Stabre.
Absicht auf das Helldunkel und Abweichung derFarben, behandelt sind.
Gtakte ( ), ein Pariser -Frauenzimmer;lernte die Miniaturmalerey bey Virginia di Vezzo,Simon Vouets Ehefrau. Fe/rH» III. /joi.
Stäche (Peter le), S. Lestachius.
Graden (Johann und Samuel van). S. S.Zchynvoer.
Sradieus, ein antiker Bildhauer, ist vor-nehmlich durch seinen Schüler polycles bekannt.
I.. VI.
— — oder Gradius, Schüler des
Ricosthenes. S. den Art. Ariftobulus.
Sraerklin (Joh. Heinrich), vonKam, eingeschickter Kupferstecher. Er brachte die Miniatur-oder punktirte Arbeit in Kupfer, zu Augspurg, woer sich haushablich niederließ, auf; doch war er keinallzufester Zeichner. Einige Jahre vor seinem Ab-sterben, welches 17Z6. 62. I. alt erfolgte, warder blind. — Noch geschickter war in gleicher Art,und fester in der Zeichnung Joh.Rudolpk Gtaerk-lin, sein Sohn. Dieser arbeitete meist in denGötzischen Verlag; starb aber schon 1756. 33. I.alt. — Seine Söhne, Joseph und . . . lerntenbey ihrem Stiefvater Joseph Christ, und arbeitetenfür die Klauberische und Nilsonische Verlage, vonSterren Brief IX.
Sraffelbach (Hans Peter), ein geschickterGoldschmied von Sursee, im Canton Luzern ge-bürtig; von welchem man Pocale, Platten u. s. f.die sowohl der künstlich getriebenen Arbeit, alsdes guten Geschmacks und der richtigen Zeichnungwegen , hoch geschätzt werden, noch heut zu Tagein Luzern zu sehen bekömmt. Er lebte zu Anfangdes XVII. Jahrhunderts. Fueßli III. 65.
Gragio S. Sassoli.
Sralbent (Adrian), geb. zu Antwerpen umi58o. gab schon in früher Jugend Anzeigen seinerGeschicklichkeit. Seine Kunst bestand in Landschaf-ten, die er mit kleinen Figuren ausstaffirte, undmit eben so viel Zartheit als Geschmack ausarbeitete.Er ward an den englischen Hof berufen, wo ersehr viel arbeitet« und mit großem Vermögen insein Vaterland zurück kam. Daselbst malte er nochi66c>. mit gleicher Stärke wie in seiner Jugend.De-camp- I. 340. — L. d? Die führt, vielleichtausJrrthum, einen Landschaftsmaler unter dem Na-men Johann Sralbenr an.
Srallius (Cajus und Maccus), Gebrüder,Baumeister von Rom ; wurden von König Ariobar-zanes Philopator nach Athen berufen, wo sie, mitMenallppiis, einem Griechen, das Odeum erbau,ten. winkelmann G. d. R. S. 375.
Stamparr (Franz), Maler von Antwerpen ,setzte sich 1698. zu Wien , wo er Kayser Leopoldsund seiner zween Söhne Kabinetmaler wurde.Wenn er vornehme Personen, denen das langeSitzen beschwerlich war, abschildern sollte, zeich-nete er ihre Köpfe mit schwarz, roth, und weisserKreide auf gefärbtes Papier, nach welchen er seineBildnisse untermalte und nach der Natur ausarbei-tete. Seine Carnation ist um so viel schöner undreinlicher, als er gewohnt war den Ort, woraufdie Köpfe und Hände zu stehen kommen sollten, miteiner Fleischfarbe zu gründen; eine Manier die vonden größten Meistern im Colorit gebraucht wurde.Er st.imMinoriterkloster zu Wien 1760. 76. I. alt.Sramparr arbeitete mit A. Prenner an den Blat-tern, die nach den Gemälden der kaiserl. Kunst-gallerie um 1735. gegeben wurden. B. Vogel,I. E. Heiß, u. s. f. haben nach seinen Bildnissengestochen. p. 272.
Stampfer (Joh. Jacob), geschickter Gold-schmied und Stahlschneider in Zürich , lernte beyseinem Vater Joh. Ulrich. Er ward Münzmeisster, bediente auch verschiedene ansehnliche Stellenseines Vaterlands, und st. 1679- Man hat vonihm verschiedene Schaumünzen von Bildnissen sei-ner Mitbürger. Leu.
Stanchi (Johann), Landschafts- Früchte,und Blumenmaler zu Rom , wo man in dem PallasteColonna von seiner Arbeit findet. Trtr.
Standaarr, Bentname von p. van Bloe-men.
Grandvastigheyd, Bentname von M.van Barspalm.
Sranghellini ( ), Baumeister zu Rom ,wird von Tiri in Beschreibung der Kirche St. Mariain Ära Coeli angeführt.
Stanley (Simon Carl), eines EngländersSohn, geb. zu Kopenhagen 1700 lernte bey demHofbilvhauer I. C. Sturmberg. Zu Amsterdam arbeitete er unter van Luchtern, zu London bey Del-vaux und Skeemaker aus Brabant, und brachtezwanzig Jahre daselbst zu, verfertigte auch einigeGrabmäler u. a. Arbeit. Er ward 1746 nach Ko-penhagen in königl. Dienste berufen, und bekam dieAnwartschaft auf die Stelle eines Hofbildhauers,die Wiedeweldt 1753 noch bekleidete. Stanleyward auch 17)2. Professor der Akademie. — SeinSohn Carl Friedrich, geb-zu London 1738. lerntegleiche Kunst. S.den Art G D-Anron. Nach-richt, v. d. Zustande d. Wissenschaft, u. Lünstein Dänemark . X VIIl. 193.
Granzioni (Maximus), wird gewöhnlichder RitrerMaßimigenannt, geb.zuNeapel -585.Er lernte bey Fabritiuö Santa Fede und bey I.Baptist Caraccioli. Seine Werke erwarben ihmeinen fo berühmten Namen, daß sie würdig geschätztwurden, in der Schatzkapelle der Cathedralkirche zuNeapel aufbehalten zu werden. Hier arbeitete ernebst Joseph Ribera, Dominicus Zampieri und Jo-hann Lanfranco, welche diesen geheiligten Ort mitauf große Kupfertafel» gemalten Stücken zierten.Seine Manier ist sehr zart und gleicht des GuidoReni , ob man schon behaupten will, er habe nie-mals etwas von diesem Künstler gesehen. SeineHochachtung für denselben war so groß, daß erdessen Schüler glückselig zu nennen pflegte. Wegenseiner Talente ward er von Urban VIII . zumRitter des Christusordens ernannt. Er st. i656.Eines von seinen Gemälden in der Kirche Madonnadell' Annunziata zu Neapel , stellt die Hochzeit zuCana vor. Es ist wohl zusammengesetzt, in einemgroßen Charakter gezeichnet; seine Manier ist fest,und die Köpfe sehr schön. Seine Werke sind ge-wöhnlich von diesem Charakter; man findet darinviel Gründliches und Unterweisendes für Schülerdieser Kunst, aber er hat nicht das Angenehme eini-ger andrer neapolitanischer Maler im Charakter, inder Zeichnung und dem Colorit /)v-»e«rcr HI. §4.— Eben dieser Schriftsteller gedenkt in der Lebens-beschreibung unsers Künstlers, neben andern seinenSchülern, eines pozzuolano, genannt Lionardo ,der ein unvollkommen hinterlassenes Gemäld seinesLehrmeisters vollendet, aber in blühenden Jahrenstarb; und eines jJiclaus Marrgliano, der noch1728. 94. I. alt, lebte.
Graphorst (Abraham), Sohn eines from-men Predigers von Dortrecht; arbeitete um -65o.daselbst mit dem Ruhm eines geschickten Bildniß-malers, der aber von Houbraken (II. 344. ) we,gen seiner Lebensart, als dem Barer ganz unähnlichbeschrieben wird.
Stark (Joh.Georg), deutscher Kupferstecher,arbeitete nach L. da Vince, u. s. w.
Staren oder von Stern (Dietrich van),niederländischer Kupferstecher und Formschneidcr,verfertigte meist Andachtsblätter und Landschaftennach seiner eignen Erfindung. Man findet sie von1620. bis um i55o. Er wird von den Franzosenunter die sogenannten kleinen Meister gezahlt, undvon ihnen: le blsitre 6e I'ötoile genannt.
Srarnina (Gerard), florentinischer Maler;lernte bey Anton Veneziano die Malerey, und beyDominicus Ghirlandajo die Musivarbeit. Er warin seinem Betragen sehr hochmüthig, wodurch ersich aber bey jedermann verhaßt machte. Einige