Band 
Erster Theil.
Seite
633
JPEG-Download
 

Someren.

Someren (Bernhard und Paul van)/ Ge-brüder , Maler von Antwerpen . Der erste reiste inItalien, wo er sich einige Zeit aufhielt und zu Nea-pel Arnold Mykens Tochter heyrakhetete, die ernach Amsterdam führte, und sich daselbst, nebst sei-nem Bruder Paul, haushablich niederließ. Beydemalten mit einer fertigen Manier, glücklichen Stel-lungen und guter Aehnlichkeit. Ihre Zusammen-setzungen in kleinen Bildern sind sehr sinnreich. Sieblüheten um den Anfang des XVII. Jahrhunderts.

1 . 333 .

— — (Matthias van), Kupferstecher undKunsthändler, lebte um rkdo. zu Amsterdam . Manhat von ihm viele Bildnisse und Heiligenbilder; erarbeitete auch für den ersten Theil von des PrioratoLebensgeschichten Ferdinand III.

Somis, antiker Bildhauer, blühete nach der60. Olympiade. /ÄttMrr'nL 1^. VI. führt von sei-ner Arbeit die Stalüe eines jungen Fechters,Procles, an.

Somme (de), wird von Feliblen IV. 179.unter die beßten Früchte- und Blumenmaler desXVII. Jahrhunderts gezählt.

Sompel (Peter van), geschickter Kupferste-cher von Antwerpen , blühete um die Mitte desXVII. Jahrhunderts. Er lernte bey Peter Sout-inann und arbeitete beynahe auf dessen Manier nachRubens , Vandyk u. s. f. Seine schönsten Blättersind einige Bildnisse der Kayser aus dem HauseOestreich, nebst einiger anderer Fürsten und Für-stinnen. LaLMr.

Son (de), Zeichner nndKupferstecher imXVII.Jahrhundert, arbeitete nach seinen eignen Erfin-dungen, dann nach Callot u. s. f. V«a,r.

— — (Joris d. k. Georg van), geschickter

Früchte- nnd Blumenmaler, geb. zu Antwerpen 1622. Seine Gemälde sind, ungeachtet ihrerMenge, sehr begehrt. — Sein Sohn Johann,geb. 1661., wählte die gleiche Art Malerey undübertraf seinen Vater. Die Natur war seine Füh-ren,,, nach welcher er immer studirke. Er pflegtein seinen großen Gemälden (die an verschiedene Höfein Europa begierig aufgesucht wurden) Blumen,Früchte, türkische Taveten, Fürhänge von Goldund Silberstücken rc. anzubringen. Die verschie-dene Gegenstände machen ein Ganzes und eine Har-monie aus, die das Bunte der Blumen und Früchtenoch mehr erheben. Seine großen und kleinen Com-posirionen sind wohl überlegt. Er verstand dieTheorie und das Praktische seiner Kunst vollkom-men; sein Pinsel ist fest und leicht; die Blume» na-türlich , abwechselnd und dünne. Niemand hat ihnin Trauben und Pferstchen übertreffen; man siehetin den letzter,, das Pflaumigte und die natürlicheFarbe, die das Auge täuschet. Seine Trauben sinddurchsichtig, und man glaubt die Kerne durch dieHaut zu sehen. Dieser Künstler arbeitete zu Lon-don und starb daselbst 1702. II. 028.

und I V. 42.

— - (Michel). S, Gzo„.

S 0 nc, n 0 (Ambrosius de), Domknicanermönch,der von seiner Geburtsstadt diesen Beynamcn trug,war ein geschickter Glasmaler und lebte zu Anfangdes XVII. Jahrhunderts. Lüaiär 6ibl. 8crixt.Orcl. ?raeä. 11 . 35 .

— — (Andreas), Bildhauer, machte sichmit seltsame» Erfindungen von Siegeszeichen, Mas-ken, Arabesken u. s. f. berühmt. Er arbeitete umi 58 o. zu Rom in Marmor und Stucco . Unter seineöffentlichen Werke zählt man die Statüe des ApostelsMatthias in der Kapelle Pabst Paul V. S. denArt. Ludwig Scalzo. /.omar-Lo 9.42,.

Sonnenrans ( ), holländischer Maler,

von welchem man in der Premonstratenserkirche vonLiliendael zu Mecheln zwey Tafeln sieht, derersten theilt der H. Norbert seine Kleider aus, alser in den Orden lrittet; in der zweyten nimmt eingeharnischter Soldat diesen Heiligen in Gegenwart

S 0 rbi. 6 zz

eines Kardinals und eines Bischofs gefangen.Beyde Gemälde sind in einer schönen Manier a»ge,ordnet und gezeichnet, und haben auch sonst nochandre Vorzüge. äe

Sonnenschein (Joh.Valentin), Professorder Herzoglichen Würtembergischen Academie derKünste, geb. zu Stuttgard 174g. Derselbe kam inseinem Neunten in die Academie, und genoß außer-dem Privat-Unterricht in der Bildhauerkunst vondem Hofbildhauer Bayer. Nach Verlauf wenigrrJahre gelangte der hoffnungsvolle Jüngling inherrschaftliche Dienste; nun ward seine Fertigkeitim Modelliren der Figuren, Basreliefs und Orna-mente Ursache, daß er sich zu dem herzoglichen Bau-wesen tüchtig machen mußte. Er verließ also Mar-mor und Stein, und legte sich auf Stuccatur-Ar-beiten und Architectur. Die Zufriedenheit seinesHerzogs mit allen seinen Arbeiten war vermögend,das Feuer und den unüberwindlichen Hang desMannes zur Arbeit noch mehr zu beleben; er ver-lor also durch ununterbrochne tägliche, und oftnächtliche Arbeiten, Kräfte und Gesundheit. In1776. verließ Sonnenschein die herzogl. Dienste,und begab sich unter den Schutz der Republik Zü-rich , wo er sich mit Modellen und kleinen Gruppenvon Porcelainerde beschäftigte, und dann auch Büs-ten nach dem Leben in natürlicher Größe fernerStatüen, Gruppen rc. rc. in antikem Styl für Gar-ten verfertigte. Der Lorbeersal auf der Solitüdedes Herzogs von Würtemberg, das Vestibül desgedachten Saales, die Gallerie u. s. w. alles Ein-gebaude, die alle Kenner in Bewunderung setzen,sind Arbeiten dieses Künstlers. Sodann besitzt derChurfürst von der Pfalz acht große Kinder-Gruppenin Metall gegoßen; und Zürch ein vortrefliches Mo-nument, welches den Verdiensten des Bürgermei-ster Heideggers auf der Bürgerbibliochek gestiftetwurde: Werke, die Sonnenschein bey allen Ken-nern verewigen werden, ^c.

Sontman. S. Soutman.

Soolmaker. S. Solimaker.

Sooms (Johann), etzte Theses u. s. w.

Soons. S. Soens.

Sophonisba. S. Angusciola.

Sopenna (Joseph de). S. P. Gumiel.

Sopran, (Raphael), edler Genueser, lerntebey Julius Benso, Sinibald Scorza undPellegroPiola- Er übte zu seiner Belustigung die Malercy;als aber die Sorgen für seine Hausgeschäfte-undKinder anwuchsen, verließ er diese Kunst, nahmhingegen die Feder zur Hand, und schrieb die Le-bensgeschichken der Künstler seines Vaterlandes-undward auch Mitglied des Raths zu Genua . Nichtlange hernach starb seine Gemahlin, wodurch erbewogen wurde den geistlichen Stand anzunehmen;da er aber in Begriffe stand die Ordinatton zu em-pfangen, starb er ,672. 60.1. alt und ward in derFranciskanerkirche begraben. I. N. Cavana hakdieses Malers Leben beschrieben, welches in ge-meldkem Buche hinten angehängt ist. S. den Art.Ratri.

S 0 pVlus; berühmter antiker Geschichtsmaler,war Zeitgenosse der Lala, die ihn aber doch in derKunst übertraf. /Ä»r »5 I>. XXX V. 0 . , 1.

Sorbi (Johann), Maler von Siena , lerntebey Joseph Nasini und copirte mit großem Fleißdie westlichen Werke des Franz Vanni. Er begabsich nach Bologna , wo er unter Auweisung vonJoseph Crespi die schönsten öffentlichen Gemäldedieser Stadt studirte. Gorb, setzte sich auch daselbstin einen guten Ruf durch Werke von seiner eignenErfindung. Endlich gieng er nach Rom , und hiermalte er neben Andern, zwey Tafeln für die KircheSt. St. Quaranta Martin, welche die Verkündi-gung und die Wnndmahle des H.Franciscus abbil-den. Er blühete um ,740 damals 45 I- alt. F.M. Visconti hat nach ihm gestochen. II.

?. ,. 45 .