Band 
Erster Theil.
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631
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Solari.

Solari od. Solaro (Daniel), Bildhauer zuGenas, lernte bey P. Puget. Er verfertigte fürdie Kirche St. Maria belle Vigne ein großes Basre-lief von Marmor, und lebte um das Ende desXVII. Jahrhunderts. DeLerrxtro» äs /a /^r//s äe

— — (Thomas), genuesischer Bildhauer, ar-

beitete um 1760. zu Neapel , wo er das Modell ei-ner Ritterstatüe Carl III. späterhin Königs in Spa-nien verfertigte. Diese Statüe war bestimmt inErzt gegossen und auf dem Platze des Theaters vomH. Geiste, in der Straße von Toledo zu Neapel auf-gerichtet zu werden. ä'n« eir

aia/re VI. 2ii.

Solaris (Andreas), genannt Gobbo, ein gu-ter Maler und treflicher Colorist zu Mailand , lerntebe» Leonhard da Vince und blühete um i 53 o. Mansiehet viele von seinen Gemälden in den dasigenHäusern und Pallästen. Die Carthause zu Pavia verwahrt von ihm eine Himmelfahrt Maria, wor-aus man die Treflichkeit und den ungemeinen Fleißdieses Künstlers erkennen kann. Auch sah man ehe-dem in der Kapelle Ballarina der Kirche St. PetrusMarkyr zu Murano ein sehr schönes Gemäld vonseiner Hand. S. den Art. Andreas Salat-rarr III. 19.

— — (Anton), genannt Zingaro, geb. zuCivita in der neapolitanischen Provinz Abruzzo um1082. Er trieb in seiner Jugend das Schmiede-handwerk, und kam als ein solcher nach Neapel .Hier sah er die Tochter des Tolanronio del Fröre,eines Malers, in die er sich verliebte; da aber seinHandwerk ihm in seiner Werbung hinderlich war,machte er sich anheischig, inner zehn Jahren eingeschickter Maler zu werden, da hingegen derSchwiegervater vor der Königinn Johanna ver-sprach , seine Tochter in dieser Zeit keinem Andernzu geben. Auf dieses hin gieng Zingaro nach Bo-logna, die verlangte Kunst bey Lippo Dalmasio zuerlernen, bey welchem er in kurzer Zeit, zu diesesund seiner Mitschüler Erstaunen zunahm. Daraufbesuchte er die berühmtesten Künstler zu Florenz undVenedig , und kam auf die angesetzte Zeit als eintreflicher Maler nach Hause, wo ihm Colanromosein Versprechen hielt und seine Tochter verchligte.Man siehet noch verschiedene merkwürdige Gemäldein Kirchen und Klöstern von seiner Hand. Zingarostarb daselbst um 1466. mit Reichthum und Ehreüberhäuft. Do»re»rcr I. 118.

— — (Christoph), genannt Gobbo ugdLom-bards, des Andreas Bruder, legte sich auf dieBildhauerkunst. Er arbeitete mit Augustin Bustound Angelus Siciliano in der Carthause zu Pavia .An der Vorderseite der Domkirche zu Mailand sinddie Statüen der H.H. Helena, Lazarus, Petrus ,Lucia, Eustachius, Longinus , Agatha u. s. f. vonseiner Hand. Solaris war bestellter Baumeisterder Kirche Campo Santo, in welcher man die Statüeeines St. Sebastians von ihm siehet. Eben so vonseiner Bildhauerarbeit in der Kirche St. Mariadella Carita zu Venedig . /.o,-mLLo.

Solaro (Johann), Maler von Genua , lerntebey Joachim Axareto, den er vollkommen nach-ahmte. Er fieng an, sich mit seinen Werken berühmtzu machen, als er i 656 . durch einen frühzeitigenTod hingeraft wurde. Lo/n-aur p. 172.

Soldani. S. Benz,.

S 01dati (Jacob). S. den Art. S. D- Ur-sinigo.

Sole (Angelus), aus der neapolitanischenProvinz Terra 'di Lavoro gebürtig, warum i-j8o.ein berühmter Bildhauer zu Neapel . Er wird, wie-wohl fälschlich, für einen Schüler des AndreasDerrocchio gehalten. Domenici widerlegt dießdurch das Stillschweigen des vasari, der aber ei-nen Angelus dis)olo unter den Schülern des Ver-rocchio anführt, welcher vielleicht eben vieler ckn-gelus Sole seyn könnte. Uebrigens siehet man

Soliani. 6zl

von diesem Künstler ein schönes Grabmal in derKirche St. Dominicus. DvEmcr 1. 209. u. II. 78.

Sole (Anton Maria dal), genannt Mon-chino da i s)aesi, Maler von Bologna , lernte beyFranz Albani. Er malte und schrieb mit der linkenHand. Seine Landschaften sind mit einem schönenBaumschlag, angenehmen Lagen und starker Fär-bung ausgearbeitet. Er st. 1677. 80. I. alt. —Seine Tochter Theresia war eine trefliche Stickerin.FeLma xirtrice III. 27.

— — (Jvh. Anton del), von Mailand , malteden weinenden Apostel Petrus, eine Tafel, welche,mit seinem Name bezeichnet, in der CollegiatskircheSt. Pantaleon zu Pavia gezeiget wird. Larto/r ll.

— -- (Joh. Baptist dal), Maler zu Mailand ,lernte bey seinem Vater perer, und blühete um1670. Er arbeitete an verschiedenen Orten dieserStadt in Oel und Fresco, vornehmlich in dem her-zoglichen Pallaste und in den Kirchen St. St. Fran-ciscus, Eustorgius, Bernhardus, Angelus undJohanns alle Case rotte. Vermuthlich ist es dieserMaler, von welchem man in dem Museo Settalazu Mailand einige sehr kleine auf Lazursteine zierlichgemalte Stücke beschrieben findet, die wegen ihrerkunstreichen Arbeit dem Werthe der Materie nichtsnachgeben. Torrs.

— — (Joh. Joseph dal), Maler von Bologna ,lernte bey seinem Vater Anton Maria, bey D. M.Canuti, und bey Loren; Pasinelli, in dessen zahl-reicher Schule I. Joseph gar bald den obersten Platzerhielt; folgte auch einige Zeit der Manier diesesseines Lehrmeisters, und des Simon Cantarlni.Nachher beliebte ihm die zierliche und angenehmeManier des Guido Reni , und kam er darin so weit,daß viele seiner Werke von der Hand dieses Künst-lers zu seyn scheinen. Von seinen treflichen Ge-mälden findet man in vielen Kirchen und Pallästender Städte Parma, Lucca, Bologna, Modena ,Piaceuza, Verona, Wien u. s. f. Er starb in sei-ner Geburtsstadt 1719. 65 . I. alt. Raphacl unddie Carracci waren seine vornehmsten Muster, undgegen das Ende seines Lebens Guido Reni undLudwig Carraccio. Er war in seinen Werken ange-nehm und correct.. Die Landschaften, Architectu-ren, Verzierungen, Waffen, Blumen u s. f. Allesmalte er mit eigner Hand, und jede Gattung warmit Zierlichkeit und dem einem jeden zukommendenCharakter ausgearbeitet. Er stellte auch Haare,Schieyer, Daumblätter, Federn rc. sehr geistreichund verständig dar. In seinem Arbeiten war eretwas langsam, suchte aber dadurch das Mittel-mäßige auszuweichen, und in seiner Kunst vorcref-lieh zu seyn, wozu man nur selten durch Geschwin-digkeit gelangen kann. Er hat einige Blätter radirt,insonderheit zwey nach Loren; Pasinelli. rH-§s»5rä//s.

— — (Peter dal), von Mailand , malte da-selbst in dem Kloster St. Benedicts verschiedene Ge-schichten dieses Heiligen auf frischen Kalk. Torrs.

Golerio (Georg), Maler von Alexandria ,arbeitete gegen daS Ende des XVI. Jahrh, an demHofe Carl Emanuels, Herzogs von Savoyen undwar im Bildnißmalen sehr berühmt. Man siehetvon ihm in der Kirche St. Dominicus zu Casaleeine Altartafel, die mit seinem Namen und der Jahr-zahl 1670. bezeichnet ist. LonraLso.

Soliani (Joh. Anton), Florentiner, blieb2^. Jahre in der Schule des Lorenz di Credi, umsich in der Zeichnung und dem Eolorit recht festzu-setzen. Hernach folgte er des Barlholoms de laPorta Manier, wie man dieses au einem.Abend-mahl in der Kirche zu Anghiera in oer Diocee vonArezzo sehen kann. Soliani war der Schwermuthsehr ergeben und in seinem Arbeiten etwas langsam.Er blühete um i 55 o. und st. 02. I. alt an Stein-schmerzen, da man nach seinem Tode drey Steine,jeden von der Größe eines Hüuereyes in seinerBlase fand. Dieser Maler wird immer bey denKünstlern in großer Achtung seyn, da er zierlich und