Smischeckh.
Er war des Daedalus Zeitgenoß, kam ihm aber inder Kunst bey Weitem nicht zu. 1,. VII.
Smischeckh (Ioh. Christophe, Kupferste-cher, von welchem man Bildnisse findet, die umi 65 o. dakirt sind.
Smissen (Dominicus van der), lernte beyseinem Schwager Balrhasar Deiner, und folgteseiner Manier; wie dieser, beobachtete er ein sehrgenaues Verhältniß der Färbung in den abweichen-den Theilen seiner Köpfe. Auch malte er mit glei-cher Geschicklichkeit Früchte, Blumen u. a. lebloseGegenstände, die zu Auszierung eines Bildnissesdienen, und malte dies Alles nach der Natur. Erarbeitete um i/ 5 o. zu Hamburg . I. I. Hayd, I.M- Bernigeroth u. a. haben nach ihm gearbeitet./ürAeckor» 281.
Smith (Gabriel), vielleicht einer von Ge-orgs Brudern, Kupferstecher in England um 176h.arbeitete nach P. le Eueur, S. Rosa, I. Robusti,Woolet, u. s. w.
-(Georg), von Chichesier gebürtig; that
sich sehr in Landschaften hervor, und erhielt 1761.mit einem seiner Gemälde den Preis von der Ge-sellschaft, die in London zum Aufnehmen der Künstegewiedmetist; es ward auch auf derselben Befehlin Kupfer gestochen.— Er hatte zween Brüder,Jacob, und vielleicht Gabriel, die gleiche Kunstübten, und einige Landschaften in Kupfer etzten.Elliot, Vivares, Woolet und andere haben nachihnen gearbeitet. Wilhelm Peter hat ihre Bildnissebeysammen gemahlt, und sehr schön in Schwarz-kunst gearbeitet. S. den Art. Johann Smith.Biblisch, der schön. Wissenschaft. X. Z27.
-(Johann), ein Engländer, Mündel und
Schüler von Isaac Beters, übertraf aber diesengar bald, und man hielt ihn zu seiner Zeit für denbeßten Meister in Schwarzkunst. Neuere Nachrich-ten versichern, Smith sey ein Holländer und habe1692. in Haag gearbeitet. So viel man aus sei-nem von Knellern 1696. gemalten Bildnisse vermu-then kann, ist er um r 65 o. bis 1660. geboren.Man hat von ihm viele Bildnisse und Nachtstücke,die sich wohl zu dieser Arbeit schicken und mit gros-ser Kunst und Fleiß ausgearbeitet sind. Schalken«Werke waren für seine Gattung sehr bequem; übri-gens hat er aber meist Bildnisse nach Kn ller u. a.englischen Malern verfertigt. Man sa t, LordSomers habe so viele Achtung für Smiths A beitgehabt, daß er sie auf Reisen fast beständig in derKutsche bey sich geführt. Die Sammlung ist so zahl-reich , daß man zween starke Bände daraus bildet.Basän führt in seinem Dictionair die beßten dieserBlätter an. Er st. zu Bristol 1721. Sein Werk be-saß Mariette in ibc>. Bildnissen und einigen histori-schen Stücken; jene wurden um 212 Livres, diesefür 3 o 6 Livres verkauft. Zwo Abhandlungen, einevon der Oel-die andre von der Wasserfarbenmale-rey, sind unter seinem Namen erschienen; jene 1701.in 8°. diese 1700. in 4°. S. den Art. JohannFaber. LncoMÜe. — Ein anderer Johann Smith,Georgs Bruder, etzte verschiedene Landschaftennach Claude Lorrain und andern. Lnoa».
-(Ioh. Raphael), englischer Kupferstecher,
arbeitete um 1770. nach I. Reynolds, I. Barry,N. Hone, Th. Joues, F. Wheatly, G- Carter, u. s. w.
-(Ludwig), genannt Harrkamp, malte
Blumen und Früchte. Er hatte die Gewohnheit,daß er seine Werke Grau in Grau untermalte, undim Ausarbeiten mit den der Natur ähnlichen Far-ben überarbeitete; aber dieser letztere Anstrich ver-bliech mit der Zeit, und kam die erste Farbe wiederzum Vorschein. Er blühte im XVII. Jahrhundertin seiner Geburtsstadt Dortrecht, und zu London .
II. 585 .
-(Wilhelm), ein Engländer, etzte um 1760.
Landschaften nach Pillement, Taylor, u. s. w.
-( ), geschickter Maler von Breda, fer-tigte Geschichten und Deckenstücke in dem königl.
Sneyders. 629
Schlosse Honslaarsdyk und für viele Liebhaber inHaag. Er war ein guter Colorist, richtiger Zeich-ner, und voller Genie. Smirs lebte gegen dasEnde des XVII. Jahrh. lll. 2)9.
Gmitz (Caspar), genannt Magdalen-Gmirb,wird bald für einen Niederländer, bald für einenDeutschen , und auch für des berühmten Schwarz-kunstardeiters John Smirhs Bruder gehalten. Erwar ein treflicher Maler in kleinen Bildnissen inOel: Man schätzte sie wegen der Aehnlichkeit, demAusdruck, und dem angenehmen Ton eines lebhaf-ten und natürlichen Colorits ungemein hoch. Amliebsten malte er Magdalenen, in welchen er dieBuße und den Schmerz feyerlich und rührend aus-drückte. Meist bringt er in dem Dorgrunde Distelnan, die vortreflich ausgearbeitet sind. Er malteauch Früchte und Blumen in großer Vollkommen-heit: Ein einziges Büschel von ihm gemalterLrau-ben ward mit Ho. Pf. Sterl. bezahlt. Der gutenBezahlung ungeachtet st. Smirz 1689. zu Dublin in großer Armuth. I. Smith hat eine Hagar undeine Magdalena nach ihm geschabt.
Smyrb (John). S. Smirh.
Smyrhers (Anna), von Gent , JohannHeers, des vornehmsten niederländischen Bild-hauers Ehegattin, lebte um r 56 o. Sie malte sehrkleine und fast unsichtbare Figuren. Unter andernzeigt man von ihrer Arbeit eine Windmühle mitihren ausgespannten Flügeln, den Müller mit ei-nem Gack beladen, ein Pferd, einen Karrn, undLeute die nächst Vorbeygehen; dieses ganze Gemäldkann mit einer Dohne bedeckt werden.
Snayers (Peter), geb zu Antwerpen 1690.Man halt ihn für Heinrichs van Baien Schüler.Er war in den Regeln und in Ausübung seinerKunst so wohl gegründet, daß er mit gleicher Gesschicklichkeit Historie, Feldschlachten, Landschaftenund Bildnisse malte. Der Erzherzog Albert beriefihn nach Brüssel , ernannte ihn zu seinem Hofmaler,und verschafte ihm Gelegenheit sein Genie und sei-nen Pinsel zu üben. Rubens und Vandyk rühmtenseine Arbeit. Er malte auch für den spanischenHof, lebte noch 1662. und war einer der glücklich-sten Künstler seiner Zeit. Seine Zeichnung ist sehrgut und sein Colorit gleichet bisweilen des Rrrbens.Theodor van Kessel hak sechs Feldschlachien nachihm gestochen. Dr-ram/,- l. Ho 5 .
Gneidre. S. Sneyders.
Snellaerr (Niclaus), Maler von Tournay ,lernte bey Carl van Dpres. Er malte Geschichte,Architektur, Verzierungen u. s. w., arbeitete znDordtrecht und st. 1602. 60. I. alt.
Gnellincks (Hans), geb. zu Mecheln - 5 HH.,malte sehr gut Historie und Feldschlachten; in die-ser letztem Gattung verfertigte er für verschiedeneFürsten Gemälde aus der niederländischen Ge-schichte. Man bemerkt, daß er den Rauch desPulvers bey den fechtenden Parthenon so wohl an-zubringen wußte, daß daraus eine trefliche Haltungin seinen Werken entstand. Zufolge seiner Grab-schrift, die in der Kirche St. Georg zu Antwerpen ,samt seinem von Vandyk gemalten Bildnisse gese-hen wird, st. er r 6 Zd. 94.1. alt. DnrE-n I. 179.
Sneyders, Snyders oder Snyers(Franz), geb. zu Antwerpen 1679., lernte beyHeinrich van Baien, und verdiente schon frühzeitigdie Lobsprüche seines Lehrmeisters, als er unter des-sen Aufsicht Früchte und Thiere malte; in diesenletztem übertraf er alle seine Vorfahren und Zeitge-nossen. Er hielt sich lange in Italien auf, wo ernach I. B Castiglione studirte. Nach seiner Zurück-kunst war Rubens der erste der seinen Ruhm bekanntmachte, da er sich Sneyders Pinsels in seinen hi-storischen Gemälden bediente. Man findet auchBilder von diesem Künstler, in denm entweder Ru-bens oder Jordaens die Figuren gemalt, und die sowohl zusammen paßten, daß man nicht vermuthenkonnte, daß zween Meister am gleichen GemäldeLlll 2