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richtig zeichnete, lebhaft und harmonisch colorirte,und seinen Köpfen so andächtige und sanfte Mienenzu geben wußte, daß die Anschauer dadurch ganzentzückt werden. III. r8g.
GoltchS (Leonhard Theodor), verfertigte per-spektivische Zeichnungen nach antiken Gebäuden, dievon Virgil Solls gestochen sind.
Solimaker ( ), niederländischer Maler,
wird von d'Argensville unter die Schüler desNiclaus van Berghem gezählt. Obwohl er weitunter seinen Lehrmeister zu setzen ist, und seine Fär-bung zuweilen in dasZiegelrothe fällt, so ist er dochder, welcher sich am meisten an seine Manier ge-halten hat. p. 106.
S 0 ltmena (Angelus), geb. zu Nocera de iPagani 1614., lernte in den Schulen von FranzGuarini undMaximus Stanzioni, und ward einervon dieses letzter» beßten Schülern. Nach vollen-deter Lehrzeit gieng er in seine Gebürtsstadt zurück.und malte viele Altarblätter für verschiedene Kirchender dasigen Gegenden. Auch arbeitete er für denHerzogen von Gravina, der ihn liebte. Solimena erreichte ein Alter von 8V. Jahren, als ihm Gott die Gnade wiederfahren ließ, den »»gemeinenRuhm und Ehre seines Sohns mit anzusehen undzu hören. Do»re»tcr III. 5 ?g.
— — (Franz), genannt der Abt «ticcio, lerntebey seinem Vater Angelus und bey Franz di Ma-ria. Dann studirte er nach Lucas Giordano, Mat-thias Preti und letztlich nach Peter Beretino, undbildete sich aus diesen Allen eine eigne, starke, an-genehme und folglich gefällige Manier. Eine leb-hafte Einbildungskraft, feiner Geschmack und rich-tige Beurtheilung herrschen in seinen Compositionen.Er besaß die seltene Kunst, seine Figuren lebhaftund rührend vorzustellen; mit einer kecken, verstän-digen und freyen Ausarbeitung verband er auch einefrische und kräftige Färbung. Seine Manier ist zu-weilen stark, aber auch öfters hart; feine Schattensind schwarz, ohne Widerscheine, seine Lichter hellund die Mitteltinten zart. Ueberdas sind seine kick-ter sehr zerstreut und seine Gemälde scheinen beymersten Anblicke voll weiß - und schwarzer Flecken;bestehet man sie aber genau, so findet man in den-selben eine geschickte und große Zeichnung, frischesColorit, wohl gezeichnete und wohlgewählte Köpfe.Dieser Künstler arbeitete sehr viel für die StadtNeapel und für verschiedene Fürsten in Europa , dieihn an ihre Höfe zu ziehen suchten; allein da er inseinem Vaterland mit Ehre und Reichthum über-häuft war, konnte er sich nicht entschließen, das-selbe zu verlassen. Endlich starb er auf einem sei-ner Landgüter 1747. 90. I. alt. Unter der großenZahl seiner Schüler waren viel geschickte Leute, dienichts anders thaten als ihres Lehrmeisters Werkecopiren, welche auch häufig für Originale außerLandes verkauft wurden. — Einer von diesen warseines Bruders Sohn Horaz . Er lernte bey sei-nem Oheime die Zeichnung und Malerey; seitherlegte er sich mit gutem Erfolg auf die Baukunst.Horaz radirtc verschiedene Bilder nach seinem Lehr-meister; neben andern den Sonnenwagen, ein schö-nes Blatt. — Sedelmayr, Fariat, Magliar,Gaultier, Lauvemont, Monaco , Wagner, Baron,Goupy u. s. f. haben auch nach Franzen gestochen.
Solls (Don Frqnz de), Maler von Madrid ,lernte bey seinem Vater Johann, und that sich inder Kunst ungemein hervor. Er arbeitete für denKönig und zierte dessen Palläste. Franz lebte alseine Standesperson und war in vielen Künsten undWissenschaften erfahren, beschrieb auch das Lebender spanischen Maler, Bildhauer und Baumeister;aber diese Nachrichten blieben in den Händen seinerErben liegen, bis sie perer Guarienn entdeckteund bey Herausgebung seines Abecedario mit Nu-tzen brauchte. Solls besaß seine Kunst vollkom-men gut; seine Ausarbeitung ist markigt, die Ma-nier schön und angenehm, das Colorit von einneh-mender Lebhaftigkeit; aber man tadelt an ihm eine
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angewöhnte Manier, und die Verabsäumung derNatur. Er st. 1684. 55 . 1 . alt. /^e/arco 172.
Solls (Virgil), Maler, Kupferstecher undFormschneider von Nürnberg , verdient vieles Lobwegen der schönen Werke, die er herausgab, da erhierdurch vielen Malern den Weg bahnte, auf einebequeme Weise ihre Arbeit bekannt zu machen. SeineBlätter bestehen in mehr als 800 Stücken, in wel-chen er einigermaaßen des H. S. Boehms Maniernachahmte. Man bat von ihm verschiedene Ge-schichten , Fabeln, Friesen, Zierathen u. s. f Ne-ben andern: Das Leben großer Fürsten, Fürstin-nen und Kriegsobersten, unter verschiedenen Sinn-bildern von Thieren, auf 2Z2. Blättern: Die Aus-sichten von antiken Gebäuden nach des SolichoZeichnungen: Die Verwandlungen des Ovids in170. Stücken. Diese kleine Holzschnitte, welchezuweilen recht schön sind, findet man in einer i 56 Z.in 8° bey S. Feyerabende zu Frankfurth gedrucktenAusgabe, virgil arbeitete auch nach Raphael, L.van Leyden, Aldegrever u. s. f., und si. i 56 s.48. I. alt. Sein Werk wird auf 85 g. Bl. geschätzt.Doppelmayr S. 200.
Sollazzlno ( ), Maler zu Siena , sollte
i 55 o. eine von Bernhard Orgagna an der Vorder-seite des Campo Santo gemalte Hölle ausbessern;aber anstatt dessen richtete er das Bild völlig zuGrunde. Fa/aimr-rcr 8ec. II. p. 69.
Solleclro (Frater), ein Augustiner von Lodigebürtig, malte in der Bibliothek seines Klosterszu Cremona die Verzierungen Grau in Grau. La»-to/l II.
Sollt (Joseph), ein Florentiner, lernte dieZeichenkunst bey Dincenz Meucci, der ein Jahr her-nach starb. Sollt legte sich alsdann auf die Duch-druckerkunst und das Formschneiden. Man hatvon ihm zwey verschiedene mit Figuren gezierte An-fangsbuchstaben des Alphabeths, und einige andreArbeit. Er lebte um 1770. damals ungefähr 20. I.alt. <?a»cke//r,rr.
Solo», antiker Edelsteinschneider, machte sei-nen Namen bey der späten Nachwelt durch folgendeStücke bekannt und berühmt: Diomcdes, der dasPalladium bewahrt; den Kopf des Maecenas ; einMednsenhaupt und einen stehenden Cupido. Diesestellt Scosch Nr bi. bis 64. vor. Dieser Schrift-steller vermuthet (wiewohl nach Marterre's Mei-nung ohne Grund), es möchten zween Künstler die-ses Namens gewesen seyn, wovon der eine einZeitgenoß des Pyrgoteles, der andere aber desDioscorides, und des erstern Copist seyn müßte.
Golorzan. S. F. de Aranda.
Solofmeo. S. Settlgnano.
Solser», us (D.), sehr geschickter Musivar-beirer um 1207., verfertigte in der Hauptkirche zuSpolew die Figuren des Heilandes, und der H. H.Maria und Johannes. Blamville II. 3 o 6 .
Soly (Arthur), englischer Kupferstecher, blü-hete um 1680.
Sonrachlno oder Samachtnl (Horaz ).S. Fumactnt.
G 0 men; t 0 (Franz), Maler, den Baldinuccl-unter die Schüler von Bernhardin Campi zählt.
G 0 mer (Johann van), niederländischer Ku-pferstecher, arbeitete in Schwarzkunst. Man fin-det sein Zeichen bey Ehrtst S. 281. u. Z77.
— — (I), holländischer Maler, nach wel-chem I. Smith, N. Dupuis u. s. w. Bildnisse ge,stochen haben.
- - (Paul van), holländischer Kupferstecher,lebte im XVII. Jahrhundert. Man hat von ihmgeetzte und in Schwarzkunst gearbeitete Blatter.Von der erstern Gattung sind einige historische nachS. Bourdon, N Poußiu u. s. f. Von der zwey-ten verschiedene Bildnisse. Lara».