Band 
Erster Theil.
Seite
630
JPEG-Download
 

6 zo Snuffelaer.

gearbeitet hatten. Die richtige Zeichnung, diefeuerreiche und vielfältig veränderte Stellungen, einkräftiges Colorit und herzhafte Pinselstriche, verei-nigten ihr beyder Arbeit. Eine Hirschenhaz machteGneyderr» sein Glück; diese sah Philipp III. Königin Spanien , der ihm sogleich etliche Jagden undFeldschlachten zu malen befahl, und der ErzherzogAlbert ernannte ihn zu seinem ersten Maler. Erfertigte nebst Jagden auch Früchte und Küchenstückemit der größten Natürlichkeit. Seine Farben sindglühend und gelblicht, und die Pinselstriche geist-reich und beherzt, womit er Borsten, Haare, Wolleund Federn treflich nachzuahmen wußte. Dieserberühmte Künstler starb um 1657. Er hat 16. so-wohl große als kleine Blatter nach seinen Erfindun-gen geetzt, die so schön sind, daß man ihre geringeAnzahl bedauert, L. Vorsterman, I. Zaal, Joul-kain, Winstanley , Prenner u. s. f. haben ungefähr20. Stücke nach ihm gestochen. DeLcamxn 1 . ZZo.

Snuffelaer; Bentname von D. Marcellts.

Snyers (Heinrich), geschickter Kupferstecherzu Antwerpen , blühete um die Mitte des XVII.Jahrhunderts, und arbeitete nach Litian, Rubens ,Vandyk u. s. f. F»5a«.

— — (Peter), niederländischer Früchte- undPflanzenmaler, war des I. C. d'Heurs Lehrmeister.Er wird von Remy (p. 90.) angeführt.

Snyp, d. i. Schnepf; Bentname von A.Terrvesten.

S 0 ardi; Beyname von B. Gatt,'.

Soave (Lambert). S. Gurerman.

Soav, (Raphael Angelus), Baumeister, auseiner der vier welschen Schweizervogteyen gebürtig,studirte in der Academia Clementina zu Bologna ,w»er 1727. den ersten Preis erlangte, ^caci.

I. 83.

So bl'sso (Peter di), Baumeister zu Arezzo ,wo er viele Arbeit hatte; weil er aber in der Zeich-nung nicht stark genug war, half ihm SimonLNosca, der für ihn Gebäude, Grundrisse, Thü-ren , Fenster u. s. f. zeichnete.

Sobleau (Michel), französischer Maler, wareiner der beßten Schüler des Guido Reni . Mansiehet von seinen Gemälden zu Venedig in der KircheSt. Laurentius den Martyrtod dieses Heiligen; inder H. Kreuzkirche ob der Thüre in die Sakristey:Christus in dem Garten Gethsemane; in der Kircheder Barfüßer - Carmeliken: Die H. Jungfrau mitverschiedenen Heiligen dieses Ordensund St. Franzvon Assis. Lochin urtheilt von diesem Gemälde:Man finde darin schöne Gestalten, eine ziemlichgroße Manier und einen guten Ton in der Färbung:Einige Köpfe seyen angenehm. Man kennt auchvon Sobleau Gemälde in den Kirchen Jesus undMaria und St. Dominicus zu Bologna . Ueber-haupt bemerkt man in seiner Arbeit schöne Partheyen,zierliche und angenehme Köpfe, aber eine scharfeund harte Manier und zuweilen eine widrige Fär-bung. Er blühete um 1840. A. Scacciati hat nachihm gestochen. Sana§lra.

So echt (Bonifacius), Baumeister von Bo-logna , lernte bey Florian Ambrosini. Die KirchenJesus und Maria und St. Anton von Padua, zuBologna , wurden nach seinen Zeichnungen und un-ter seiner Aufsicht erbaut; die erstere ist schön undsehr artig. Socchi arbeitete auch zu Parma undblühete um 1610. ^coro.

Soccors, (Angelus), Maler zu Rom , vonwelchem man drey Tafeln in der Kirche St. Pras-sede findet. 7 )ti.

Socrares, der große Weltweise, war einesSteinhauers Sohn. Er selbst übte eine Zeitlangdie Bildhauerkunst und machte trefliche Arbeit. DieGeschichte gedenkt dreyer Stalüen, die Grazien vor-stellend , welche von großer Schönheit waren,

b. l. — Ein andrer Socrares war sowohlin der Malerey als in der Bildhauerkunst berühmt.

Solari.

In seinen Gemälden stellte er die Bildnisse berühm-ter Männer vor; diese gefielen den Kennern mitdem beßten Rechte wegen des verständigen Fleißes,den er darauf verwandte. 1^. XXX V. 0 .11.

Socrares. S. den Art. Artstomedes.

Soczus; Beyname von I. Albina.

Sode ritt, (Franz), Maler von Florenz , lerntebey Alexander Gherardini. Er arbeitete für Kir-chen und Palläste seines Vaterlandes in Del undFresco. Godermt war auch besonders glücklichin Kopien nach Gemälden berühmter Meister, vonwelchen man einige in den kandpallästen des Groß-herzogs stehet. Er st. 1735. 62. I. alt. /ksL-'I'. I. ?. 3. p. 39. — C. Mogalli hat nach Mar-rheus Soderinr , vermuthlich Franzen Sohn, ge-stochen.

Sodoma ; einer von den Beynamen I. A.verzelli's.

— — (Giomo del), Beyname von H.pacchta.

Soeckler (I. M.), deutscher Künstler, etzkeum 1765. nach F. X. Palko u. s. w.

Soens (Hans), geb. zu Herzogenbusch umi 58 Z., lernte bey Jacob Boon und bey EgidiusMostart, In dessen Manier er so wohl zunahm, daßer hernach dieselbe immer beybehielt. Er ward ei-ner der beßten niederländischen Landschaftsmaler;besonders werden seine kleinen auf Kupfer gemaltenBilder wegen ihrer treflichen Ausarbeitung sehr ge-rühmt und ungemein theuer bezahlt. Er gieng nachRom , wo er in dem päbstlichen Pallaste sehr großeLandschaften in den Friesen in Fresco malte. SeineManier ist sehr hurtig und voller Feuer; eine guteKenntniß der Farben verursacht in seinen Werkeneine verständige Haltung in den verschiedenen Grün-den. Seine Gemälde übertreffen alle die, so gegendiese gehalten werden. Er kam in Dienste des Her-zogs von Parma, und man glaubt, daß er daselbstgestorben sey. DercnMx-L I. 218.

— — (M. van), war des Daniel Mytens Lehrmeister.

Soest oder Zoust (Gerard), Bildni'ßmaleraus Westphalen gebürtig, kam um 1686. in Eng-land. Seine Gemälde empfehlen sich durch ihreStärke, Natur und Wärme. Sie sind zwar fleißig,aber zugleich mit Freyheit, Geist und gutem Aus-druck verfertigt. Die Mannsbildnisse stnd oft vor-treflich; bey den Frauenzimmern hingegen fehlt An-muth und Zierlichkeit. Seine Gewänder sind ge-wöhnlich von Atlas, »ach Terburgs Manier. Beyeiner nähern Bekanntschaft mit Vandyks Werkenerweiterte er seine Einsichten und verbesserte seinenGeschmack ungemein. Er starb 1681. 44. I. alt.

Soggi (Niclaus), genannt Sansovi'no, geb.zu Floren; 1474., lernte bey Peter Perugia». Erwar in der Perspeckiv, in Geschichten, in Modellenvon gebackner Erde und Wachs ein geschickter Mei-ster, aber etwas langsam im Arbeiten; und weil er,statt die Natur zu Rath zu ziehen, bloß nach seinenModellen, die er mit genetztem Papier oder Perga-ment bekleidete, zu studiren pflegte, so gerieth erin eine harte und trockne Manier; gleichwohl wur-den seine Werke zu Arezzo hoch gehalten. In sei-nem Alter ward er arm, und würde in größter Ar-muth gestorben seyn, wenn ihm nicht Julius III. ein Jahrgeld verordnet hatte. Sein Tod erfolgtezu Arezzo 1864. und ward er in der Kirche St. Do-minicus begraben. III. Z87.

Sogliani. S. Soliant.

Sojaro; Beyname von B. Gatti.

So »das. S. den Art. Lstfenaechmus.

Goreer. S. Spder.

S 0 k 0 1 rv ( ), Kupferstecher, arbeitete um

1780. zu St. Petersburg .

Solar» (Anton, Franz und Johann). S.Scoiari.