllis, des Euclides Sohn und Schüler,Bildhauer von Aegis, verfertigte die Statüen derJuno für ihre Tempel zu Samos und zu Argos.